Guter Rat zu teuer?

 

Do, 17. Jan. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Region und NRW / Seite 10

Guter Rat zu teuer?

Mobile Beratung gegen Rechts in NRW vor dem Aus

Köln. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW steht vor dem Aus. Zum Jahresende laufe das Bundesförderprogramm aus, mit dem das Projekt bislang finanziert worden sei, sagte Mitarbeiter Hendrik Puls gestern. Die Beratungseinrichtung mit Standorten in Köln, Münster, Schwerte, Vlotho und Wuppertal hat seit ihrer Gründung 2008 in mehr als 500 Fällen soziale Einrichtungen, Vereine, Schulen, Gemeinden, Stadtverwaltungen und Privatpersonen unterstützt und beraten.

Von der Hakenkreuzschmiererei an der Schulwand über rechte Mitglieder im Sportverein bis hin zu einem neonazistischen Aufmarsch reichten die Anlässe, bei denen die Mitarbeiter die Ratsuchenden bei der Entwicklung von Gegenstrategien unterstützten. „Jetzt steht uns allerdings das Wasser bis zum Hals“, sagte Heiko Klare in Münster. Daher appellierten sie an Bund und Land, das Fortbestehen des Projektes sicherzustellen.

Bislang waren die Beratungsstellen mit je 51 000 Euro im Jahr aus Mitteln des Familienministeriums unterstützt worden. Der Leiter des NS-Dokumentationszentrums in Köln, Werner Jung, forderte eine langfristige Finanzierung: „Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist Daueraufgabe einer demokratischen Gesellschaft.“ (epd)

Kommentar: Und gerade eine Rot-grüne Regierung in NRW lässt Projekte gegen Rechtsextremismus  sterben? Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich es für einen schlechten Scherz halten!

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