Hightech-Fregatte fährt in die Werft, statt in die Karibik

Massive technische Probleme

An der neuen Fregatte „Baden-Württemberg“ gibt es nach Informationen des SPIEGEL massive technische Probleme. Das Schiff muss repariert werden, die Marinesoldaten schieben Frust in der Kaserne.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/marine-neue-fregatte-baden-wuerttemberg-mit-massiven-problemen-a-1188761.html

Wehrbeauftragter hält Bundeswehr für „derzeit nicht einsetzbar“

In Afghanistan muss die Bundeswehr Hubschrauber anmieten, zudem gibt es Mängel bei der neuen Fregatten-Klasse. Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels meint nun: Größere Einsätze würden die Streitkräfte gar nicht schaffen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article172662371/Anhaltende-Pannen-Wehrbeauftragter-haelt-Bundeswehr-fuer-derzeit-nicht-einsetzbar.html

Die Angst vor den Russen in der Arktis

Am Nordpol überschneiden sich die Interessen der wichtigsten Mächte. Putin erhebt längst Anspruch auf die Arktis. Doch jetzt hat es auch Trump auf Bodenschätze dort abgesehen – und nicht nur er. Droht eine militärische Eskalation?

https://www.welt.de/politik/deutschland/article172582259/Arktis-Trump-macht-Putin-am-Nordpol-Konkurrenz.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

Europas neuer Superpanzer, gefangen in der Planungsphase

Der Leopard 2 soll und muss weiterentwickelt werden – geplant ist der Bau eines deutsch-französischen Superpanzers. Doch das Projekt kommt einfach nicht voran, während weltweit schnellere, modernere Modelle entstehen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article172496781/Ruestung-Leopard-Panzer-Nachfolger-laesst-auf-sich-warten.html

Briten fangen russische Kriegsschiffe ab

Russische Kriegsschiffe durchqueren den Ärmelkanal. Großbritannien eskortiert sie Richtung Norden. Nicht das erste Mal, dass Putin seine Marine dort entlang schickt. Schon im Dezember reagierte die Nato nervös.

https://www.welt.de/politik/ausland/article172300338/Briten-fangen-russische-Kriegsschiffe-im-Aermelkanal-ab.html

Diese Idee sorgt bei deutschen U-Booten für eine Supertarnung

Möglichst wenig auftauchen – das ist der Wunsch von U-Boot-Besatzungen. Doch die aktuelle Technik lässt diesen Vorteil bei der Tarnung bisher nicht zu. Deutsche Ingenieure wollen das jetzt ändern.

https://www.welt.de/wirtschaft/article172247438/U-Boote-Diese-deutsche-Idee-soll-die-Marineflotten-noch-besser-tarnen.html

Britische Marine eskortiert russisches Kriegsschiff durch die Nordsee

Großbritannien und die Nato sind nervös: Russische Kriegsschiffe durchqueren immer öfter den Nordatlantik, die Nordsee und den Ärmelkanal. An Weihnachten kam es zu einem Vorfall. Eine Fregatte wurde eskortiert.

https://www.welt.de/politik/ausland/article171900912/Ueberwachung-Britische-Marine-eskortiert-russisches-Kriegsschiff-durch-die-Nordsee.html

Bedrohung durch Nordkorea – Japan baut Raketenabwehr aus

Nordkoreas Raketenabschüsse haben in Japan für Verunsicherung gesorgt: 19 dieser Tests gab es allein in diesem Jahr. Tokio will sich deshalb besser schützen – und setzt auf US-Systeme für Abfangraketen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/japan-baut-wegen-bedrohung-durch-nordkorea-raketenabwehr-aus-a-1184018.html

Eine Waffe für die Einsätze der Zukunft

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Eine Waffe für die Einsätze der Zukunft
In Nörvenich wird der erste Eurofighter der Bundeswehr vorgestellt, der für Luft-Boden-Kämpfe aufgerüstet wurde

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/c7f2402406

19.12.2017

Eine Waffe für die Einsätze der Zukunft

In Nörvenich wird der erste Eurofighter der Bundeswehr vorgestellt, der für Luft-Boden-Kämpfe aufgerüstet wurde

Von Anja Clemens-Smicek

Nörvenich. Die Alarmglocken schrillten im Frühjahr 2016. Damals machten vertrauliche Inhalte aus dem Rüstungsbericht des Bundesverteidigungsministeriums die Runde: Danach gab es Befürchtungen, Deutschland könne seine Verpflichtungen in der Nato mit dem Eurofighter womöglich nicht erfüllen. Der wurde zu diesem Zeitpunkt gerade mit einem neuen Waffensystem aufgerüstet, um auch Bodenziele bombardieren zu können. Airbus hatte den Eurofighter einst als reines Jagdflugzeug für Luft-Luft-Einsätze konzipiert. Ziele am Boden sollte er nicht ins Visier nehmen. Doch das hat sich geändert. Gerade diese Kernfähigkeit hatte die Nato der Bundeswehr für das Jahr 2018 ins Stammbuch geschrieben. Zudem wurde das Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke in Nörvenich für die Nato Response Force im kommenden Jahr gemeldet.

Welt ist nicht sicherer geworden

Eineinhalb Jahre später haben sich die Befürchtungen als unbegründet erwiesen: In einer Halle des Fliegerhorsts in Nörvenich wurde gestern der erste mit vier Präzisionsbomben vom Typ Guided Bomb Unit (GBU)-48 bestückte Eurofighter präsentiert. „Ich freue mich“, sagte Generalmajor Klaus Veit, und ihm war die Erleichterung anzusehen. In seiner Eigenschaft als Vizepräsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergab Veit symbolisch den ersten Eurofighter mit dem neuen Waffensystem der Luftwaffe.

Doch der Hintergrund der Umrüstung ist ernst, wie Generalmajor Günter Katz, Kommandeur Fliegende Verbände, nicht unerwähnt ließ. „Unsere Welt ist in den letzten Jahren und Monaten nicht friedlicher geworden“, sagte der General. Im Süden Europas habe sich ein Krisenbogen verfestigt, der durch staatliche Fragilität, blutige Konflikte und langdauernde Kriege gekennzeichnet sei. „Zudem schwelt in unserem regionalen Umfeld im Osten Europas noch immer der Konflikt zwischen russischen Separatisten und der ukrainischen Zentralregierung. Ich übertreibe sicherlich nicht, wenn ich feststelle, dass wir derzeit in einem hoch dynamischen Umfeld mit deutlichen Herausforderungen an uns alle leben“, analysierte Katz. Diese Entwicklungen verlangten von der Bundeswehr, auf diese Veränderungen entsprechend zu reagieren und sich den gestiegenen Anforderungen anzupassen. Katz: „Ich sage ihnen deutlich: Wir stellen uns diesen Herausforderungen.“ Deutschland und die Bundeswehr benötigten aber hochmoderne Technik, um in Einsätzen der Zukunft zu bestehen. „Für uns sind die Übernahme einer neuen Bewaffnung, ebenso wie moderne Waffensysteme und einsatzbereite, fortschrittliche Flugzeuge kein Selbstzweck.“

Als modern lassen sich die neuen Fähigkeiten des Euro-
fighters fraglos bezeichnen. Er kann die GBU-48 – vom Wetter völlig unabhängig – aus einer Höhe von zehn Kilometern und einer Entfernung von bis zum 20 Kilometern per Laser und GPS bis auf eine Genauigkeit von drei Metern ins Ziel lenken. Die GBU-48 gehört mit ihrem Gewicht von gut 500 Kilogramm und einer Länge von 3,68 Metern zu den sogenannten bunkerbrechenden Bomben, die auch panzergesicherte Bunker zerstören können. Unter Experten gilt der Eurofighter nicht als besonders schnell. „Die vier Bomben pro Maschine dürften den Vogel nicht gerade schneller machen“, meinte ein Ex-Pilot gegenüber unserer Zeitung.

Einig waren sich die Redner in Nörvenich in dem Wunsch, dass die GBU-48 nicht irgendwann einmal zum Einsatz kommen muss. Doch nicht zuletzt mit Blick auf die neue Rolle der Nato im Verhältnis zu den USA spielt auch die Bundeswehr denkbare Szenarien durch. Laut General Katz reichen diese von der „klassischen Bündnisverteidigung mit in erster Linie abschreckender, rückversichernder Funktion, bis hin zu Szenarien, in denen die politischen Entscheidungsträger aus unterschiedlichsten politischen und militärischen Erwägungen einen Einsatz von Bodentruppen eher zurückhaltend betrachten“. In diesem Fall könne die Luftwaffe ihre Stärken zur Wirkung bringen. Übrigens: Ein solcher Einsatz müsste vom Bundestag abgesegnet
werden.

Eurofighter für Ziele am Boden aufgerüstet

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Eurofighter für Ziele am Boden aufgerüstet
Laser- und GPS-gesteuerte Bombe an Geschwader in Nörvenich übergeben. Bundeswehr kommt damit einer Anforderung der Nato für das Jahr 2018 nach.

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/4c6f359d64

19.12.2017

Eurofighter für Ziele am Boden aufgerüstet

Laser- und GPS-gesteuerte Bombe an Geschwader in Nörvenich übergeben. Bundeswehr kommt damit einer Anforderung der Nato für das Jahr 2018 nach.

Von Anja Clemens-Smicek

Nörvenich. Der Eurofighter der Bundeswehr wird für den Luft-Boden-Kampf aufgerüstet. Symbolisch übergab das Bundesamt für Ausrüstung, Information und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) gestern die ersten Laser- und GPS-gesteuerten Bomben des Typs GBU-48 an das Taktische Luftwaffengeschwader 31 Boelcke in Nörvenich.

„Dies ist ein außerordentlich wichtiger Meilenstein des Waffensystems Eurofighter“, betonte Generalmajor Klaus Veit, Vizepräsident des BAAINBw, im Rahmen eines Appells am Fliegerhorst Nörvenich. Der Einstieg in die „Luft-Boden-Rolle“ sei gemacht. Erste Testmanöver fanden in den vergangenen Monaten in Schweden statt. „Ab jetzt befinden wir uns in der Nutzungsphase“, erklärte Veit. Eingesetzt werden darf das Waffensystem aber nur im Bündnisfall.

Bislang hatte die Bundeswehr keine Waffen, mit denen ihre Jagdflugzeuge auch Luftangriffe fliegen konnten. Das ändert sich mit der Guided Bomb Unit (GBU)-48 des US-Herstellers Raytheon Company, von denen die Bundeswehr 400 Stück gekauft hat. Im Preis von insgesamt 60 Millionen Euro sind neben den Bomben auch Ausbildung und periphere Leistungen enthalten. Die gut 500 Kilogramm schwere GBU-48 wird laser- und GPS-gesteuert und kann Ziele bis auf eine Genauigkeit von drei Metern treffen. Bekannt sind solche „Bunkerbrecher“ spätestens seit dem Zweiten Golfkrieg, als das US-Militär ähnliche Bomben zum Einsatz brachte, um die stärksten gepanzerten irakischen Bunker zerstören zu können. Generalmajor Günter Katz, Kommandeur Fliegende Verbände, sagte, dass die Bundeswehr mit dem Eurofighter über „eines der besten Kampfflugzeuge weltweit“ verfüge.

Mit der Umrüstung des Eurofighters erfüllt Deutschland gerade noch fristgerecht eine wichtige Zusage an die Nato: Das Verteidigungsbündnis hatte die Luftangriffsfähigkeit der deutschen Luftwaffe für 2018 als sogenannte Kernfähigkeit angezeigt. Andere Nationen, wie Großbritannien, hatten ihre Eurofighter bereits vor Jahren aufgerüstet. Ab 2018 wird das Boelcke-Geschwader Teil der Nato-Reaktionsstreitmacht sein. Ab September soll der Eurofighter erneut die Luftraumüberwachung über dem Baltikum sicherstellen. General Katz: „Wir werden im neuen Jahr auch auf Herausforderungen reagieren, die wir heute noch nicht kennen.“