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Ob es politisch gefällt oder nicht, auch Pro NRW darf vom Recht der Meinungsfreiheit gebrauch machen. Und diese tun dies gewaltfrei, die Salafisten nicht.
Di, 8. Mai. 2012 Pro NRW darf weiter Muslime provozieren Gerichte erlauben Rechtsextremisten das Zeigen von Mohammed-Karikaturen. Haftbefehl gegen gewalttätigen Salafisten. Bielefeld/Bonn. Ungeachtet der Ausschreitungen in Bonn darf die rechtsextremistische Partei Pro NRW nach Gerichtsurteilen weiter islamkritische Karikaturen zeigen. Die Verwaltungsgerichte in Minden und Arnsberg erlaubten dies der Splitterpartei am Montag. Am Wochenende war es in Bonn bei einer Wahlkampfaktion von Pro NRW zu schweren Ausschreitungen zwischen radikalen Salafisten und der Polizei gekommen. 29 Polizisten wurden verletzt, zwei durch Messerstiche schwer. Gegen einen 25-jährigen Islamisten wurde Haftbefehl wegen dreifachen versuchten Polizistenmordes erlassen. Der Mann aus Hessen sei bereits wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung polizeibekannt, sagte ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft. Er habe den Angriff auf die Beamten gestanden, bestreite aber eine Tötungsabsicht. Als Motiv habe er die Mohammed-Karikaturen genannt, die von Pro NRW gezeigt wurden. Die Polizisten hätten das ermöglicht. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilte die Gewalt islamistischer Demonstranten. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von gewaltbereiten Muslimen, die zur Selbstjustiz anstacheln und die Polizei angreifen“, sagte Generalsekretärin Nurhan Soykan. Anhänger von Pro NRW zeigen seit gut einer Woche in der Nähe von Moscheen Mohammed-Karikaturen. Heute sind Aktionen in Düren und Köln geplant. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kündigte indes Konsequenzen an. „Wir werden diese Angriffe auf den Rechtsstaat und unsere Polizisten nicht dulden und den Druck sowohl gegen Pro NRW als auch gegen die Salafisten maximal erhöhen“, sagte sie. Die Landesregierung werde tun, was rechtlich möglich sei. „Dazu gehören Platzverbote für Salafisten, die als gewalttätig aufgefallen sind, ebenso wie die Auflage an Pro NRW, islamkritische Karikaturen nicht mehr zu zeigen.“ Die Beschlüsse in Minden und Arnsberg standen dem aber entgegen.(dpa) |
Raketenabwehr:Russland droht Nato mit Angriff
Und einem solchen Subjekt wie dem russische Generalstabschef, der uns mit Krieg droht, soll das Recht, Deutschland bei einem Angriff zu verteidigen, eingeräumt werden? Solche Subjekte nennt man Kriegstreiber.
SPIEGEL ONLINE, 04.05.2012
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Nato-Raketenschild: Merkel weist russische Drohungen zurück
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Die Pläne der Nato für einen Raketenschild irritieren Moskau: Der russische Generalstabschef drohte mit einem Angriff auf die Anlagen des Militärbündnisses. Kanzlerin Merkel und Nato-Chef Rasmussen wiesen die Äußerungen zurück. Die Bedenken seien nicht gerechtfertigt.
Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,831392,00.html
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Sa, 5. Mai. 2012 Raketenabwehr:Russland droht Nato mit Angriff Moskau. Im Streit mit der Nato und den USA um eine geplante US-Raketenabwehr in Europa hat Russland seine strikte Ablehnung bekräftigt. Moskau werde keinem Land ein Abwehrsystem erlauben, welches das strategische Gleichgewicht stören könnte, sagte Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin nach Angaben der Agentur Ria Nowosti gestern in Reutow. Rogosin bezeichnete das US-Projekt als „Illusion“. Am Vortag hatte Russland mit einem möglichen Präventivschlag auf Anlagen gedroht, sollten die USA das System im Alleingang umsetzen. In der geplanten Form werde das US-Projekt nicht verwirklicht, „welches Geld auch immer hineingepumpt werden mag“, betonte Rogosin. Vize-Nato-Generalsekretär Alexander Vershbow sprach sich unterdessen in Moskau für weitere Verhandlungen aus. „Wir wollen, dass Russland in der Frage der Raketenabwehr ein vollberechtigter Partner ist. Ich denke immer noch, dass das erreichbar ist. Russland ist kein Feind.“(dpa) |
Polizei: Bisher ist keine Gegendemonstration angemeldet
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Fr, 4. Mai. 2012 Polizei: Bisher ist keine Gegendemonstration angemeldet Verständnis für den Wunsch, rechtsextremistische Kundgebungen zu verhindern. „Verbot aus rechtlichen Gründen nicht möglich.“ Von Heiner Hautermans Aachen. Die Aachener Polizei erwartet von der Kundgebung der extremistischen Partei Pro NRW am Samstag im Ostviertel nicht derartige Auswirkungen wie bei einer ähnlichen Kundgebung von Neonazis im Oktober 2010. An Gegendemonstrationen nahmen seinerzeit rund 1000 Menschen teil, sicher die gleiche Zahl von Polizisten war im Einsatz, um die beiden Gruppen zu trennen. Die Rechtspopulisten würden eine Kundgebung „in Sicht- und Hörweite“ des im Bau befindlichen Gotteshauses abhalten, teilte Sprecher Karl J. Völker auf Anfrage mit. Gegendemonstrationen seien bislang nicht angemeldet worden. Insgesamt 60 Organisationen und Einzelpersonen rufen, wie berichtet, dazu auf, der „Hetze von Pro NRW entgegenzutreten“ und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Die Ditib-Gemeinde als Bauherr der Junus-Emre-Mosche lädt am Samstag ab 10 Uhr zu einem Tag der offenen Tür und zum Dialog ein. Die Aachener Polizei zeigte gestern Verständnis für den Wunsch, Aufzüge und Kundgebungen aus dem rechtsextremistischen Spek-trum zu verbieten. Völker: „Wir müssen jedoch deutlich darauf hinweisen, dass wir an Recht und Gesetz gebunden sind und ein Verbot der angemeldeten Kundgebung aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist. In unserer Demokratie hat jeder das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“ Die Ausübung dieses Grundrechts, so Völker weiter, unterliege keiner staatlichen Genehmigung und sei nicht an politische Überzeugungen oder bestimmte Weltanschauungen gebunden. „Als Polizei Aachen sind wir zur politischen Neutralität verpflichtet.“ Ein Verbot komme nur dann in Betracht, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass „die öffentliche Sicherheit oder Ordnung unmittelbar gefährdet ist“. |
Die gefährliche Doktrin hinter der Kita-Pflicht
FOCUS Online, 03.05.2012, 12:27
Kisslers Konter: Die gefährliche Doktrin hinter der Kita-Pflicht
Die Diskussion über eine Kita-Pflicht ist falsch und gefährlich. Sie wäre ein Misstrauensvotum an alle Eltern und eine Generalermächtigung des Staates. Auf der Strecke bliebe die Freiheit der Bürger.
Den vollständigen Artikel erreichen Sie unter der URL http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-die-gefaehrliche-doktrin-hinter-der-kita-pflicht-_aid_746377.html
Protest gegen rechte Propaganda: Salafisten greifen Polizisten an
FOCUS Online, 01.05.2012, 16:10
Protest gegen rechte Propaganda: Salafisten greifen Polizisten an
Bei einer islamfeindlichen Aktion hat die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW mit den umstrittenen Mohammed-Karikaturen provoziert. Salafisten demonstrierten dagegen. Dann eskalierte die Situation.
Den vollständigen Artikel erreichen Sie unter der URL http://www.focus.de/politik/deutschland/protest-gegen-rechte-propaganda-salafisten-greifen-polizisten-an_aid_745680.html
Kampf gegen Frankenstärke: Schweizer Zentralbank mit Milliardenverlust
FOCUS Online, 30.04.2012, 09:23
Kampf gegen Frankenstärke: Schweizer Zentralbank mit Milliardenverlust
Mit aller Macht stemmt sich die Schweizer Nationalbank gegen eine weitere Aufwertung des Frankens zum Euro. Mit ihrem Kurs ist sie erfolgreich – allerdings führt er zu einem gewaltigen Quartalsverlust.
Den vollständigen Artikel erreichen Sie unter der URL http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/kampf-gegen-frankenstaerke-schweizer-zentralbank-mit-milliardenverlust_aid_745132.html
Für all die, die zurück zur D-Mark wollen. Dies kann niemand auf die Dauer bezahlen!
Drohnenangriff in Pakistan
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Mo, 30. Apr. 2012 Unter den Opfern soll ein Islamist aus Aachen sein Islamabad/Aachen. Bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan ist laut einem Bericht im heute erscheinenden „Spiegel“ ein Islamist aus Aachen getötet worden. Der Deutsch-Tunesier Samir H. (20) habe sich an Bord eines Kleintransporters befunden, als eine Drohne das Fahrzeug in der pakistanischen Region Waziristan aus mehreren Kilometern Höhe ins Visier genommen habe, berichtet das Nachrichtenmagazin. Drei Raketen soll die ferngesteuerte Drohne abgefeuert haben, mindestens eine habe das Ziel getroffen und den mit bis zu zwölf mutmaßlichen Taliban und ausländischen Kämpfern besetzten Pickup zerstört. Die 54-jährige Mutter des Deutschen habe die Bundesregierung aufgefordert, den Tod ihres Sohnes in einem Ermittlungsverfahren aufzuklären. Bis gestern Abend waren aber nach Informationen der „Nachrichten“ weder beim Bundeskriminalamt noch beim Auswärtigen Amt – außer den Medienberichten – Details zu dem Fall bekannt. Beim Landeskriminalamt konnte am Sonntag niemand Anfragen beantworten.(stm/afp) Was heißt hier Opfer? Die Täter / Terroristen leben unter uns, sind unsere Nachbarn. |
Die Gegner der Campusbahn machen mobil
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Do, 26. Apr. 2012 Die Gegner der Campusbahn machen mobil Bürgerinitiative stellt im Brander Stier vor knapp100 Sympathisanten ihre Pläne für ein Bürgerbegehren gegen das Millionenprojekt vor Von Christopher Gerards Aachen. Zunächst müsse man mal über den Namen des Projekts sprechen, fand ein Besucher aus Forst. Darüber, warum die Campusbahn eigentlich Campusbahn heißt, und nicht Stadtbahn. Einen Trick der PR-Menschen vermutete er, „damit die Wahrnehmung im Südraum möglichst klein bleibt“ – weil der Campus ja ein gutes Stückchen entfernt liegt, im Aachener Norden. Nun ist das Projekt trotz vermeintlicher Sprachregelungen in den Aachener Süden durchgedrungen, das wurde am Dienstagabend deutlich: Im Restaurant Brander Stier trafen sich rund 100 Menschen zu einer Infoveranstaltung, die die Bürgerinitiative „Campusbahn – Größenwahn“ aufs Gleis gehoben hatte. Teils emotional wetterte das Publikum gegen die Bahn, Befürworter der High-Tech-Tram waren in der Minderheit. Erreicht die Campusbahn ihre Endstation vor Baubeginn? Die von der Stadt und einer breiten politischen Mehrheit befürwortete Bahn soll bekanntlich ab 2019 zwischen dem Campus Melaten (Uniklinik) und Brand verkehren. Im ersten Abschnitt soll eine zwölf Kilometer lange Strecke gebaut werden, gesäumt von 20 Haltestellen. Für die Erstinvestition sind Kosten in Höhe von rund 230 Millionen Euro veranschlagt. Ohne Zuschüsse aus Fördertöpfen des Bundes und der EU ist das Projekt nicht zu stemmen – dennoch müsste die Stadt nach Schätzungen der Bürgerinitiative mindestens 110 Millionen Euro beisteuern – hinzu kämen die jährlichen Betriebskosten von 4 bis 6,5 Millionen Euro. Das sei zu viel, schimpfen die Gegner. „Und wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, wird das aus der Stadtkasse bezahlt. Da geht die Stadt ein zu großes Risiko ein“, meinte ein Mann aus dem Publikum. Man müsse auch an die Einzelhändler an der Trierer Straße denken, sagte ein anderer. Werde die Campusbahn gebaut, würde die eben erst fertiggestellte Straße wieder aufgerissen – und damit die Kundschaft vergrault. Staus und ihre Folgen Auch mit Staus müsste verstärkt gerechnet werden, weil die Trierer Straße in jeder Richtung einspurig werde. Wie kommt da die Feuerwehr durch, wollte eine junge Frau wissen. Schon geht die Befürchtung um, dass Autofahrer bei Staus in die Wohngebiete ausweichen könnten, was die Lebensqualität der Anwohner dort senke. „Der Grauenhofer Weg als grauenhafter Weg“, murmelte ein Mann. Unterdessen gab ein Befürworter der Bahn zu bedenken: „Der Anschluss an Melaten ist doch wichtig für Brand, wegen der Arbeitsplätze, die dort entstehen.“ Aber auch das bezweifelten die Kritiker des Bahn-Projekts: Entstehen da überhaupt so viele Jobs? „Wir können ja eine Trasse nach Avantis bauen. Da arbeiten schon 12 000 Leute“, witzelte einer über das weitgehend brachliegende Gewerbegebiet an der deutsch-niederländischen Grenze. Als Alternative sprachen sich die meisten Anwesenden für eine Ausweitung des Bussystems aus. Die Busse seien nicht so überfüllt, wie oft behauptet wird. Daher müsse die Notbremse gezogen werden. Die Bürgerinitiative „Campusbahn – Größenwahn“ um Wortführer Maximilian Slawinski möchte Unterschriften sammeln und das Projekt mittels eines Bürgerbegehrens stoppen. Die Fragestellung lautet: „Soll die Stadt Aachen die Beteiligung an der Finanzierung der Campusbahn unterlassen?“ Kommen 8000 Unterschriften gegen die Campusbahn zusammen, müsste der Rat sich erneut mit dem Thema befassen. Lehnt er das „initiierende Bürgerbegehren“ ab, folgt ein Bürgerentscheid. In diesem Fall müsste sich eine Mehrheit der wahlberechtigten Aachener, mindestens jedoch zehn Prozent, für das Anliegen der Bürgerinitiative aussprechen. Dann wäre die Campusbahn gestoppt. Noch aber kommt das Bürgerbegehren nicht recht in Gang. Slawinskis Problem: Erst muss eine Kostenschätzung vorliegen, dann erst können Unterschriften gesammelt werden. Schon seit sechs Wochen warte er darauf, sagt Slawinski. „In anderen Städten dauert so etwas zwei Wochen.“ Slawinski fühlt sich ausgebremst und wirft der Verwaltung vor, nicht genug für eine schnelle Bürgerbeteiligung zu tun. Unterdessen sagt Axel Costard vom Presseamt, dass die Verwaltung eine Kostenschätzung erstellt habe, diese aber noch juristisch geprüft werden müsse. Knifflig sei insbesondere, die Ertragsseite angemessen zu berücksichtigen. Immerhin gehe es auch um positive Effekte für die Umwelt und die Attraktivität der Stadt. Von einer Verzögerungstaktik könne laut Costard keine Rede sein. „Wir haben keine Angst vor einem Bürgerbegehren. Wir glauben, dass es auch viel Zustimmung für die Campusbahn gibt.“ Weitere Informationen im Netz: www.campusbahn- |
Führender Neonazi steht am 9. Mai wieder vor Gericht
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Do, 26. Apr. 2012 Führender Neonazi steht am 9. Mai wieder vor Gericht Denis U. gilt als Denker der Kameradschaft Aachener Land. Seit November in Untersuchungshaft. Eine hohe Strafe droht. Von Heiner Hautermans Aachen. Einer der führenden Köpfe der neonazistischen Kameradschaft Aachener Land wird ab dem 9. Mai wieder vor Gericht stehen. Denis U. war im November während eines laufenden Berufungsverfahrens in Untersuchungshaft genommen worden, als er identifiziert worden war, am Übergriff auf einen angeblichen politischen Gegner auf der Theaterstraße beteiligt gewesen zu sein. In dem Berufungsverfahren war der 25-Jährige zu acht Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden, weil er zusammen mit einem anderem KAL-Mitglied ein ähnlichen Übergriff 2010 begangen haben soll. Denis U. gilt als der Denker der Kameradschaft Aachener Land, nach Ansicht von Beobachtern kümmert er sich vor allem darum, junge Neonazis anzuwerben. Seit seiner Festnahme ist es ruhiger um die 2001 gegründete rechtsextremistische Gruppe geworden. Der Prozess gegen den 25-Jährigen und einen jüngeren Mittäter ist nach Auskunft eines Gerichtssprechers auf drei Tage vor dem Jugendschöffengericht angesetzt. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Vorgeworfen wird ihm, am 26. Juni 2011 mit einer Gruppe von 20 anderen Neonazis durch die Innenstadt gezogen zu sein und auf der Theaterstraße einen Mann angegriffen zu haben, den sie als politischen Gegner einstuften und der auf einem Skateboard unterwegs war. Dieser flüchtete in ein Auto, woraufhin der Fahrer und der 34-Jährige mit Pfefferspray und einem Faustschlag traktiert worden sein sollen. Sie konnten sich aus der Umzingelung nur lösen, weil der Fahrer losfuhr und Neonazis zur Seite traten. Die Polizei hatte zunächst eine größere Zahl der Rechtsextremen in Gewahrsam genommen, suchte später aber dringend nach Zeugen des „feigen Übergriffs“, so eine Sprecherin. Ursprünglich war auch wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch und gemeinschaftlich begangene Nötigung ermittelt worden. |
Heftiges Tauziehen um die Knappschaft
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Di, 24. Apr. 2012 Heftiges Tauziehen um die Knappschaft Verkäufer und Käufer gehen gerichtlich gegen das Vorkaufsrecht der Stadt Aachen vor. Eine Differenz von 1,1 Millionen Euro. Von Heiner Hautermans Aachen. Hinter der Adresse Monheimsallee 22-24 verbirgt sich eine interessante Immobilie. Die Knappschaft, die sich mit ihrer knapp 90-köpfigen Belegschaft Ende letzten Jahres aus Aachen zurückgezogen hat, hat das stattliche Anwesen ausgeschrieben und verkauft. So interessant ist das Objekt, dass sich ein heftiges Tauziehen um das gediegene Gebäude am Rande des Stadtgartens entwickelt hat. An den beiden Enden des Taus: die Stadt Aachen auf der einen und ein Käuferkonsortium sowie die Noch-Besitzerin Knappschaft auf der anderen Seite. Zu den Käufern gehört, und das macht die Sache noch interessanter, auch Annelore Einmahl, Frau des ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rolf Einmahl, zurzeit politisch noch ehrenamtlich tätig im Städteregionstag. Rechtsanwalt Einmahl vertritt die Käufer vor Gericht, wo der Fall geklärt werden muss. Stadtsprecher Hans Poth: „Sowohl der Käufer als auch der Verkäufer haben einen Antrag auf gerichtliche Prüfung des Vorkaufsrechts der Stadt Aachen gestellt.“ Zuständig dafür ist die Kammer für Baulandsachen beim Landgericht Köln, wo entsprechende Schreiben nach Auskunft eines Sprechers aber noch nicht eingegangen sind. Es geht um viel Geld Natürlich geht es um Geld, um viel Geld. Sprecher Wolfgang Buschfort: „Der Marktpreis betrug 2,7 Millionen Euro, zahlreiche Bieter boten ähnlich hohe Summen.“ Aufgrund „eines vermeintlichen Vorkaufsrechts“ , so Buschfort weiter, biete die Stadt 1,1 Millionen weniger: „Wie sie zu diesem Betrag kommt, ist nicht nachvollziehbar. Auf dieses ‚Angebot‘ der Stadt kann die Knappschaft als Sozialversicherung und treuhänderischer Verwalter des Geldes der eigenen Versicherten nicht eingehen.“ Die Knappschaft sei an einer schnellen Klärung der Rechtsfrage interessiert. „Daher verwundert es schon, wenn die Stadt Aachen die Anträge der Knappschaft am 20. Januar erhält, sie aber erst zwei Monate später an das Landgericht weitergibt, obwohl das Gesetz von der Stadt die umgehende Weitergabe einfordert.“ Das habe halt seine Zeit gedauert, kontert Stadtsprecher Hans Poth. Man habe das 80-seitige Schreiben prüfen, sich schlau machen und einen Anwalt mandatieren müssen: „Es ist nichts zurückgehalten worden.“ Auch Rechtsanwalt Rolf Einmahl bezweifelt, dass derzeit kursierende Vorstellungen von der „Satzung über ein besonderes gemeindliches Vorkaufsrecht“, die im Januar 2006 vom Rat beschlossen worden war, gedeckt würden. Darin wird lediglich von der „Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung“ gesprochen. In einer Verwaltungsvorlage zu dem Thema war damals von einer „kulturell beziehungsweise sozialen Nutzung auf dem Gelände der Knappschaft“ die Rede. Im Gespräch ist derzeit etwa, die Musikschule, die den Standort Blücherplatz aufgeben muss, im Knappschaftsgebäude unterzubringen oder das Anwesen für das aus allen Nähten platzende Eurogress zu nutzen. Einmahl: „Man kann nicht sechs Jahre später etwas anderes nachschieben.“ Was die Investoren mit dem Gebäude vorhaben, sagt Einmahl, „kann ich öffentlich nicht erörtern“. Eine unzulässige Interessenverquickung sieht der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende ebenso wenig wie sein Nachfolger in diesem Amt, Harald Baal: „Ich finde das absolut in Ordnung, dass das so gelaufen ist. Auf Käuferseite ist niemand aufgetreten, der eine Verbindung zur Stadt Aachen hat.“ Das Ausüben des Vorkaufsrechts sei einstimmig im Rat beschlossen worden, beim Ermitteln des Verkehrswertes seien die von der Stadt beauftragten Gutachter halt zu einem anderen Ergebnis gekommen. Oberbürgermeister Marcel Philipp hat es „auf emotionaler Ebene schon überrascht, dass er (Rolf Einmahl, d. Red.) zum Umfeld der potenziellen Käufer gehört“. Das Ehepaar Einmahl ist in Immobiliensachen ein eingespieltes Team. Seit vielen Jahren tritt die Ehefrau als Käuferin auf und der Ehemann als ihr Rechtsberater, etwa bei einem Freizeitzentrum in Richterich, einem Bauernhof in Horbach oder einer Gärtnerei am Lousberg. Dabei hatte es immer wieder Vorwürfe der Interessenkollision gegeben, die Einmahl aber stets zurückgewiesen hatte. Er habe nie Vorteile aus seiner Tätigkeit als Ratsherr gezogen, sagte er in einer der zahlreichen Debatten in diesen Fällen. |