Trickdiebstahl oder doch ein Raubdelikt?

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Trickdiebstahl oder doch ein Raubdelikt?
Die Staatsanwaltschaft bewertet den Fall von drei jugendlichen Tätern neu. Das Trio ist schnell wieder abgetaucht.

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Trickdiebstahl oder doch ein Raubdelikt?

Die Staatsanwaltschaft bewertet den Fall von drei jugendlichen Tätern neu. Das Trio ist schnell wieder abgetaucht.

Von Christoph Pauli

Aachen. Die drei jugendlichen Täter haben sich nach Polizeiangaben abgesetzt. Vorerst sind sie nicht greifbar. Am Montagabend waren eine 17-jährige Rumänin und zwei 14 und 16 Jahre alte Brüder aus Spanien zunächst in eine Pflegefamilie gekommen. So ist das Verfahren – unabhängig von der Nationalität – wenn Minderjährige ohne festen Wohnsitz wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Die drei Heranwachsenden – ursprünglich war von drei Mazedoniern die Rede – waren zuvor in der Aachener Innenstadt von der Polizei festgenommen worden, nachdem sie versucht hatten, einem 76 Jahre alten Mann am Elisenbrunnen durch Ablenkungsmanöver und Pöbeleien eine große Summe Bargeld zu entwenden. Der Senior wurde nach Angaben der Polizei bespuckt, drangsaliert und geschubst. Mit Hilferufen alarmierte er sein Umfeld.

Augenzeugen hatten verhindert, dass ihm das Geld entwendet wurde, das er gerade an einem Bankautomaten abgehoben hatte. Die Zeugen verfolgten die Täter und alarmierten die Polizei, die das Trio schnell stellte und bei ihnen einige Hundert Euro sicherstellte. Das Geld stammte wohl aus einer anderen Tat, die sich ein paar Stunden zuvor im Frankenberger Viertel ereignet hatte. Das Trio hatte einem Senior mit der gleichen dreisten Masche 300 Euro entwendet, die er ein paar Stunden später zurückerhielt.

Das Trio wurde festgenommen – und bald auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen (wir berichteten). Dabei waren durchaus unterschiedliche juristische Bewertungen der Taten erkennbar geworden: Die Staatsanwaltschaft ging nur von versuchten Trickdiebstählen aus, die Polizei ordnet die Delikte eher als Raubversuch ein und spricht von Bandenkriminalität.

Nach Rücksprache mit dem Geschädigten und auch aufgrund von Zeugenaussagen ist nach Informationen dieser Zeitung auch in der Strafanzeige von einem Raubdelikt die Rede.

„Entschieden“ wurde der Vorgang zu Wochenbeginn telefonisch vom Eildienst der Staatsanwaltschaft. „Von regelrechten Tätlichkeiten war im Vortrag der Polizei nicht die Rede“, teilt Katja Schlenkermann-Pitts, Sprecherin der Aachener Staatsanwaltschaft, mit. Übergriffe seien nicht geschildert worden. Anhand der Beschreibung sei ihre Kollegin nur von einem „Trickdiebstahl“ ohne Gewaltanwendung und Schaden ausgegangen. Und weil die Grundsätze der Haftvermeidung und der Verhältnismäßigkeit gelten, lagen keine Haftgründe vor.

So wurde das Trio nach ein paar Stunden wieder aus dem Gewahrsam entlassen, obwohl kein Wohnsitz bekannt ist. Auch der Wohnsitz der Eltern im Ausland ist nicht festgehalten. In sozialen Medien war die laxe Haltung der Anklagebehörde kritisiert worden. Die Jugendlichen wurden in die Obhut des Jugendamtes und damit in eine Pflegefamilie gebracht.

Ermittlungen ergaben, dass die jungen Leute einige Tage zuvor bereits in Oberhausen wegen eines ähnlichen Delikts erkennungsdienstlich behandelt worden waren. In Polizeikreisen ist die Gruppe durchaus bekannt. Die Festgenommenen hätten in Aachen jegliche Aussage verweigert und die Beamten schwer beleidigt, hatte die Polizei mitgeteilt.

Seit gestern liegt der Staatsanwaltschaft nun ein schriftlicher Bericht der Polizei vor. „Aufgrund der vorliegenden Schilderung mit vollständigen Angaben, wird nun eine Neubewertung vorgenommen“, sagt Katja Schlenkermann-Pitts. Das soll in den nächsten Tagen geschehen. Denkbar ist, dass der Fall doch noch Konsequenzen für das Trio mit derzeit unbekanntem Aufenthaltsort hat.

Der tote US-Soldat, dessen Name nicht fallen soll

Mordprozess gegen Taliban

Ein Amerikaner stirbt bei einem Taliban-Angriff. Jahre später erfährt die Mutter des Opfers, dass dafür in Deutschland der Afghane Abdol S. vor Gericht steht. Der Prozess wirft viele Fragen auf.

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus174396956/Krieg-in-Afghanistan-Warum-ein-Taliban-Angriff-ein-Muenchner-Gericht-beschaeftigt.html

Kriminalität in NRW sinkt – auch bei Zuwanderern

Auch wenn die Nachrichten ein anderes Gefühl vermitteln mögen: Die Kriminalitätsstatistik für NRW zeigt, dass die Delikte 2017 zurückgegangen sind. Auch die Integration der Flüchtlinge spielt eine Rolle.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article174392392/Historische-Trendwende-Kriminalitaet-in-NRW-sinkt-auch-bei-Zuwanderern.html

Kommentar: Ich glaube, es liegt auch ein wenig an Innenminister Reul. Mit Ihm hat Armin Laschet einen gute Wahl getroffen.

„Unglaublich weltfremd und technokratisch“

Österreichs Bildungsminister Faßmann ist „sehr erstaunt“, dass Kanzlerin Merkel weiter auf der Verteilung von Flüchtlingen in Europa „beharrt“. Auch bei der Diskussion über den Familiennachzug stört ihn ein Denkfehler.

https://www.welt.de/politik/ausland/article174368188/Sebastian-Kurz-Bildungsminister-zu-deutscher-Fluechtlingspolitik-Unglaublich-weltfremd-und-technokratisch.html

Trump attackiert erneut Deutschland – wegen geringer Militärausgaben

US-Präsident Trump sieht die USA von anderen Ländern im Handel und in der Verteidigungspolitik benachteiligt. Unter denen, die angeblich zu viel nehmen und wenig geben: Deutschland.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-donald-trump-attackiert-deutschland-wegen-handelsstreit-a-1197187.html

Kommentar: Und da hat Trump einfach recht. Die Groko hat einen Jährlichen Zuwachs in Sachen BW um 250 Mio € beschlossen, bei weitem zu wenig. Bei einem steigenden Bruttosozialprodukt nähern wir und immer mehr der 1 % Klausel statt der seit vielen Jahren versprochen 2 %. Frau Merkel hat in den letzten 12 Jahren die BE kaputt gespart, und bleibt seit 12 Jahren vertragsbrüchig gegenüber unseren Bündnispartnern. Dies hat Ihr nebenbei schon Obama mehrfasch gesagt. Frau Merkel hat auf die Verfassung geschworen, Deutschland zu stärken. Neben dem Verfassungsbruch beim öffnen der Grenzen 2015 bricht sie auch in diesem Punkt die Verfassung!

Polizei spricht Aufenthaltsverbot für junge Männer aus

Seit geraumer Zeit entwickelt sich der Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt zu einem Treffpunkt für Jugendliche. Da geht es nicht nur friedlich zu. Nun hat die Polizei zu einem drastischen Mittel gegriffen.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article174339660/Nach-Massenschlaegerei-Polizei-spricht-Aufenthaltsverbot-fuer-junge-Maenner-aus.html

Überfälle bleiben für drei junge Täter ohne Konsequenzen

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Überfälle bleiben für drei junge Täter ohne Konsequenzen
Polizei muss jugendliches Trio schnell wieder auf freien Fuß setzen. Entscheidung der Staatsanwaltschaft sorgt für Unmut und Kritik.

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08.03.2018

Überfälle bleiben für drei junge Täter ohne Konsequenzen

Polizei muss jugendliches Trio schnell wieder auf freien Fuß setzen. Entscheidung der Staatsanwaltschaft sorgt für Unmut und Kritik.

Aachen. Die Staatsanwaltschaft spricht von versuchten Trickdiebstählen, die Polizei ordnet die Delikte eher als Raubversuch ein. Begangen wurden sie am Montag von drei jugendlichen Tätern, die zwar von der Polizei festgenommen werden konnten, die aber allem Anschein nach keine Konsequenzen zu befürchten haben. Auf Geheiß der Staatsanwaltschaft mussten sie schnell wieder laufengelassen werden. Vor allem im Internet sorgt das für viel Aufregung, einige anonyme Kommentatoren sprechen von einem Armutszeugnis für die Justiz.

Nach Angaben der Polizei sollen eine 17-Jährige und zwei Mittäter im Alter von 14 und 16 Jahren am Morgen zunächst einen älteren Mann an einem Geldautomaten an der Oppenhoff Allee um 300 Euro erleichtert haben, am Nachmittag sollen sie dann mit der gleichen Masche versucht haben, einem 76-Jährigen an einem Automaten am Friedrich-Wilhelm-Platz Geld abzunehmen. Nur dank des beherzten Einschreitens von Zeugen konnte dies verhindert werden.

Zeugenaussagen zufolge sollen die drei jungen Leute gespuckt und rumgepöbelt und dabei auch den 76-Jährigen bei seinem Bankgeschäft immer wieder gestört und belästigt haben. Auch sollen sie ihn gegen die Wand gedrückt haben. Als er sein Geld aus dem Geldschacht nehmen wollte, hätten sie zuerst zugegriffen. Der Mann habe laut geschrien und so Hilfe von Passanten herbeirufen können. Diese Passanten haben nach Polizeiangaben dann auch die Verfolgung der Flüchtenden durch den Elisengarten aufgenommen und die anrückenden Beamten per Handy auf die richtige Spur gesetzt. In der Sackgasse am Klosterplatz klickten schließlich die Handschellen.

Bei dem Trio fanden die Beamten mehrere hundert Euro. Das Geld wurde sichergestellt. Ermittlungen ergaben, dass die jungen Leute einige Tage zuvor bereits in Oberhausen wegen eines ähnlichen Delikts erkennungsdienstlich behandelt worden waren. Noch während der Ermittlungen meldete sich der ältere Mann, der zuvor an der Oppenhoff Allee überfallen worden war. Beide Opfer blieben unverletzt.

Die Festgenommenen hätten jegliche Aussage verweigert und die Beamten schwer beleidigt, teilt die Polizei weiter mit. Dennoch konnten sie die Wache schnell wieder verlassen, denn die Staatsanwaltschaft entschied nach telefonischer Rücksprache im Eildienst, dass keine ausreichenden Haftgründe vorlägen. Es handele sich ja noch „um halbe Kinder“. erklärt Katja Schlenkermann-Pitts, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zudem gelten die Grundsätze der Haftvermeidung und der Verhältnismäßigkeit. Für diese Taten, bei denen letztlich kein Schaden entstanden sei, käme kein Jugendlicher ins Gefängnis, sagt sie. Daher habe man sie auch nicht länger auf der Wache festhalten können. Dass nicht einmal der Wohnsitz der Jugendlichen aus Süd- oder Osteuropa festgestellt werden konnte, spiele für die Entscheidung keine Rolle. Einziger Nachteil: Man könne nun nicht „erzieherisch“ auf die Jugendlichen einwirken, was in solchen Fällen das Übliche wäre. Denkbar sei etwa die Auflage von Sozialstunden.

Dass die schnelle Freilassung von der Polizei und den mutigen Zeugen als frustrierend empfunden wird, ahnt auch Schlenkermann-Pitts. „Wir sind dem Gesetz verpflichtet“, sagt sie, da dürfe man nicht „emotional überreagieren“.(gei)

Kommentar: Dies ist nicht das erste Mal, das die Aachener Staatsanwaltschaft im Nachhinein feststellt, das sie (als Experten) die Lage rechtlich völlig falsch beurteilen. 

Polizei: Einige Migrantengruppen werden „deutschenfeindlicher“ gegenüber Einsatzkräften

Die Worte von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sorgten für Aufsehen. „Deutschenfeindlichkeit“ trete in der Bundeshauptstadt zwar „nicht als Regelfall auf, aber durchaus öfter“. Dies zu verschweigen, wäre falsch, sagte Geisel.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, forderte Berlins Innensenator in einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ daher eine Intensivierung von Integrationsmaßnahmen.

Doch in welchen Situationen genau und wo treten diese Fälle von Deutschenfeindlichkeit auf?

https://m.focus.de/politik/deutschland/poebeleien-nehmen-zu-berliner-polizei-warnt-einige-migrantengruppen-werden-immer-deutschenfeindlicher_id_8580412.html