Aachener Kurden hoffen auf breite Solidarität

Der Protest gegen die türkische Militäraktion im Norden von Syrien: Mahnwachen und Protest an zwei Tagen

Aachen 1100 Menschen waren zuletzt in Aachen auf der Straße, um auf die Situation der Kurden im Norden Syriens aufmerksam zu machen. Organisiert vom Kurdischen Volkshaus Aachen richtet sich der Protest aktuell gegen den Einmarsch der türkischen Truppen in dieser Region, vor allem in Rojava. Mit Demonstrationen will die Aachener Einrichtung vor allem auf die dort entstandene Basisdemokratie aufmerksam machen, die durch die kriegerischen Ereignisse akut gefährdet sei.

Die dort geschaffenen Strukturen hätten in den letzten Jahren die Flucht von rund vier Millionen Menschen vermieden. Seit den türkischen Angriffen habe eine neue Fluchtbewegung eingesetzt. Das Kurdische Volkshaus lädt daher zu weiteren Protestaktionen gegen die Angriffe seitens der Türkei ein und hofft auf die Unterstützung der Bürgerschaft. Konkret: Am Donnerstag, 17. Oktober, und Freitag, 18. Oktober, wollen die Initiatoren die Aachener über die Situation in Nordsyrien informieren.

An beiden Tagen wird es von 16.30 bis 17 Uhr eine Mahnwache vor dem Elisenbrunnen geben – „für die Opfer und gegen die Zerstörung der Basisdemokratie im Norden Syriens“, wie es in einem Aufruf des Volkshauses heißt. Hier wird auch die Relevanz für Aachen herausgestellt, denn kaum jemand wisse, dass die größte Migrantengruppe in Aachen ihre Wurzeln in Kurdistan habe. „Auch aus diesem Grund laden wir die Aachener ein, mit uns gegen die kriegerischen Handlungen zu protestieren“, formuliert eine Sprecherin. (red)

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