Jüdische Gemeinde feiert 5. Ijjar

 

Mi, 17. Apr. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Lokales / Seite 17

Jüdische Gemeinde feiert 5. Ijjar

Den israelischen Unabhängigkeitstag in der Synagoge begangen

Aachen. Jedes Jahr wird der israelische Unabhängigkeitstag an einem anderen Tag gefeiert. Jedenfalls nach dem gregorianischen Kalender. Im jüdischen Kalender ist es stets der 5. Ijjar. Am 14. Mai 1948 beziehungsweise 5. Ijjar 5708 gründete David Ben Gurion den Staat der Juden, nur drei Jahre nach dem unvorstellbaren Leid des Holocaust, den die Deutschen am jüdischen Volk vollzogen haben. In diesem Jahr fiel der Unabhängigkeitstag auf den 15. April abends und wurde gestern Abend beendet.

Und weil die Aachener jüdische Gemeinde beste Beziehungen zum Staat Israel unterhält, feiert selbstverständlich auch sie die Gründung des Staates Israel. Gemeindemitglied Jochen Haritz begrüßte Montagabend die zahlreichen Gäste, die in den Gemeindesaal der Synagoge gefunden hatten mit nachdenklichen Worten: „Unsere Freude ist nicht ungetrübt. Israel hat keine freundlich gesonnenen Nachbarn und muss ständig um seinen Bestand fürchten.“ Aber die Gründung des Staates Israel war selbstverständlich auch ein Grund zur Freude. „2000 Jahre haben wir von einem eigenen Staat geträumt. Und dieser Traum ist in Erfüllung gegangen.“

Außergewöhnliche Klänge

Die Musiker Rivkah Or und Jeremy Hulin boten anschließend außergewöhnliche Klänge vom Akkordeon und der Klarinette, ehe Rabbiner Max Mordechai Bohrer den Kaddisch am auslaufenden Gedenktag „Jom ha Zikaron“ für die gefallenen israelischen Soldaten und die Opfer des Terrorismus vortrug. Das Orchester „sinfonietta regio“ brachte hervorragend unter dem Dirigat von Jeremy Hulin die „Jüdischen Themen op. 34“ von Sergej Prokoffiew zu Gehör.

Nachdem Axel H. Holst, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen (DIG-Aachen), nach einer hervorragenden Rede von Rivkah Or ein paar Grußworte übermittelt hatte, wurde noch gefeiert. (dd)

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