Warnung des britischen Außenministers / Kalter Krieg vor den Toren Europas

Warnung des britischen Außenministers

Kalter Krieg vor den Toren Europas

Mordanschläge durch Profikiller, hektische Verhandlungen in Hinterzimmern, die ständige Gefahr eines Atomschlags: Im Nahen Osten droht ein neuer Kalter Krieg, befürchtet Großbritanniens Außenminister William Hague. Er warnt vor einem „weltpolitischen Desaster“.

Israel wird den Iran nicht angreifen – Fortsetzung

Israel wird den Iran nicht angreifen – Fortsetzung

Veröffentlicht am 15. Februar 2012 by anti3anti

Es gibt viele logische Gründe, warum Israel den Iran nicht angreifen wird. Es widerspreche jeglicher Logik, wenn Israel den Iran angreifen würde.

Doch warum sollte Logik herrschen?

Warum wird und soll Israel den Iran nicht angreifen, obwohl dessen Führung beinahe täglich und glaubhaft droht, dass der Staat der Juden dank iranischer Atombomben verschwinden wird und alle Juden in der ganzen Welt nach Allahs (oder war es Mohammeds?) Willen ermordet werden!

Die ersten Atombomben, die der Iran einsetzen wird, werden die arabische Halbinsel treffen. Sunniten und Araber sind den Schiiten und Iranern Erzfeinde und Konkurrenten im Glauben.

Wenn jedoch Israel den Iran präventiv mit konventionellen Waffen angreifen würde, so wird der Iran seine ersten beiden Atombomben, die er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erlangen wird, auf Israel abwerfen.

Andrerseits besteht die Gefahr, dass der Iran aus strategischen Gründen zuerst Israel atomar angreift. Die Folgen der Atombombenabwürfe, für wen sie auch bestimmt seien und wen sie auch treffen mögen, sind nicht eingrenzbar. Von einem atomar geführten Weltkrieg bis zur Vernichtung aller Juden ist alles drin und unvorstellbar.

So betrachtet müssten die Supermacht, die Großmächte, die Mittelmächte, alle Länder dieses Planeten dringendst daran interessiert sein, dass der Iran keine Atomwaffen fabriziert, die er einsetzen kann und wird. Selbst der verbohrste Antisemit sollte dieser Logik folgen und sie akzeptieren.

Doch das ist ein unverzeihlicher und gefährlicher Irrtum. Selbst die glühendsten und überzeugtesten Nationalsozialisten haben der Ermordung von Juden den Vorzug gegeben vor dem Erhalt des nationalsozialistischen Staates und der nationalsozialistischen Idee. Als gegen Ende des Krieges kaum noch Transportmittel aufzutreiben waren, um Truppen für den Endsieg zu bewegen – deutsche Flüchtlinge will ich nicht erwähnen – wurden Züge für den Abtransport von Juden bereitgestellt.

Die menschliche Psyche ist darauf konditioniert, den Spatz in der Hand der Taube auf dem Dach vorzuziehen. Weniger das heutige lukrative Geschäft mit den Islamofaschisten, mehr der heutige aggressive oder pazifistische Hass auf Juden und Israel, wiegen die Gefahr eines zukünftigen Weltkrieges auf, wie wahrscheinlich auch eine solche Katastrophe kommen wird.

Ob und wie Israel der Gefahr aus dem Iran militärisch begegnet oder nicht, das Ergebnis ist gleich. Lediglich die realistische Drohung, einen Krieg gegen den Iran zu führen, der die Welt in Brand setzen wird, zwingt die nicht-fundamentalistischen Staaten, Israel zu unterstützen und gegen den Iran vorzugehen. Wenn Israel dieses ernste Spiel nicht glaubhaft vermittelt, droht das Ende der bekannten halbwegs zivilisierten Weltordnung.

Denn dann wird Israel den Iran angreifen müssen.

Irans Amateur-Terroristen

Vereitelter Anschlag in Bangkok

Irans Amateur-Terroristen

Aus Beirut und Bangkok berichten Ulrike Putz und Freddy Surachai

Pfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt?

Israels Kalkül für den Krieg

Iranisches Atomprogramm

Israels Kalkül für den Krieg

Israel kommt einem Angriff auf Iran offenbar immer näher. Die Regierung in Jerusalem drängt zum Handeln, bevor Teheran seine Urananlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren könnte. Von Markus Becker mehr… [ Forum ]

„Der Iran handelt nicht rational“

clip_image001

Fr, 10. Feb. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2

„Der Iran handelt nicht rational“

Avi Primor befürchtet, dass die Führung in Teheran trotz internationaler Sanktionen das Atomprogramm fortsetzen wird. In seinen Augen ist der Hass des Mullah-Regimes auf Israel größer als die Staatsräson.

Von Joachim Zinsen

Aachen/Tel Aviv. Das Säbelrasseln am Persischen Golf wird immer lauter, die Auseinandersetzung um das iranische Atomprogramm hat sich in den vergangenen Tagen dramatisch zugespitzt. Israel und der Westen fürchten, dass das Mullah-Regime in Teheran trotz anderweitiger Beteuerungen weiter versucht, sich Kernwaffen zuzulegen. Wie schätzt Avi Primor, Israels langjähriger Botschafter in Deutschland und Iran-Experte, die Lage ein?

Herr Primor, in den vergangenen Tagen gab es Meldungen, die israelische Armee plane für das Frühjahr einen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm. Sind das nur Drohgebärden? Oder halten Sie einen Angriff für realistisch?

Primor: Niemand hat das Interesse, einen Krieg zu entfesseln. Dennoch besteht die Gefahr, dass es dazu kommen wird. Israels Regierung bereitet sich zur Zeit darauf vor, dass die internationalen Sanktionen gegen den Iran nichts nutzen werden. Sollte das der Fall sein, muss sie reagieren. Eine iranische Atombombe wäre eine existenzielle Bedrohung für Israel.

Kann die israelische Armee das iranische Atomprogramm überhaupt stoppen?

Primor: Die Streitkräfte sind in der Lage, den iranischen Atomanlagen so viel Schaden zuzufügen, dass das Atomprojekt um Jahre verzögert wird. Aber endgültig stoppen? Nein, das glaube ich nicht.

In der israelischen Öffentlichkeit wird heftig über den Sinn eines Angriffs gestritten. Viele befürchten, dass er der Sicherheit Israels mehr schaden als nutzen würde. Sie auch?

Primor: Natürlich würde ein Angriff Israel schaden. Wir werden das Ziel von iranischen Raketen, aber auch von Angriffen der Hisbollah und der Hamas sein. Möglicherweise greift auch Syrien ein, denn das Regime in Damaskus ist zunehmend abhängig vom Iran. Zudem hätte ein Angriff fatale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit natürlich auch auf Israel. Für viele meiner Landsleute stellt sich aber die Frage, was schlimmer ist: Kurzfristig schwere Schäden in Kauf zu nehmen oder langfristig die totale Vernichtung des Landes zu riskieren? Sie werden das kleinere Übel wählen.

Gesetzt den Fall, der Iran besitzt eines Tages tatsächlich Nuklearwaffen: Glauben Sie, dass das Regime in Teheran Israel damit angreift? Eigentlich wäre das doch glatter Selbstmord. Israel besitzt das atomare Potenzial, um den Iran in wenigen Stunden völlig zu zerstören.

Primor: Richtig. Die Frage ist nur: Wie rational handeln die iranischen Machthaber? Wäre der Iran eine weltoffene Demokratie – die übrigens die meisten Iraner anstreben – würde uns Israelis eine iranische Atombombe nicht weiter stören. Aber Mahmud Ahmadinedschad und Ayatollah Ali Chamenei drohen uns ständig mit totaler Vernichtung. Warum? Geostrategisch macht das aus Sicht des Irans keinen Sinn. Interessiert ist das Land eigentlich an seinen unmittelbaren Nachbarn. Also am Irak, an Saudi-Arabien, an den Golf-Emiraten. Traditionell besitzt Teheran den Ehrgeiz, diese Staaten und deren Erdöl zu beherrschen. Wenn dem Iran das gelingen sollte, wäre er eine Weltmacht. Trotzdem stürzen sich die Machthaber in Teheran verbal immer auf Israel. Es sind unberechenbare Fundamentalisten, die emotional agieren, deren Hass auf Israel stärker ist als die Staatsräson. Was solche Leute anrichten können, wissen wir aus der Geschichte.

In vielen arabischen Ländern gibt es momentan eine Demokratiebewegung. Besteht nicht die Gefahr, dass sie durch einen Militärschlag gegen den Iran geschwächt wird?

Primor: Das glaube ich nicht. Es sind doch vor allem die arabischen Länder, die derzeit den Iran fürchten. Wer die Macht des Irans zerstört, sollte nicht als Feind empfunden werden.

Und die iranische Demokratiebewegung? Wie wird sie reagieren?

Primor: Natürlich wird kein Iraner einen Angriff auf das Land begrüßen. Auch glaube ich, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung hinter den Atomprojekten steht. Nicht, weil es den Wunsch gibt, Israel zu vernichten, sondern weil das Atomprogramm als ein Symbol nationaler Stärke gilt. Deshalb könnte ein Militärschlag der iranischen Demokratiebewegung tatsächlich schwer schaden. Aber andererseits: Wenn ein Angriff auf die Atomanlagen dazu führt, dass das Regime in Teheran zerfällt, dann hätte die Demokratiebewegung gewonnen.

Lässt sich das iranische Atomprogramm denn nur mit Waffengewalt stoppen? Gibt es keine Alternativen?

Primor: Die Alternative sind natürlich die verhängten Sanktionen. Sie wirken sich wirtschaftlich bereits sehr stark auf den Iran aus. Aber nochmals: Wir haben es in Teheran mit einem emotionalen und nicht mit einem pragmatischen Regime zu tun. Ich fürchte deshalb, dass wir im Iran das gleiche erleben werden, wie in vielen Ländern der Dritten Welt: Mag der Hunger noch so groß sein, für Waffen ist immer Geld da. Nordkorea ist das beste Beispiel. Ich bin skeptisch, dass die Sanktionen den Iran zum Einlenken bewegen werden.

Nun gibt es Stimmen, die sagen: Letztlich lässt sich das Streben des Irans nach einer Atombombe nur dann stoppen, wenn es im gesamten Nahen und Mittleren Osten keine Atomwaffen gibt. Auch Israel müsse auf seine Atomwaffen verzichten.

Primor: Dieses Szenario ist unrealistisch. Allein aus einem Grund: Israel ist der einzige Staat der Welt, dem ständig mit Vernichtung gedroht wurde und gedroht wird. Heute macht das der Iran. Als kleines Land braucht Israel Mittel, um seine Feinde abzuschrecken.

Aber es gibt doch für Israel Sicherheitsgarantien des Westens.

Primor: In atomaren Zeiten nutzen Sicherheitsgarantien nichts – selbst wenn sie ernst gemeint sind.

Iran und Israel waren nicht immer Feinde. Jahrzehntelang pflegten beide Staaten gute Beziehungen. Sehen Sie Möglichkeiten, an diese Zeiten anzuknüpfen?

Primor: Das halte ich für durchaus machbar. Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein gab es eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Staaten. Der Iran wickelte über Israel Teile seines Erdölgeschäfts mit dem Westen ab. Im Gegenzug hat Israel dem Iran bei der Entwicklung der Landwirtschaft geholfen. Gleichzeitig waren beide Staaten in einer ähnlichen geopolitischen Lage. Sie fanden sich isoliert in einer von arabischen Sunniten dominierten Region. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn es im Iran wieder eine Regierung gibt, die sich an den wirklichen Interessen des eigenen Landes orientiert, steht einer neuen Kooperation nichts im Weg.

Jahrelang Botschafter

in Deutschland

Avi Primor ist israelischer Diplomat und Publizist. Von 1993 bis 1999 war der 76-Jährige Botschafter in Deutschland. In dieser Zeit kritisierte er – für einen Diplomaten ungewöhnlich – mehrfach öffentlich die eigene Regierung. Seit 2004 ist Primor an der Privatuniversität Herzliya tätig, wo er das von ihm gegründete Zentrum für Europäische Studien leitet. (jozi)

"Russland wird den Preis für die Unterstützung Assads zahlen"

Aufstand in Syrien

„Russland wird den Preis für die Unterstützung Assads zahlen“

Moskau lehnt trotz des internationalen Drucks einen Machtwechsel in Syrien ab. Warum der Kreml weiter auf Diktator Assad setzt und dafür auch bereit ist, erhebliche Risiken einzugehen, erläutert der russische Außenpolitik-Experte Dmitrij Trenin im Interview.

Viele Amerikaner für Bomben auf den Iran

Meinungsumfrage in den USA und Europa

Viele Amerikaner für Bomben auf den Iran

Im Konflikt um das iranische Atomprogramm sind die Amerikaner radikaler als die Europäer. Sollte der Teheran Uran für die Produktion von Atomwaffen anreichern, wären 44 Prozent der Amerikaner für die Bombardierung von Atomanlagen. Die Deutschen sind hier weitaus milder gestimmt.

Nur das übliche Säbelrasseln?

Sa, 4. Feb. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2Nur das übliche Säbelrasseln?

In Jerusalem wächst die Angst vor einer iranischen Atombombe. Die USA befürchten, dass Israel das Mullah-Regime im Frühjahr angreifen wird. Auch aus Teheran kommen martialische Drohungen.

Von Peer Meinert und Gil Yaron

Washington/Teheran. Nur ein Säbelrasseln, eine kalkulierte Drohung – oder steht wirklich ein Angriff auf iranische Atomanlagen bevor? US-Medien berichten gestern, Israel könne bereits im Frühjahr zuschlagen.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta geht offenbar davon aus, dass es eine „starke Wahrscheinlichkeit“ für einen Angriff im April, Mai oder Juni gibt. So berichtete es jedenfalls gestern die „Washington Post“, ohne allerdings konkrete Quellen für die Behauptung zu benennen. Auch der TV-Sender CNN berichtete über ähnliche Befürchtungen Panettas. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak leistete solchen Erwartungen weiteren Vorschub: „Es wird schwerer sein, mit einem nuklearen Iran umzugehen, es wird blutiger und teurer sein als wenn der Iran heute gestoppt wird“, sagte Barak. „Mit anderen Worten: Wer sagt, man solle später handeln, könnte feststellen, dass später zu spät ist“, zitierte ihn die israelische Zeitung „Haaretz“.

Jerusalem befürchtet, dass Teheran bereits sehr bald über genügend angereichertes Uran verfügt, um eine Atombombe zu bauen – dann könne nur noch die USA den Iran militärisch stoppen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle aber verhindern, „dass das Schicksal Israels vom amerikanischen Handeln abhängt“, schreibt die „Washington Post“. Eine endgültige Entscheidung über einen Angriff sei aber noch nicht gefallen.

Israel geht offenbar davon aus, dass ein begrenzter Militäreinsatz möglich ist. Den Plänen zufolge könnten die Atomanlage bei Natans und andere unterirdische Anlagen das Ziel sein. Die Anlage in Qom soll dagegen schwieriger mit einem Luftangriff auszuschalten sein.

Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, reagierte gestern umgehend auf die Berichte. Er warnte eindringlich vor einem Krieg. Chamenei drohte beim traditionellen Freitagsgebet in Teheran den USA und Israel: „Schon das Nachdenken über solche Angriffe wäre für sie von Nachteil. Das Einleiten dieser Angriffe wäre zehnmal so nachteilig für sie.“ Zugleich machte er klar, dass sich der Iran durch keine Drohungen oder Sanktionen von seinem Atomprogramm abbringen lassen werde. „Wir haben unsere eigene Art, auf solche Drohungen zu antworten“, sagte Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten hat.

US-Medien berichteten weiter, für den Fall eines Angriffs rechne Israel mit iranischen Vergeltungsaktionen. Einer israelischen Quelle zufolge sei von 500 möglichen Opfern die Rede. Hier hatte es in den vergangenen Monaten aber auch Warnungen vor wesentlich höheren Opferzahlen in Israel gegeben.

US-Präsident Barack Obama sowie Panetta versuchen seit längerem, Israel von einem Angriff abzuhalten. Washington ist der Ansicht, ein Angriff werde die Sanktionspläne gegen den Iran gefährden. Die USA gehen davon aus, dass die verschärften Sanktionen der internationalen Gemeinschaft das Regime in Teheran zunehmend unter Druck setzen.

Schon jetzt spürt der Iran die wirtschaftlichen Folgen der Konfrontation. Israelische Kommentatoren werteten die Warnungen deswegen als Versuch der Israelis, die Welt anzuhalten, den Druck nicht zu vermindern, und mit Sanktionen gegen Irans Zentralbank noch zu erhöhen. Israels Vizepremier Mosche Yaalon erklärte: „Wir brauchen eine glaubhafte militärische Option. Solange die Iraner glauben, dass dem Westen Mut und Entschlossenheit fehlen, sie zu nutzen, werden sie ihr Programm nicht stoppen. Im Augenblick glauben sie nicht, dass die Welt entschlossen ist.“

Seit dem vergangenen Jahr steigen die Spannungen um das iranische Atomprogramm. Teheran hatte im Falle weiterer Sanktionen mit einer Blockade der Ölexporte durch den Persischen Golf gedroht. Darauf hatten die USA umgehend erklärt, sie würden eine solche Blockade nicht hinnehmen.

Gerüchte und Spekulationen

Seit Jahren gibt es immer wieder Spekulationen und Gerüchte über mögliche israelische Angriffspläne. Angeblich hatte bereits US-Präsident George W. Bush Israel von einem solchen Schritt abgehalten. Der Westen und vor allem Israel befürchten, dass Teheran Atombomben bauen wolle, um gegen Israel vorzugehen und seinen Einfluss in der ölreichen Region zu erhöhen. Dagegen betont Teheran immer wieder, die Atomprojekte dienten lediglich zur Energiegewinnung.

De Maizière warnt vor „militärischem Abenteuer“

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat Israel vor einem Militärschlag gegen den Iran gewarnt. „Die Lage rund um das Thema Iran und sein Nuklearprogramm ist besorgniserregend“, sagte der Minister. Angesichts der Debatte über einen militärischen Präventivschlag gegen Teheran fügte er hinzu, man nehme die Sorgen Israels sehr ernst. „Aber wir warnen Israel auch vor Abenteuern.“ (dpa)

„Wer sagt, man solle später handeln, könnte feststellen, dass später zu spät ist.“

Ehud Barak, israelischer Verteidigungsminister

Iran narrt westliche Atom-Experten

IAEO-Leute durften Anlage nicht betreten

Iran narrt westliche Atom-Experten

Freitag, 03.02.2012, 19:37

AFP Der Ajatollah Ali Chamenei nutzte das Freitagsgebet für politische Drohungen gegen den Westen

Der Iran hat erneut Kontrolleure der IAEA aus einer verdächtigen Anlage ausgesperrt. Israels Geduldsfaden wird dadurch weiter gedehnt. Doch die USA mahnen zu internationaler Geschlossenheit.