Verhaftung, Grauen, Folter: Kommt wirklich alles wieder?

Fr, 2. Jan. 2015
Aachener Nachrichten – Stadt / Leserbriefe / Seite 19

Hildemarie Bechthold aus Heinsberg fragt zum Thema Rot-Rot-Grün in Thüringen: Was soll das werden?

Vor längerer Zeit verfolgte ich im Fernsehen ein Interview mit Margot Honecker. Da blieb mir ein Satz im Gedächtnis: „Das war nicht umsonst – das kommt alles wieder.“ Mauer, Verhaftung, Grauen, Folter, Zwangsadoption? Sie wird jubeln, die Frau Honecker . . . Und Bodo Ramelow sollte sich von seinen drei Kabinettsmitgliedern mit SED-Vergangenheit an die Orte des Grauens führen und sich aufklären lassen.

Dr. Ewald Fettweis aus Aachen schreibt zum selben Thema:

Es heißt immer wieder, diese Partei sei die Nachfolgerpartei der SED. Das stimmt einfach nicht. Die SED ist nie aufgelöst worden, sie hat nur laufend ihren Namen geändert.

So hieß sie auch mal PDS. Hat das vielleicht mit dem sagenhaften Vermögen der SED im Ausland zu tun? Wenn sie sich auflösen würde, müsste ihr Vermögen auf die neue Partei übertragen werden. Ob sie dann noch ihr Vermögen benutzen könnte? Experten sollen das entscheiden. Beim Mauerfall wird immer wieder der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt zitiert, der gesagt hatte: „Jetzt findet zusammen, was zusammengehört.“ Etwa ein halbes Jahr zuvor hatte er aber noch gesagt: „Die Wiedervereinigung ist die Lebenslüge der Deutschen.“ Beide Zitate gehören zusammen.

Im Übrigen ist „Die Linke“, die SED, eine kommunistische Partei.

Diese Partei ist verantwortlich für schlimme Zeiten unserer Heimat, ist verantwortlich für die Stasi. Die Stasi hatte auch mich erfasst. Ich habe Kopien von Unterlagen über mich, die sie wegen meiner Aktivitäten in Menschenrechtsangelegenheiten angelegt hatte.

Meine Frau und ich haben uns um ein Ehepaar gekümmert, damit dieses freigekauft wurde, nachdem es etwa zwei Jahre lang in Stollberg (Erzgebirge) im Gefängnis für weibliche politische Gefangene und in Bautzen für männliche politische Gefangene bei schlechter Ernährung festgehalten worden war. Und diese Partei soll ausgerechnet 25 Jahre nach dem Mauerfall einen Ministerpräsidenten in einem Bundesland stellen? Mich grauset!

„Die SED ist nie aufgelöst worden, sie hat nur laufend ihren Namen geändert.“

Dr. Ewald Fettweis,
Leser aus Aachen

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