China: Kampfansage an „Terroristen“

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Do, 8. Mär. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Die Seite Drei / Seite 3

Kampfansage an „Terroristen“

Peking reagiert mit verschärften Kontrollen auf Selbstverbrennungen in Tibet

Peking. China hat Unabhängigkeitskräften in seinen Unruheregionen Tibet und Xinjiang den Kampf angesagt. Auf der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking beschuldigten Parteiführer am Mittwoch vermeintliche „Terroristen“ and „Separatisten“, die Stabilität in den entlegenen Westgebieten untergraben und Chaos stiften zu wollen. Für die zehntägige Sitzung der 3000 Delegierten in der Großen Halle des Volkes wurde in der chinesischen Hauptstadt ein ungewöhnlich starkes Aufgebot von Sicherheitskräften mobilisiert.

Bürgerrechtler wurden unter Druck gesetzt und aufgefordert, keine Interviews zu geben. Rund 100 Bittsteller, die ihre Klagen bei Chinas Parlament einreichen wollten, wurden abgefangen und teilweise in „schwarzen Gefängnissen“ festgehalten, um sie in ihre Heimatprovinzen abzuschieben, wie der amerikanische Sender Radio Free Asia (RFA) berichtete. Augenzeugen berichteten, dass Dutzende solcher Bittgänger schon an der Stadtgrenze von der Polizei aufgehalten wurden.

Nach der Serie von Selbstverbrennungen von Tibetern beschuldigten Parteiführer den Dalai Lama und Unabhängigkeitskräfte, hinter den Protestakten zu stecken. Ihre Versuche, China zu spalten, hätten ein Echo bei Mönchen und Nonnen gefunden, die aber nicht für alle Tibeter sprechen könnten.

„Die Herzen der Tibeter bevorzugen immer Peking und die Kommunistische Partei Chinas“, sagte der Politiker Li Changping aus der Provinz Sichuan, wo sich mehr als 20 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft mit Benzin angezündet hatten. Allein seit dem Wochenende hatten sich drei Tibeter auf diese Weise umgebracht. 26 Selbstverbrennungen wurden seit 2009 gezählt. 19 Tibeter kamen ums Leben.

Der Regierungschef von Tibet, Padma Choling, sagte: „Wer zu Selbstverbrennungen anstiftet, sollte nach dem Gesetz bestraft werden.“ Er beschrieb Tibet als „stabil“. Trotzdem wird die Kontrolle der Klöster verschärft. Parteifunktionäre werden entsandt. Am Samstag begehen die Tibeter den Jahrestag der Flucht des Dalai Lama, ihres religiösen Oberhauptes, 1959 ins Exil. Vor vier Jahren brachen an dem Tag schwere Unruhen aus.

Persönlicher Kommentar: Wir war vor kurzem noch zu lesen: Nur China kann uns wirtschaftlich retten? Zu welchem Preis, frag ich mich? Denken diese Schreiberlinge von der Presse, die solch einen Blödsinn verfassen, auch einmal daran, dass China nichts anderes als eine menschenverachtende Militärdiktatur ist? Der größte Menschenschlächter der Geschichte war Mao Tsetung mit ca. 80.000.000 (achtzig Millionen) Opfern, gefolgt von Stalin mit ca. 40.000.000 (vierzig Millionen) Opfern.

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