Wieder Rückschritt in Hongkong

Fr, 10. Okt. 2014
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

 

Regierung sagt vereinbarte Gespräche mit Demokratiebewegung ab

Hongkong. In Hongkong stehen die Zeichen wieder auf Konfrontation. Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion sagte die für heute vereinbarten Gespräche mit der Demokratiebewegung gestern kurzfristig ab. Die Anführer der Bewegung für mehr Demokratie hatten wenige Stunden zuvor mit einer Ausweitung ihrer Proteste gedroht, sollte die Regierung nicht einlenken.

Die stellvertretende Regierungschefin Carrie Lam sagte Reportern, die „Grundlage für einen konstruktiven Dialog“ sei „unterminiert“ worden. Ein konstruktives Treffen sei deshalb unmöglich. Die Aktivisten müssten ihre „illegalen Besetzungen“ beenden.

Die protestierenden Studenten wollten weitere Teile Hongkongs besetzen, sagte der Vorsitzende des Studentenverbands HKFS, Alex Chow. Ohne konkrete Angebote der Regierung werde sich „das Volk von Hongkong nicht zurückziehen“. Die Demonstranten fordern seit Tagen vollständige Demokratie in der ehemaligen britischen Kronkolonie und den Rücktritt des Verwaltungschefs der Sonderregion, Leung Chun Ying.

Dieser geriet unterdessen wegen nicht-deklarierter Firmenzahlungen zusätzlich unter Druck. Mehrere Oppositionsabgeordnete forderten von Leung eine Erklärung dafür, warum er während seiner Amtszeit empfangene Millionenbeträge eines australischen Unternehmens geheim hielt. (afp)

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