Hunderttausende Syrer kehren in Heimatorte zurück

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Hunderttausende Syrer kehren in Heimatorte zurück

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15.08.2017

Genf. Mehr als 600 000 Syrer sind nach Angaben der UNO in der ersten Jahreshälfte in ihre Häuser zurückgekehrt. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag mitteilte, waren 84 Prozent der 602 759 Rückkehrer Binnenvertriebene, die in anderen Landesteilen Zuflucht gefunden hatten. 16 Prozent kehrten dagegen aus Nachbarländern wie der Türkei, dem Libanon, dem Irak und Jordanien zurück.

Rund 27 Prozent der Rückkehrer gaben als Grund für ihre Rückkehr an, ihren Besitz schützen zu wollen. 25 Prozent nannten die Verbesserung der Wirtschaftslage und elf Prozent die Verbesserung der Sicherheitsbedingungen in ihrem Heimatort. 14 Prozent gaben dagegen eine Verschlechterung der ökonomischen Situation an ihrem Zufluchtsort als Grund an und elf Prozent nannten soziokulturelle Probleme. (afp)

Japan bringt Abwehrsysteme gegen Kims Raketen in Stellung

Bislang hatte Japan die Haltung, nur Raketen abzuschießen, die auf das eigene Land gerichtet sind. Doch die Provokationen aus Nordkorea lassen Tokio nicht kalt: Die japanische Armee bereitet ihre Abwehrsysteme vor.

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Versteckspiel um Steuern in Griechenland

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10.08.2017

 

Die Abgabenlast in diesem Land ist so hoch wie nie zuvor. Entsprechend wächst die „Kreativität“ bei Betrügern wie Fahndern.

Von Alexia Angelopoulou

Athen. Griechenlandfreunde müssen in diesem Sommer ein neues Wort lernen: „Loukéto“ (Vorhängeschloss). Loukéto bedeutet, dass ein Geschäft für mindestens 48 Stunden geschlossen wird, wenn der Besitzer Steuern hinterzogen oder Schwarzarbeiter beschäftigt hat. Vor allem Tavernen, Bars, Cafés und Nachtclubs sind betroffen und damit in erster Linie touristische Regionen.

Hitliste der Sünder

Schon jetzt auf der Hitliste der Steuersünder 2017: Vier illegale Strandbars auf der östlichen Ägäis-Insel Gaidouronisi. Alle Registrierkassen waren dort programmiert, gefälschte Belege auszugeben – auf diese Weise wurden mehr als
22 000 für die Staatskasse wertlose Zettel verteilt, wie Steuerfahnder Anfang Juli ermittelten.

Ganz vorne mit dabei ist auch ein Imbiss auf Chrysi südöstlich von Kreta. Der Besitzer operierte mit der Steuernummer eines seit Jahren geschlossenen Souvlaki-Ladens und gab unter diesen Angaben mehr als 16 500 ungültige Belege aus. Übertroffen wird er nur von einem großen Nachtclub auf der Touristeninsel Santorini – dort konnte der Inhaber nicht einmal eine Registrierkasse vorweisen.

Von Ostern bis Anfang Juli seien mehr als 200 Betriebe temporär geschlossen worden, heißt es bei der griechischen Steuerbehörde. Bei 270 Ermittlungen habe die Betrugsquote 66 Prozent betragen.

Der Chef der griechischen Steuerfahnder, Giorgos Pitsilis, zeigt sich optimistisch. „Wir haben für dieses Jahr einen umfassenden Aktionsplan und werden die Prüfungen mit aller Intensität durchführen.“ Dazu gehöre, mit der Zeit zu gehen. „Wir sind klüger geworden“, sagt er. So mischen sich mittlerweile Fahnder in Bermudas und Badehose unter die Touristen. Denn gerade auf den Inseln gibt es längst Vorwarnsysteme: Steigen die Beamten mitten im Sommer im Anzug und mit Aktentasche von Bord, laufen die Telefone zwischen den Betrieben heiß. Manchmal beziehen die Fahnder gar Prügel. Pitsilis betont, wie wichtig es sei, dass die Bürger beim Kampf gegen Steuersünder helfen und so Steuerpflicht selbstverständlich wird. Das aber hat für die Griechen etwas Denunziatorisches. Die Behörde will daher den Bürgern die Jagd spielerisch schmackhaft machen. So soll eine App auf den Markt kommen, die Quittungen auf ihre Legalität prüft.

Als unfair empfinden viele Griechen den Betrug durchaus. Auch, weil zahlreiche Betriebe sehr wohl ordnungsgemäß abrechnen. Tankstellen achten darauf, dass der Kunde die Quittung mitnimmt, weil sonst Kunde wie Tankwart dran sind. Kioske drucken für jeden Kaugummi ein Zettelchen aus und pochen darauf, dass der Käufer es einsteckt. Selbst auf dem Markt hackt der Händler die 50 Cent für ein Kilo Melone in seine kleine Kasse und stopft den Zettel in die Tüte.

Das Katz-und-Maus-Spiel mag lustig anmuten. Etwa, wenn vor den Augen verdutzter Touristen der illegal beschäftigte Kellner ins Wasser springt und so tut, als würde er baden, weil Fahnder die Taverne betreten. Doch für viele Selbstständige ist die Situation bitterernst. Die Steuer- und Abgabenlast liegt nach den unzähligen Erhöhungen der vergangenen Jahre bei bis zu 70 Prozent. „Würde ich meine Bücher vollständig legal führen, müsste ich spätestens bei den fälligen Vorauszahlungen am Ende der Saison draufzahlen. Gearbeitet hätte ich umsonst“, sagt ein Wirt. Und so nimmt die kreative Buchführung kein Ende. Mal ist der offizielle Ladenbesitzer längst gestorben, ein anderes Mal lebt er als Mönch im Kloster. Mal werden alte Quittungen vom Geschäft nebenan ausgegeben, mal Quittungen vom Vorjahr. Und dann war da der Barbesitzer auf Mykonos, der den Fahndern den Zutritt verwehrte: „Hier ist alles rechtens.“ Davon ließen sich die Beamten nicht überzeugen. Anschließend hatte er fünf Tage Zeit, seine Umsatzsteuererklärung nachzureichen – oder seinen Laden für bis zu 30 Tage zu schließen.

Messerstecher von Hamburg legt Geständnis ab

Hamburg. Der Messerangreifer von Hamburg hat Berichten zufolge auch ein Attentat mit einem Lastwagen nach dem Vorbild des Berliner Weihnachtsmarktanschlags in Betracht gezogen. In einem umfangreichen Geständnis habe der 26-jährige Ahmad A. ausgesagt, er habe bei der Tat möglichst viele „Christen und Jugendliche“ töten wollen, berichteten die „Süddeutsche Zeitung“ sowie der Nord- und der Westdeutsche Rundfunk am Mittwoch. A. habe als „Märtyrer“ sterben wollen und bedaure, dass er nicht mehr Menschen habe töten können, hieß es weiter.

Den Berichten zufolge will sich A. seit 2014 mit der radikalen Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beschäftigt haben. Von einem tatsächlichen Kontakt zum IS sei den Ermittlern aber nichts bekannt. Offen sei, welche Rolle eine psychische Auffälligkeit A.s gespielt habe, hieß es weiter. Ein Gutachter soll A. nun psychiatrisch untersuchen. (afp)

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Nach Dieselgate droht jetzt der Dezibel-Skandal

So wie bei Abgastests wird auch die Lärmemission nur in engen Grenzen gemessen. Dafür werden Motoren und Auspuffe optimiert. In der Praxis entsteht dann mehr Lärm als erlaubt. Damit wird bald Schluss sein.

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Wie Russland auf der Krim längst Fakten schafft

FDP-Chef Lindner spricht von einer „Einkapselung“ des Krim-Konflikts. Was das heißt, kann man schon beobachten: Russland setzt seine Linie knallhart durch – und kaum jemand interessiert sich dafür.

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Das „Echo der USA“ auf seine Raketen würde Kim nicht vertragen

Experten zweifeln, ob ein Sprengkopf aus Nordkorea überhaupt nach Plan treffen würde.

  • Die Raketenspitze muss bei Wiedereintritt in die Atmosphäre über 3000 Grad Celsius Außentemperatur aushalten.
  • Neben der Schwierigkeit, die US-Insel Guam zu treffen, dürfte Nordkorea nur schwer „das Echo der USA vertragen“.

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Umstrittene Forderung: Ukraine kritisiert Lindner für Krim-Vorstoß

FDP-Chef Lindner wird für seine Äußerung, die Krim sei nach der russischen Annexion als „dauerhaftes Provisorium“ anzusehen, von der Ukraine attackiert. Er werde so zu einem „Mitbeteiligten an Putins Verbrechen“.

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/deutschland/christian-lindner-ukraine-kritisiert-fdp-chef-fuer-krim-vorstoss-a-1161983.html

An dem Vietnamesen wurde „offensichtlich ein Exempel statuiert“

Vietnam hat offenbar in Berlin einen seiner Bürger entführt. Es wäre der jüngste in einer langen Reihe von solchen Zugriffen durch andere Länder. Ein Geheimdienst-Historiker erklärt, was oft dahintersteckt.

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