Nachrichten-Artikel vom 20.12.2015 14:41 Kampfjets bombardieren ein Haus in einem Vorort von Damaskus. Eines der neun Todesopfer ist der in Israel verhasste Hisbollah-Führer Samir Kuntar. Der Angriff birgt auch eine Botschaft an Russland. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article150167863/Israel-demonstriert-seine-Lufthoheit-in-Syrien.html
Archiv der Kategorie: Iran / Irak / Afghanistan
Die falsche Hoffnung
Debatte Atomdeal mit dem Iran
Debatte Atomdeal mit dem Iran
Die falsche Hoffnung
Entweder ein Deal mit dem Iran oder es gibt Krieg. Diese Rechnung hat US-Präsident Obama aufgemacht. Seine Argumentation greift zu kurz.
Hat sich Obama mit dem Atomdeal verrechnet? Foto: dpa
Unlängst machte Philipp Ackermann, die Nummer zwei der deutschen Diplomaten in den USA, gegenüber der amerikanischen Zeitung Politico deutlich: „In Deutschland gibt es keine Debatte über den Iran-Deal. Nicht im Parlament und nicht in der Zivilgesellschaft.“
Er bedauerte das jedoch nicht, sondern war vielmehr stolz auf die unkritische Akzeptanz der Wiener Vereinbarung zwischen den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland und dem Regime in Teheran. Dabei steht nun fest, dass Iran innerhalb von zehn Jahren Nuklearwaffen bauen kann. Was das vor allem für Israel bedeuten kann, hat das iranische Regime der Welt in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht: Der jüdische Staat soll von der Landkarte verschwinden.
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Dennoch gibt es hierzulande tatsächlich keinerlei Diskussion über das Abkommen. Mehr noch: Es wird nicht einmal über die gravierenden Nachteile des Deals informiert. Stattdessen finden sich Kommentare, die auch noch auf antisemitische und antiamerikanische Stereotype zurückgreifen. So wie der Beitrag von Bernd Pickert in der taz vom 26. Juli, in dem die proisraelische Vereinigung Aipac als „eine Art ständiger Geldautomat für US-Wahlkämpfer“ bezeichnet wird.
Auch von einer „notwendigen Emanzipation“ der USA von Israel ist die Rede – als bestimme der jüdische Staat die amerikanische Politik. Mit Analyse hat das nichts zu tun, mit antijüdischer Stimmungsmache dagegen leider umso mehr.
In deutlichem Kontrast dazu läuft in den Vereinigten Staaten eine hitzige Debatte über das Wiener Abkommen. Je mehr sich die Amerikaner über die Details des 159 Seiten umfassenden Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) informieren, umso stärker wird ihre Opposition gegen die Vereinbarung. Die Skepsis und das Misstrauen gegenüber der Obama-Regierung steigt sowohl im Kongress als auch in der Bevölkerung, weil der amerikanische Präsident einige „Side Deals“ des Vertrags nicht publik macht. Für eine Regierung, die sich als die transparenteste in der amerikanischen Geschichte versteht, ist das eine fragwürdige Haltung.
Zwei wichtigen Umfragen zufolge lehnt dann auch eine Mehrheit der Amerikaner den Iran-Deal ab. Nach einer Erhebung der Quinnipiac University in Connecticut sind 57 Prozent der US-Bürger dagegen und nur 28 Prozent dafür. Laut CNN/ORC wollen 52 Prozent, dass der Kongress gegen die Vereinbarung stimmt, und 44 Prozent, dass er sie annimmt.
Dass der Iran nach Nuklearwaffen strebt, ergibt sich auch aus dem Verfassungsschutzbericht des Jahres 2014. Darin heißt es: „Nachdem die vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) festgestellten illegalen iranischen Beschaffungsversuche in Deutschland in den letzten Jahren beständig angestiegen sind, befinden sie sich auf einem auch im internationalen Vergleich quantitativ hohen Niveau. Dies gilt vor allem für Güter, die im Bereich Nukleartechnik eingesetzt werden können. Im Jahr 2014 stellte das BfV eine steigende Zahl iranischer Beschaffungsversuche im Bereich des von dem Staat betriebenen ambitionierten Trägertechnologieprogramms fest, das auch dem Einsatz von Kernwaffen dienen könnte.“
Weiterhin nukleare Ambitionen
Kurz vor der Einigung von Wien war aus deutschen Sicherheitskreisen zu erfahren, dass der Iran seine atomaren Ambitionen trotz aller Gespräche aufrechterhalten wird. Vonseiten einer Geheimdienstquelle hieß es: „Man sollte angesichts der Verhandlungen annehmen, dass der Iran seine Aktivitäten einstellen wird. Aber trotz der Gespräche gibt es in dieser Hinsicht keine Kehrtwende.“
Mit anderen Worten: Das iranische Regime bemühte sich in Deutschland bis Ende Juni 2015 trotz der Sanktionen aktiv und gezielt um Nuklear- und Raketentechnologie. Eine brisante Information, über die in den deutschen Medien jedoch nichts zu erfahren war.
Im Zusammenhang mit dem JCPOA hat die Obama-Regierung versprochen, dass die Inspektoren ungehinderten Zugang zu iranischen Nuklear- und Militäranlagen haben werden – „anytime“ und „anywhere“. Das hat sich jedoch als leeres Versprechen entpuppt. Denn vor einer Inspektion muss erst ein bürokratischer Prozess ins Rollen gebracht werden, der einen Zugang aller Voraussicht nach erst 24 Tage später ermöglicht. Genug Zeit für das iranische Regime, um etwaige Spuren von Beschaffungsaktivitäten zu verwischen.
700 Todesurteile in diesem Jahr
Zudem hat das Regime bereits angekündigt, den Inspektoren keinen Zugang zu bestimmten militärischen Anlagen zu gewähren. Damit setzt es seine betrügerische Linie bezüglich seines Nuklearprogramms fort, und nichts deutet darauf hin, dass sich daran künftig etwas ändern wird.
Und das, obwohl es unter dem angeblich moderaten iranischen Präsidenten Rohani deutlich mehr Hinrichtungen gibt als zu Zeiten Mahmud Ahmadinedschads. Fast 700 Todesurteile wurden bereits vollstreckt, mit über 1.000 Hinrichtungen bis Ende dieses Jahres rechnet Amnesty International. Laut Wikileaks aus 2008 hat das Regime seit der Gründung der „Islamischen Republik“ zwischen 4.000 und 6.000 Lesben und Schwule staatlich ermorden lassen.
Wie gleichgültig es vielen Unternehmen ist, dass im Iran die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, lässt sich gut am Beispiel des österreichischen Kranherstellers Palfinger erkennen. Dessen CEO, Herbert Ortner, hat den Iran als „Hoffnungsmarkt“ bezeichnet. Dass daran vor dem Beginn der Sanktionen Menschen aufgeknüpft wurden – unter anderem an einem Kran seines Unternehmens –, sagte er nicht.
150 Milliarden Dollar wird der Iran aus dem geschlossenen Abkommen erlösen. Ein großer Teil des Geldes wird an den syrischen Diktator Baschar al-Assad und die libanesische Terrormiliz Hisbollah fließen, damit diese ihren Krieg gegen die syrische Bevölkerung weiterführen können.
US-Präsident Barack Obama hat eine falsche Rechnung aufgemacht: entweder der Iran-Deal oder Krieg. Vielmehr wird die Kriegsgefahr durch die Vereinbarung erst recht steigen. Es bleibt vorerst nur die Hoffnung, dass der Kongress das Abkommen ablehnt.
Unterstützer Israels mit Ehrenpreis ausgezeichnet
Kommentar: Das waren genau die richtigen Personen bzw.die richtige Organisation!
Geschäfte hinter verschlossenen Türen
Eine Konferenz für deutsche Wirtschaftsvertreter in Berlin will den Handel mit dem Iran fördern. Dahinter steht ein umstrittener Verein
http://www.welt.de/welt_print/article3682741/Geschaefte-hinter-verschlossenen-Tueren.html
Reederei unterlief Iran-Sanktionen
CMA CGM und die Bank Société Générale haben mehrfach gegen Iran-Sanktionen verstoßen. Washington straft beide mit einem saftigen Bußgeld ab. Einem Sicherheitsexperten aus dem US-Senat reicht das noch nicht.
Siemens sieht sich in USA benachteiligt / Siemens und der Iran
Geschäftsbeziehungen des deutschen Siemens-Konzerns im Iran scheinen der Firma bei Großaufträgen in den USA zu schaden. Ende September vergab die Verkehrsbehörde der Stadt Los Angeles (LA MTA) einen 300-Millionen-Dollar-Auftrag für den Bau von 100 Hightech-Zügen an die italienische Firma Ansaldo-Breda (AB). Siemens gilt als stärkster Konkurrent von Ansaldo-Breda. Nach Auskunft des Bürgermeisters von Los Angeles spielte die Verbindung von Siemens zum Iran eine Rolle bei der Entscheidung gegen das Unternehmen. Im Rahmen einer bevorstehenden Auftragsverlängerung zwischen LA MTA und Ansaldo-Breda hatte LA MTA überlegt, den Auftrag neu auszuschreiben, weil die Züge verspätet geliefert worden waren. ….
Kommentar: Siemens gefährdet durch ihr Iran Geschäft das deutsche Ansehen und deutsche Arbeitsplätze!
Talibangruppen kämpfen gegeneinander
Do, 10. Dez. 2015
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4
Kabul. Bei schweren Gefechten zwischen zwei rivalisierenden Talibangruppen sind in der westafghanischen Provinz Herat mindestens 100 Kämpfer ums Leben gekommen. Beide Gruppen hätten auch Gefangene genommen, hieß es. Viele Anwohner seien geflohen. Eine der Gruppen ist nach Medienberichten loyal zu Talibananführer Mullah Mansur, die andere zu einem seiner Gegner, Mullah Rassul.
Nach dem Sturm radikalislamischer Taliban auf den Flughafen von Kandahar mit mindestens 37 Toten haben die Extremisten gestern in der Nachbarprovinz Helmand einen ganzen Distrikt unter ihre Kontrolle gebracht. 16 Polizisten seien bei den Gefechten ums Leben gekommen. Der Polizeichef sei verwundet worden, hieß es.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden am Flughafen neun der zehn Angreifer getötet. Unter den Opfern seien auch Frauen, Kinder und Soldaten der Armee. (dpa)
Taliban-Angriff: Dutzende Tote bei Kämpfen um Flughafen von Kandahar
SPIEGEL ONLINE, 09.12.2015
Taliban und Regierungstruppen kämpfen um den Flughafen der afghanischen Stadt Kandahar, zwischen 30 und 40 Menschen sind bereits getötet worden.
Unter den Opfern sind auch Zivilisten.
Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/taliban-angriff-dutzende-tote-bei-kaempfen-um-flughafen-von-kandahar-a-1066886.html
Taliban stürmen Flughafen in Kandahar
Nachrichten-Artikel vom 08.12.2015 19:45 Die Taliban haben den militärischen Teil des Flughafens bei der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar angegriffen. Sie sollen Geiseln genommen haben, zudem waren Explosionen und Schüsse zu hören. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article149764577/Taliban-stuermen-Flughafen-in-Kandahar.html
