Einbrüche: Aufklärungsquote wieder rückläufig

Do, 5. Nov. 2015
Aachener Nachrichten – Stadt / Region AN Titel / Seite 9

 

Düsseldorf. Die Zahl der Wohnungseinbrüche geht in diesem Jahr wieder deutlich nach oben. Ende 2015 sei eine Zahl von 65 000 Einbrüchen oder sogar mehr möglich, sagte NRW-Landeskriminaldirektor Dieter Schürmann gestern bei einem Forum der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Düsseldorf. 2014 waren in der NRW-Kriminalstatistik 52 800 Einbrüche oder Einbruchsversuche in Wohnhäuser notiert worden. Inzwischen sei die Aufklärungsquote wieder rückläufig. Schürmann sagte, auch bei Taschen- und Metalldiebstählen gebe es steigende Fallzahlen. Allein in Köln würden monatlich etwa 1000 Smartphones gestohlen.

Gingen früher Einbrüche oft auf das Konto einer örtlichen Szene, so gebe es nun mehr reisende internationale Täter, erklärte Schürmann. „Wir haben es mit Tätern zu tun, von denen wir kein Vergleichsmaterial haben.“ In diesen Fällen sind die Menschen, von denen Fingerabdrucke oder andere Spuren am Tatort gefunden werden, nicht bekannt. Für das rasche Analysieren von Einbruchspuren fordert die GdP mehr Personal. Nach Sicherung etwa von DNA-Spuren vergehe oft ein Jahr bis zur Auswertung, kritisierte der NRW-Vorsitzende Arnold Plickert. (dpa)

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