Sprengungen von Geldautomaten: rund 250 Täter

Di, 8. Mär. 2016
Aachener Nachrichten – Stadtausgabe / Titel Aachen / Seite 1

Sprengungen von Geldautomaten: rund 250 Täter

Düsseldorf. Hinter der Serie nächtlicher Explosionen in Bankfilialen steht nach Einschätzung der Polizei eine Szene von 250 Gangstern allein in den Niederlanden. „Die wohnen vor allem in den Vororten von Utrecht und Amsterdam und haben überwiegend einen nordafrikanischen Migrationshintergrund“, sagte Dietmar Kneib, Leiter der Ermittlungskommission „Heat“ beim Landeskriminalamt NRW in Düsseldorf. Die Täter leiten Gas in die Geldautomaten und sprengen sie dann in die Luft, um an das Bargeld zu kommen.

In diesem Jahr haben die Ermittler bereits 24 Taten registriert, darunter acht in der Region. Im vergangenen Jahr waren es 67 Taten. Die Intensivtäter hätten früher ähnliche Tatserien in Belgien und Holland begangen, sagte Kneib. Wegen der in den Beneluxländern mittlerweile besser gesicherten Geldautomaten seien sie nach Deutschland ausgewichen. Die NRW-Polizei kooperiere nach wie vor mit der niederländischen Polizei. Inzwischen hätten auch einige Geldhäuser erkannt, dass die Serie nur durch die Nachrüstung der Automaten zu stoppen sei. (dpa)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.