Russische Angriffe bereiten USA "ernsthafte Sorgen"

Nachrichten-Artikel vom 17.06.2016 07:13 Nach einem angeblichen Angriff der russischen Luftwaffe in Syrien macht sich das US-Außenministerium „ernsthafte Sorgen in Hinblick auf die Absichten Russlands“. Mehrere Diplomaten kritisieren Obama. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article156294377/Russische-Angriffe-bereiten-USA-ernsthafte-Sorgen.html

Beim Fastenbrechen unerwünscht

Integrationsbeauftragte Özoguz von Türkisch-Islamischer Union ausgeladen

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17.06.2016

Beim Fastenbrechen unerwünscht

Integrationsbeauftragte Özoguz von Türkisch-Islamischer Union ausgeladen

Berlin/Hamburg. Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) hat die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, vom gemeinsamen Fastenbrechen im Rahmen des Ramadan ausgeladen. Der Vorsitzende von Ditib-Nord, Sedat Simsek, zog eine von seinem Verband im April ausgesprochene Einladung am Mittwochabend in Hamburg kurzfristig zurück. Özoguz hatte wie alle türkischstämmigen Abgeordneten des Bundestages Drohungen erhalten, nachdem sie für eine Resolution gestimmt hatte, die die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor gut 100 Jahren als Völkermord klassifiziert.

Nach der Ausladung von Özoguz erschien Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs aus Solidarität auch nicht bei dem Fastenbrechen. „Nachdem Frau Özoguz ausgeladen worden war, wäre eine Teilnahme der Bischöfin am Empfang möglicherweise politisch instrumentalisiert worden“, sagte eine Sprecherin gestern auf Anfrage.

„Mit meiner Ausladung hat Ditib eine Chance vertan, klar Stellung gegen Extremisten zu beziehen“, erklärte Özoguz. Das Fastenbrechen hätte die Möglichkeit geboten, die überhitzte Debatte zu versachlichen. In einem Ditib-Schreiben an die Staatsministerin, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, seit einigen Tagen tauchten in der Gemeinde viele Muslime auf, die nicht zu
den regelmäßigen Gemeindebesuchern gehörten, „aber die Atmosphäre ständig aufwiegeln“.

Simsek schrieb weiter: „Aufgrund dieser Situation und wegen erheblicher Sicherheitsbedenken bitten wir um Ihr Verständnis, und bitten Sie bei unserem heutigen Iftar-Empfang nicht teilzunehmen.“ Iftar bezeichnet das abendliche Fastenbrechen im Ramadan.

Vor der Absage hatte es nach dpa-Informationen noch Telefonate gegeben. Die Vertreter von Ditib-Nord hatten die SPD-Politikerin zunächst vor möglichen Sicherheitsrisiken gewarnt – wohl in der Hoffnung sie würde deshalb von sich aus absagen. Özoguz soll jedoch erklärt haben, sie wolle trotzdem kommen und zwar mit Personenschutz. Dann folgte die endgültige Ausladung. Die Absage soll dem Vernehmen nach von der Kölner Ditib-Zentrale angeordnet worden sein. Dort war am Donnerstag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel nannte den Vorfall „unerhört“. Die Sicherheitsbedenken seien aus seiner Sicht vorgeschoben. Der SPD-Vize sagte: „Ditib muss aufpassen, nicht als verlängerter Arm Erdogans wahrgenommen zu werden.“ (dpa)

Putins Drohung gegen Europa entpuppt sich als großer Bluff

Nachrichten-Artikel vom 16.06.2016 00:01 Abwendung von Europa, Hinwendung zu China – das kündigte Wladimir Putin während der Krim-Krise an. Nun zeigt sich: Es war eine leere Drohung. Denn Peking ließ Russlands Präsidenten eiskalt abblitzen. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/wirtschaft/article156257650/Putins-Drohung-gegen-Europa-entpuppt-sich-als-grosser-Bluff.html

Russische Reaktionen auf Hool-Krawalle: "Europa soll in der Hölle schmoren"

SPIEGEL ONLINE, 16.06.2016

War doch Notwehr, oder? Russische Medien und Politiker verteidigen die Prügelorgien der Hooligans. Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti findet es sogar toll, Nichtrussen „den Kiefer zu zertrümmern“.

Von Benjamin Bidder, Moskau

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/em-2016-russland-zu-hooligan-krawallen-europa-soll-in-der-hoelle-schmoren-a-1097995.html

Islam-Gebote stehen über dem Gesetz, findet fast die Hälfte

Nachrichten-Artikel vom 16.06.2016 11:54 Jeder dritte Türkischstämmige in Deutschland hat eine positive Vorstellung von den Zeiten Mohammeds. Die junge Generation hält kulturelle Anpassung für weniger wichtig als die Älteren. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article156269271/Islam-Gebote-stehen-ueber-dem-Gesetz-findet-fast-die-Haelfte.html

Geduld der USA mit Russland ist "nicht unendlich"

Nachrichten-Artikel vom 15.06.2016 19:29 Seit Ende Februar herrscht eine landesweite Waffenruhe in Syrien. Doch diese wird immer wieder gebrochen. US-Außenminister John Kerry richtet nun einen Appell an Assads Verbündeten Russland. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article156260564/Geduld-der-USA-mit-Russland-ist-nicht-unendlich.html

Nein, liebe Grüne, Migration ist kein Menschenrecht

Nachrichten-Artikel vom 15.06.2016 07:29 Die Grünen wehren sich dagegen, Staaten Nordafrikas zu „sicheren Herkunftsländern“ zu erklären. Das ist Teil ihrer fatalen Lebenslüge, dass jeder Armutsflüchtling bei uns aufgenommen werden müsse. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article156184843/Nein-liebe-Gruene-Migration-ist-kein-Menschenrecht.html

Russische Gewalttäter: Hooligans mit besten Verbindungen

SPIEGEL ONLINE, 14.06.2016

Russische Hooligans verfügen offenbar über beste Kontakte zur Politik.

Der Sprecher des russischen Fanverbandes war in den Neunzigerjahren ein führendes Mitglied der Neonaziszene.

Von Thomas Dudek

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2016-russische-hooligans-mit-besten-kontakten-zur-politik-a-1097601.html

Russische Gewalttäter: Hooligans mit besten Verbindungen

Von Thomas Dudek

Russische Hooligans verfügen offenbar über beste Kontakte zur Politik. Der Sprecher des russischen Fanverbandes war in den Neunzigerjahren ein führendes Mitglied der Neonaziszene.

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AP

Russische Hooligans in Marseille

Es war eine symbolische Szene. Russlands Sportminister Witalij Mutko feierte den späten 1:1-Ausgleich seines Teams gegen England vor dem Block der russischen Fans und das ausgerechnet in dem Moment, als russische Hooligans ihren Angriff auf die englischen Fans im Stadion von Marseille begannen.

Mutko hat momentan nicht viel zu lachen. Der drohende Ausschluss russischer Leichtathleten von den anstehenden Olympischen Spielen in Rio, über den am Freitag der Internationale Leichtathletikverband IAAF entscheiden wird, sowie die neusten Vorwürfe, Mutko persönlich habe positive Dopingproben unter den Tisch fallen lassen, all das macht ihm das Leben nicht gerade leicht.

Was für ein Lichtblick war da für Mutko der 1:1-Ausgleich durch Vasili Berezustki gegen England. Wie einen Sieg feierte der Sportminister, der seit dem vergangenem Jahr auch erneut Präsident des russischen Fußballverbandes RFS ist und seit Jahren im Exekutivkomitee der Fifa sitzt, das Unentschieden gegen die favorisierten Engländer.

Was vor und nach dem Spiel passierte, wirft allerdings einen weiteren dunklen Schatten auf den russischen Sport – auch im Hinblick auf die WM 2018, die in Russland ausgetragen wird. „Was hat denn dies mit der WM 2018 zu tun“, antwortete Mutko schroff auf dementsprechende Fragen der Journalisten. Was verwundert, wenn man auf die Ereignisse der vergangenen Jahre zurückblickt. Denn es ist nicht das erste Mal, dass russische Hooligans negativ auffallen. Sowohl bei Champions-League-Partien als auch in der heimischen Liga sorgten diese durch rassistische Beleidigungen wiederholt für negative Schlagzeilen. Und auch die Auftritte der russischen Nationalmannschaft bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine wurden teilweise von Gewaltausbrüchen der eigenen Fans überschattet.

Fansprecher mit dunkler Vergangenheit

Die EM 2012 war auch die erste große internationale Bühne, auf der sich Alexander Schprygin präsentieren konnte. Durch Verharmlosung der Vorfälle fiel der Vorsitzende des Dachverbands russischer Fußballfans (VOB) während des Turniers immer wieder negativ auf. Eine Strategie, die Schprygin auch in Frankreich verfolgt. „Der ganze englische Block ist einfach aufgestanden und weggelaufen. Da gab es keine Schlägereien“, erklärte Schprygin gegenüber russischen Medien.

Eine Aussage, die auch in Russland für Kopfschütteln gesorgt hat. Denn Schprygin ist kein Unbekannter. Seit 2007 ist dieser Vorsitzender des von ihm gegründeten VOB sowie ehemaliges Mitglied des Exekutivkomitees des Fußballverbandes RFS. Heute sitzt er im Verbandskomitee, welches sich mit Sicherheitsfragen sowie Fanbelangen beschäftigt.

Doch Schprygin ist nicht allein wegen dieses Amtes bekannt, sondern wegen seiner Vergangenheit. In den Neunzigerjahren war er ein führendes Mitglied der russischen Neonazi-Szene sowie einer der Anführer der Dynamo-Moskau-Hooligans. Einschlägige Fotos aus dieser Zeit zeigen ihn mit dem zum Hitlergruß erhobenen Arm neben dem Sänger der faschistischen Metal-Band Korrosija Metalla, deren Texte es zum Teil in Russland auf den Index geschafft haben. Auf einem weiteren Foto, das im Internet kursiert, posiert er neben einer Person, die sich als Adolf Hitler verkleidet hat.

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livejournal.com

Schprygin (r.) mit Sänger der Neo-Nazi-Band Korrozia Metalla

Ansichten, die Schprygin bis heute offenbar nicht geändert hat. In einem Interview für „Sowetskij Sport“ vom vergangenen Jahr äußerte Schprygin offen, dass er in der russischen Nationalmannschaft nur slawische Spieler sehen möchte und nannte als Negativbeispiel die französische Nationalmannschaft. Trotzdem brachte er das Kunststück fertig, sich wenige Zeilen vorher als Antifaschisten zu bezeichnen.

Im Video: Russische Hooligans und die Neonazi-Szene

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YouTube/Times Mine, Spiegel Online

Doch seiner Karriere hat diese Vergangenheit nicht geschadet. Was auch daran liegt, dass Schprygin gut vernetzt in der russischen Politik ist. Für Igor Lebedew, Sohn des rechtsextremen Politikers Wladimir Schirinowski und stellvertretender Vorsitzender der Duma, arbeitet Schprygin als parlamentarischer Mitarbeiter. Zudem sitzt Lebedew auch im Präsidium des russischen Fußballverbandes, was Schprygin auch seine Position innerhalb des RFS sichert. Denn der wichtigste russische Fußballfan ist dort alles andere als unumstritten. Als 2010 innerhalb des Dachverbands russischer Fußballfans VOB ein Korruptionsskandal publik wurde, in den auch Schprygin verwickelt war, wollte Mutko Schprygin und den VOB loswerden. Dies jedoch ohne Erfolg.

Dachverband als Sammelbecken für Hooligans

Mit dem Ergebnis, dass der VOB bis heute für den Verkauf von Auswärtstickets der russischen Nationalmannschaft sowie der Organisation der Auswärtsfahrten zuständig ist. Ein Dachverband russischer Fans, den Schprygin zu einem Sammelbecken für führende russische Hooligans gemacht hat.

Als im März dieses Jahres eine offizielle Delegation des RFS sowie des VOB die Spielstätten der russischen Nationalmannschaft in Frankreich besuchte, war nicht nur Schprygin dabei, sondern auch Aleksandr Rumjantzew. Dieser war bis vor Kurzem der führende Kopf von Landskrona, der größten Ultragruppierung von Zenit St. Petersburg. Rumjantzew ist verantwortlich für das berühmt-berüchtigte Manifest von 2012, in dem man sich gegen dunkelhäutige und homosexuelle Spieler in den Reihen von Zenit ausspricht.

Wie eng verbunden der VOB bis heute mit der russischen Hooliganszene ist, zeigten die Ereignisse von Marseille. Mit einer vom VOB organisierten Chartermaschine kamen die russischen Hooligans am 10. Juni in der südfranzösischen Metropole an. Fünf der Teilnehmer haben die französischen Behörden laut Meldungen russischer Medien schon am Flughafen die Einreise verweigert.

Einen Tag nach dem Spiel flogen diese mit einer weiteren Chartermaschine in die Heimat. Flüge, welche die Hooligans übrigens nicht bezahlen mussten, wie in Moskau gemunkelt wird. Immer wieder fällt in diesem Zusammenhang der Name Igor Lebedew. Jener Lebedew, der zu den brutalen Schlägereien in Marseille nur „Gut gemacht, Jungs“, über Twitter verlauten ließ.

Dies dürfte auch der Hauptgrund sein, weshalb die französischen Sicherheitsbehörden bisher keinen einzigen Verdächtigen aus Russland verhaftet haben, wie der französische Generalstaatsanwalt Brice Robin beklagte. Was dazu führte, dass viele hinter den Ausschreitungen – auch weil die russischen Schläger durch „ultraharte und ultraschnelle Gewalt“ auffielen, wie Robin erklärte – Provokateure des Kreml vermuten. Was jedoch nichts mehr als eine Verschwörungstheorie ist.

„Die Franzosen deportieren uns“

„Die Schläger in Frankreich kamen vor allem von Zenit St. Petersburg, Lokomotive Moskau, Spartak, Torpedo Moskau, Orel und Jekaterinenburg. Den berüchtigsten Hooligan-Gruppierungen im russischen Fußball“, erklärt Pavel Klymenko, der bei der internationalen Fanvereinigung Fare, einem offiziellen Partner der Uefa, für Osteuropa tätig ist, auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.

Und diese Schläger scheinen es offenbar auch nur auf die Engländer abgesehen zu haben. „Die Engländer haben immer erzählt, dass sie die härtesten Hooligans sind. Wir sind nach Marseille gekommen, um ihnen zu zeigen, dass sie Schwächlinge sind“, sagte ein Hooligan von Lokomotive Moskau dem russischen Onlineportal Sports.ru.

Fotostrecke

Krawalle in Marseille: Bekanntes Problemklientel

Eine Erklärung, die sicherlich nicht nur in den nächsten Spielorten der russischen Nationalmannschaft mit Erleichterung aufgenommen werden dürfte, sondern auch beim russischen Fußballverband. Diesem drohte die Uefa mit einem Turnierausschluss, falls es noch einmal zu Ausschreitungen durch russische Fans kommen sollte.

Eine Drohung, die bei den Verantwortlichen des VOB offenbar nicht angekommen ist. „Die Franzosen deportieren uns“, twitterte Alexander Schprygin sofort, als französische Beamte seinen Bus nach Lille stoppten und pflegte mal wieder den Opfermythos.

Nato installiert Stolperdraht gegen Russlands Armee

Nachrichten-Artikel vom 14.06.2016 17:31 Mit massiver Aufrüstung will die Nato Moskau in die Schranken weisen. Gleichzeitig will sich das Bündnis jetzt direkt am Kampf gegen den IS beteiligen. Das hat Folgen auch für deutsche Soldaten. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article156225556/Nato-installiert-Stolperdraht-gegen-Russlands-Armee.html