Acht Fakten zum Völkermord an den Armeniern

Nachrichten-Artikel vom 03.06.2016 11:22 Nach der Bundestagsresolution, die von der Türkei aufs Schärfste kritisiert wird: Was Sie über die osmanischen Repressionen wissen sollten, denen die Armenier vor mehr als 100 Jahren ausgesetzt waren. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/geschichte/article155928993/Acht-Fakten-zum-Voelkermord-an-den-Armeniern.html

"Kümmere dich um deine eigene Geschichte, Deutschland"

Nachrichten-Artikel vom 03.06.2016 01:29 Der türkische Justizminister hat Deutschland das Recht abgesprochen, über die Massaker an den Armeniern zu urteilen: „Erst verbrennst du die Juden, dann klagst du die Türkei wegen Genozids an.“ Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article155920118/Kuemmere-dich-um-deine-eigene-Geschichte-Deutschland.html

"Unser Waffenbruder hat uns von hinten erdolcht"

Nachrichten-Artikel vom 03.06.2016 10:33 In der türkischen Presse hagelt es Kritik an der Armenien-Resolution des Bundestags. Von Merkel mit Hitlerbart über Vorwürfe gegen Özdemir bis zur Forderung, Flüchtlinge nach Deutschland zu schicken. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article155925693/Unser-Waffenbruder-hat-uns-von-hinten-erdolcht.html

Türkei nennt Völkermord-Resolution "null und nichtig"

Nachrichten-Artikel vom 02.06.2016 13:53 Die verabschiedete Völkermord-Resolution erzürnt Ankara: Die Regierung kündigt Antworten „auf jeder Plattform“ an. Der türkische Botschafter wird aus Berlin abgezogen. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article155903667/Tuerkei-nennt-Voelkermord-Resolution-null-und-nichtig.html

Völkermord an den Armeniern: "Sie mussten sich auskleiden und wurden sämtlich niedergemacht"

DER SPIEGEL 16/2005, 02.06.2016

Verdurstete Menschen auf den Straßen, zu Tode gequälte Frauen und

Kinder: Im ersten Genozid des 20. Jahrhunderts ermordeten Türken mehr als eine Million Armenier. Eine Geschichte des Grauens.

Von Klaus Wiegrefe

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/voelkermord-an-den-armeniern-geschichte-des-grauens-a-1095444.html

"Man wahrt keinen Respekt mehr vor der Armee"

Nachrichten-Artikel vom 01.06.2016 17:36 Niemandem vertrauten Israelis so wie der Armee. Sie war Heiligtum und Hort der Moral. Aber nun fordern die Israelis mehr Härte vom Militär. Ein ranghoher Soldat antwortet mit einem Holocaust-Vergleich. Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article155879404/Man-wahrt-keinen-Respekt-mehr-vor-der-Armee.html

Armenien-Resolution: Wütend gegen die Wahrheit

SPIEGEL ONLINE, 01.06.2016

Der Bundestag will die Verbrechen an den Armeniern als Völkermord einstufen. Kritik kommt aus der Türkei und von Fans der Regierungspartei AKP in Deutschland – in einem unerträglichen Ton.

Ein Kommentar von Hasnain Kazim

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/deutschland/voelkermord-an-den-armeniern-wuetend-gegen-wahrheit-kommentar-a-1095129.html

Junge Einbrecher

 

Polizei fasst Jugendliche nach Verfolgungsjagd

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Aachen/Herzogenrath. Die Aachener Polizei hat am Montagnachmittag nach einer Verfolgungsjagd durch die Städteregion Aachen zwei jugendliche Einbrecher festgenommen. Eine Zeugin hatte die beiden dabei beobachtet, wie sie in ein Haus in Herzogenrath einbrachen und dann in einem Seat mit Düsseldorfer Kennzeichen flohen, teilte die Polizei gestern mit. Die Beamten rückte mit mehreren Streifenwagen aus verschiedenen Richtungen an. Als die Täter eines der Polizeiautos bemerkten, wendeten sie und flohen Richtung Aachen.

Festnahme in Aachen

Obwohl die Polizei einen Streifenwagen als Fluchthindernis auf die Straße gestellt hatte, kamen die Täter daran vorbei und rasten weiter Richtung Aachen. In der Nähe des alten Tivoli verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle über das Auto und rammte einen parkenden Wagen. Einen der beiden Insassen fasste die Polizei am Auto, den anderen kurz darauf in einem nahe gelegenen Garten. In dem Auto fanden die Polizisten Schmuck aus dem Haus in Herzogenrath, aber auch weiteren Schmuck, der aus einem, möglicherweise auch mehreren anderen Einbrüchen stammen muss, teilte die Polizei mit.

Der eine der beiden Täter, der kurz zuvor das Auto gefahren hatte, gab auf dem Polizeipräsidium an, zwölf Jahre alt zu sein. Allerdings waren die Täter der Polizei bekannt, beide seien mehrfach vorbestraft, wie es hieß. Eine frühere Untersuchung hatte ergeben, dass der eine 15 und der andere, der das Auto gefahren hatte, 16 Jahre alt ist. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der 16-Jährige zuletzt wahrscheinlich an 25 Einbrüchen in ganz NRW beteiligt war, wie die Polizei weiter mitteilte.

Die beiden Täter lebten nach den Erkenntnissen der Ermittler in Belgien, stammen aber vermutlich aus Südosteuropa. Die Polizei wies darauf hin, dass derzeit die Einbruchszahlen in der Region zwar zurückgehen, dass aber der Anteil der Banden, in denen Jugendliche die Einbrüche verüben, wieder ansteige. (red)

Extremist in Sachen Nächstenliebe

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Extremist in Sachen Nächstenliebe

Er ordnete sein Leben, dem Einsatz für Menschen in Not unter. Rupert Neudeck war ein Mann der leisen Töne und fand doch Gehör. Tausende verdanken ihm ihr Leben. Nun ist er im Alter von 77 Jahren gestorben.

Von Christoph Arens

Troisdorf. Als „Extremist in Sachen Nächstenliebe“ wurde er charakterisiert. „Radikal leben“ hieß sein letztes Buch, in dem Rupert Neudeck eine Bilanz seines Lebens als Journalist und humanitärer Helfer zog. Widerstand, radikales Umdenken und mutiges Eingreifen seien lebensnotwendig – für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen, schrieb er. Gestern ist der Mitbegründer der Hilfsorganisationen Cap Anamur und Grünhelme im Alter von 77 Jahren gestorben – nach einer Herzoperation.

Es war ein rastloses Leben für Flüchtlinge. Wobei er auch Forderungen an sie stellte: Flüchtlinge in Deutschland müssten von Anfang an dazu angehalten werden, in ihren Unterkünften „die Arbeiten zu tun, die dort notwendig sind“, sagte Neudeck. Ebenfalls sollten Deutschkurse nicht Angebotscharakter haben, sondern verpflichtend sein.

„Es ist vernünftig und schön, etwas radikal anzugehen im Leben“, sagte Neudeck, der langjähriger Autor und Interviewpartner unserer Zeitung war. Dabei läge es durchaus nahe, den ehemaligen Redakteur des Deutschlandfunks mit einem tragischen Helden zu vergleichen. In vielen Krisengebieten waren er und seine Mitarbeiter als humanitäre Feuerwehr tätig. Eben noch in Syrien, dann schon wieder in Afghanistan, Nordafrika oder Haiti. „Unsere Arbeit hat wenig mit Erfolg zu tun. Viel häufiger erleben wir Scheitern“, räumte er ein.

Warum er die Kraft aufbrachte? Er empfinde es als Geschenk, in einer so freien Gesellschaft zu leben, sagte er. Da wolle er etwas an Menschen zurückzugeben, denen es schlechter gehe. Und da ist die religiöse Begründung: „Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter reicht aus“, sagte der Katholik. „Diese Geschichte tritt mir immer wieder in den Bauch: Du bist zuständig für die Not anderer Menschen. Jetzt, sofort.“

In Neudecks Leben waren Schiffe wichtig. Da war die von sowjetischen Torpedos versenkte „Wilhelm Gustloff“, die der Fünfjährige gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Geschwistern auf der Flucht im kalten Januar 1945 um wenige Stunden verpasste. Das rettete ihm das Leben. Und da war die „Cap Anamur“, mit der Neudeck und sein Team 1979 – vor allem auch seine Frau Christel – mehr als 11 000 vietnamesische Flüchtlinge aus dem chinesischen Meer retteten und nach Deutschland brachten. Sie sind – das war Neudecks ganzer Stolz – wunderbar integriert.

Mut und eine Portion Sturheit zeichnen ihn aus: Beim Theologiestudium in Paderborn schreckte ihn das Priesterseminar mit „rührseligen und versponnenen Gebets- und Gottesdienstübungen“ ab. Stattdessen wählte er „eine radikale Gruppe“, die Jesuiten, die „Sturmtruppe des Papstes“. Buß- und Fastenübungen hätten ihn fast krank gemacht, berichtet er. Schließlich verließ er den Orden, heiratete, studierte Philosophie, Germanistik und Soziologie und promovierte.

2002 verließ Neudeck die Leitung der Hilfsorganisation Cap Anamur. Kurze Zeit später hob er die Grünhelme mit aus der Taufe. Junge Muslime, Christen und Andersgläubige arbeiten beim Wiederaufbau in Krisengebieten zusammen und lernen dabei viel übereinander. Immer wieder rieben sich Neudeck und seine Frau Christel, die die Arbeit vom Reihenhaus in Troisdorf aus koordinierte und ohne die „all dies nicht möglich war“, an diplomatischen Gepflogenheiten, dem Prestigedenken von Politikern sowie den Ansprüchen der etablierten Hilfswerke und UN-Organisationen. Entscheidend für die Hilfe sei es, das Leben mit den in Not Geratenen zu teilen.

Zuletzt ist Neudeck auch als Kritiker der Entwicklungspolitik in Erscheinung getreten. Gerade in Afrika seien viele Länder von Entwicklungshilfe abhängig geworden, betont er. Entwicklungszusammenarbeit solle so weit wie möglich zu den Nichtregierungsorganisationen verlagert werden.

Kritik übte der Katholik auch an seiner Kirche: Es müsse Schluss sein mit einem Glauben, der an der Wirklichkeit der Menschen vorbei gehe. Er wünsche sich weniger Sorge um Kirchbauten, „weniger Weihrauch und Selbstbeschäftigung, dafür mehr Telefonseelsorge und konkrete Hilfe für Menschen in Not“.

Großen Eindruck hat Papst Franziskus auf ihn gemacht. Franziskus‘ Appell gegen eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit – das ist genau das, was die Welt braucht“. (kna)

„Es ist vernünftig und schön, etwas radikal anzugehen im Leben.“

Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur