War Nagasaki ein "kalkuliertes Kriegsverbrechen"?

Nachrichten-Artikel vom 03.08.2015 13:44 Der Journalist Klaus Scherer bezieht klar Position. Mindestens der zweite Abwurf einer Atombombe vor 70 Jahren sei nicht zu rechtfertigen. Doch der ARD-Reporter macht es sich ziemlich leicht. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article144765402/War-Nagasaki-ein-kalkuliertes-Kriegsverbrechen.html

Kommentar: Der Artikel ist sehr lesenswert. Klaus Scherer hätte nicht einmal einen Grundkurs Geschichte in der Oberstufe mit einem mangelhaft bestanden. Neben den im Artikel erwähnten Fakten gibt es ein paar Einfache Argumente:

1. Nach Schätzungen des US Militärs wären über 1 Millionen GIs bei der Stürmung Japans getötet worden. Welcher US Präsident hätte,l um Japan zur Kapitulation zu zwingen, auf diesem Hintergrund den Einsatz der Atombombe nicht befohlen und einer Millionen Mütter und Väter in den USA erklärt, warum Ihr Sohn getötet wurde!

2. Japan hat nach dem Abwurf der ersten Atombombe die Kapitulation abgelehnt. Für die Folgen ist dann auch Japan und der Kaiser verantwortlich.

3. Der japanische Kaiser hat den Angriffskrieg gegen die USA ausdrücklich genehmigt und ist daher einer der Hauptkriegsverbrecher. Wer Hitler und seine Helfer an den Galgen wünschte, der mußte dies auch für den Kaiser wünschen. Von daher war das Zugeständnis der USA, den Kaiser nicht vor Gericht zu stellen, eine sehr fragwürdige Entscheidung.        

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