Lehrer in South Dakota dürfen Waffen tragen

 

Mo, 11. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

Lehrer in South Dakota dürfen Waffen tragen

Reaktion auf Amokläufe: Erster US-Bundesstaat mit flächendeckendem Gesetz. Lobby setzt sich durch.

Washington. Lehrer und Schulbedienstete im US-Staat South Dakota dürfen künftig im Klassenzimmer Waffen tragen. Drei Monate nach dem Schulmassaker von Newtown (Connecticut), bei dem ein Amokläufer in einer Grundschule 20 Kinder tötete, erlaubt South Dakota damit als erster Bundesstaat flächendeckend das Waffentragen in Schulen, berichtete die „New York Times“. Gouverneur Dennis Daugaard unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz.

Demnach dürfen neben Lehrern auch Wächter und freiwillige Helfer in Schulen Waffen tragen, wenn sie ein entsprechendes Training absolviert haben, hieß es. Wie die Zeitung weiter schreibt, gibt es zwar schon in einigen Schuldistrikten der USA ähnliche Regelungen, South Dakota sei aber der erste Bundesstaat, der ausdrücklich Waffen an Schulen zulässt. Die Gesetzgeber des ländlichen Staates folgen dem Rat der US-Waffenlobby: Diese hatte nach dem Massaker von Newtown bewaffnete Wächter an allen amerikanischen Schulen gefordert. Nur so könnten die Kinder vor Amokläufern geschützt werden, argumentiert die National Rifle Association. Die Logik der Organisation: Im Prinzip solle jeder Amerikaner eine eigene Waffe besitzen, um einem bewaffneten Angreifer damit Einhalt zu gebieten. Waffen-Gegner lehnen das strikt ab. Präsident Barack Obama fordert stattdessen schärfere Gesetze – etwa ein Verbot halbautomatischer Sturmgewehre. (dpa) ▶ 

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