Polizei: Salafisten wollten Pro-NRW-Chef töten

 

Do, 14. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Titel Aachen / Seite 1

Attentat vereitelt

Polizei: Salafisten wollten Pro-NRW-Chef töten

Essen/Berlin. Die Polizei hat möglicherweise eine Serie von Anschlägen radikal-islamischer Salafisten auf Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW verhindert. Dem Pro-NRW-Chef Markus Beisicht drohte akute Gefahr.

Spezialeinheiten nahmen gestern in Leverkusen, Bonn und Essen vier Verdächtige fest. Sie fanden über 600 Gramm Sprengstoff-Zutaten, einen Totschläger, eine scharfe Pistole und eine Liste mit neun rot markierten Namen, darunter dem von Beisicht, wie der Ermittlungsleiter Rainer Pannenbäcker sagte.

Ob dies eine Art Todesliste war, wollte Pannenbäcker nicht kommentieren. Jedenfalls habe die Polizei nach „operativen Maßnahmen“ Hinweise auf eine drohende Gefahr für den Politiker gehabt und deshalb kurzfristig reagiert. Die Verdächtigen sind zwei 23 und 24 Jahre alte türkischstämmige Deutsche, ein 43 Jahre alter Albaner und ein 25 Jahre alter Deutscher. Sie werden heute dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass unter den Festgenommenen der Mann ist, der am 10. Dezember einen Sprengstoffanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof verüben wollte.

Die Sicherheitsbehörden waren am Mittwoch auch mit Razzien in Hessen und Nordrhein-Westfalen gegen radikalislamische Salafisten vorgegangen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erließ ein Verbot von drei salafistischen Vereinen. (dpa)

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