IDF destroys terror targets in response to rocket fire

IDF destroys terror targets in response to rocket fire

The Israel Air Force struck two terror sites in the Gaza Strip overnight in response to rocket fire directed at southern Israel on Saturday night

Date: 28/04/2013, 6:15 AM

Israel Air Force aircraft targeted two terror sites in the Gaza Strip this morning (Sunday, April 28). The targets were a terrorist weapon storage facility and a Hamas training compound in southern Gaza. Direct hits on the targets were confirmed.

The sites were targeted in response to rocket fire from Gaza directed at civilian communities in southern Israel.

The IDF will not tolerate any attempt to harm Israeli civilians, and will not allow for a return to the reality before Pillar of Defense where Israeli civilians are threatened. Hamas terror organization is solely responsible for any terror activity emanating from the Gaza Strip.

Kommentar: Und wieder wird aus dem Gaza mit Raketen geschossen, es fängt langsam an, wird immer heftiger, und wenn Israel reagiert, sind die Bewohner vom Gaza die armen Opfer, wenn man die Presse liest.

Assads Chemiewaffen: Obama in der Syrien-Falle

—————————————————————–

Assads Chemiewaffen: Obama in der Syrien-Falle

—————————————————————–

Steht eine US-Militärintervention bevor? Erstmals vermuten jetzt auch die Amerikaner, dass Syriens Diktator Assad Giftgas eingesetzt hat, der US-Präsident hatte dies stets als „rote Linie“ bezeichnet. Doch Obama zögert und fürchtet einen Fehler, den einst sein Vorgänger machte.

Von Sebastian Fischer , Washington

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,896636,00.html

IAF intercepts UAV in Israeli airspace

IAF intercepts UAV in Israeli airspace

The unmanned aerial vehicle was succesfully brought down by an Israel Air Force fighter jet off the coast of the northern Israeli city of Haifa

Date: 25/04/2013, 2:59 PM Author: IDF Website

An unmanned aerial vehicle (UAV) attempted to violate Israeli airspace from the north at approximately 2 p.m. on Thursday (April 22). The UAV was tracked by IDF ground and aerial surveillance for the duration of its flight path as it attempted to approach Israel’s coast. Israel Air Force aircraft intercepted the UAV and successfully downed the target five nautical miles off the coast of the northern Israeli city of Haifa.

IDF naval forces were searching the area.

This is the second time in the past seven months that a UAV has been intercepted in Israeli airspace.

UAVs pose a serious threat to the State of Israel’s security. The IDF will not tolerate any attempt to violate Israel’s sovereignty or harm its security.

In October 2012 the IDF downed a UAV over the northern Negev. The UAV had infiltrated Israeli airspace from the direction of the Mediterranean Sea. The craft was identified by IDF control systems and was tracked for the length of its flight path in Israeli territory by ground and aerial surveillance, including IAF fighter jets. After several minutes, the craft was successfully brought down in the northern Negev desert, to avoid potential harm to a populated area.

During the Second Lebanon War in August 2006, Israel Air Force fighter jets intercepted two Ababil UAVs launched by Hezbollah toward Haifa. The UAVs were located and identified by the IAF’s northern air-defense and aerial control units before it managed to cross the border from Lebanon into Israel. The UAVs were downed by F-16C fighter jets – one fell in the Mediterranean Sea in Lebanese territory while the other was taken down north of Haifa.

Kommentar: Und auch die Hisbollah rühert sich wieder

Islamistische Extremisten beschießen Eilat

 

Do, 18. Apr. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

Raketen auf Israel

Islamistische Extremisten beschießen Eilat

Tel Aviv/Al-Arisch/Kairo. Zwei Raketen sind gestern in der südisraelischen Hafenstadt Eilat eingeschlagen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden sie von der Sinai-Halbinsel in Ägypten abgefeuert. „Wir wissen das“, bekräftigte eine Sprecherin auf Anfrage. Ägypten bestritt dies jedoch. Auf einschlägigen Islamisten-Seiten im Internet behauptete die Gruppe Schura-Rat der Mudschahedin, sie habe die Raketen vom Typ „Grad“ als Vergeltung für den Tod des palästinensischen Häftlings Maisara Abu Hamdi abgeschossen. Die Mitteilung enthielt keine Angaben über den Abschussort.

Die rund 50 000 Einwohner der Hafenstadt am Golf von Akaba waren am Morgen durch das Geheul von Luftschutzsirenen aufgeschreckt worden. Kurz darauf wurde die Stadt von lauten Explosionen erschüttert. Opfer oder nennenswerte Schäden gab es jedoch nicht, weil die Raketen in offenem Gelände niedergingen.

Eine bei Eilat stationierte mobile Einheit der Raketenabwehr Eisenkuppel versagte offenbar. Eine offizielle Erklärung gab es dafür zunächst nicht. Aus militärischen Kreisen hieß es nur, die Geschosse hätten wegen „operativer Umstände“ nicht abgefangen werden können. Beim letzten Schlagabtausch zwischen der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas und Israel im November hatte die in Israel mit US-Finanzhilfe entwickelte und gebaute Eisenkuppel nach Angaben des Militärs eine Erfolgsquote von mehr als 80 Prozent erzielt.

Ägypten dementierte, dass die Raketen von seinem Gebiet aus abgefeuert worden seien. Ein hochrangiger Beamter betonte, Grenzwächter seines Landes kontrollierten das Gebiet an der Grenze zu Israel und zum palästinensischen Gazastreifen. Es sei nicht möglich, dass militante Palästinenser nach Ägypten eingedrungen seien, um von der Sinai-Halbinsel Raketen abzufeuern.

Die Halbinsel gilt jedoch seit längerem als Region, die die Regierung in Kairo nicht mehr vollständig unter Kontrolle hat. Zunehmend gelangen Waffen, die während des Bürgerkrieges 2011 nach Libyen geliefert worden waren, nach Ägypten und zum Teil von dort in den Gazastreifen. Im August 2011 töteten Bewaffnete, die vom Sinai aus nach Israel eingedrungen waren, nördlich von Eilat acht Israelis.(dpa)

Kommentar: Und wo bleiben die Proteste der Gut-Menschen? Wo ist der Protest der Kirchen, wo der Linken, wo den angeblichen Menschenrechtler? Die melden sich wieder erst, wenn der Verteidiger, Israel, den Angreifer, die islamischen Extremisten, zur Rechenschaft zieht, wetten das!

US-Drohne tötet „König von Setterich“

 

Fr, 12. Apr. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Titel Aachen / Seite 1

US-Drohne tötet „König von Setterich“

Radikaler Islamist aus Baesweiler soll bereits 2012 in Pakistan gestorben sein. Per Videobotschaft rufen seine Mitstreiter nun zum „Heiligen Krieg“ auf.

Von Stefan Herrmann, Jan Mönch und Beatrix Oprée

Aachen. Ein radikaler Islamist aus dem Baesweiler Stadtteil Setterich ist laut einem Propaganda-Video bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommen. Der marokkanische Staatsbürger Ahmed, in dem Video „König von Setterich“ genannt, soll bereits am 10. Oktober 2012 mit zwei weiteren Dschihadisten getötet worden sein. Er ist der vierte Islamist aus Deutschland, der Opfer eines Drohnenangriffs im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet wurde. In dem Video ruft der bekannte Bonner Islamist Yassin Chouka zum „Heiligen Krieg“ auf. Dem NRW-Innenministerium ist der Vorfall bekannt. „Wir nehmen Verlautbarungen aus der Szene um Chouka sehr ernst, da er in islamistischen Kreisen ein hohes Ansehen genießt“, sagte Sprecher Jörg Rademacher gegenüber unserer Zeitung.

Der „Welt“-Journalist Florian Flade deckte die Geschichte auf, die auch Aktivitäten radikaler Islamisten in der Region beleuchtet. So soll der getötete Ahmed vor seiner Ausreise nach Pakistan Yassin Chouka in Setterich kennengelernt haben. Chouka und sein Bruder Mounir gelten als glühende Dschihadisten (Gotteskrieger) und sind Sprecher der Terrorgruppe „Islamische Bewegung Usbekistan“ (IBU). Mehrmals riefen sie in Drohvideos zum bewaffneten Kampf und Anschlägen in Deutschland auf. Yassin Chouka alias „Abu Ibraheem“ war es nun auch, der den Tod Ahmeds im Netz verbreitete. „Wir verkünden euch heute die Schahada (Märtyrertod) von Ahmed, dem ‚König von Setterich’“, heißt es in der Videobotschaft. In einem Terrorcamp im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet soll Ahmed ausgebildet worden sein und sich anschließend auf die Herstellung von ferngesteuerten Sprengsätzen spezialisiert haben.

Moschee-Sprecher distanziert sich

Ahmed, Jahrgang 1988, war laut Video kein Unbekannter in der marokkanischen Moschee in Setterich. Dort habe er Yassin Chouka beim Islamunterricht kennengelernt und sich zu radikalisieren begonnen. Schon bald soll Ahmed laut Yassin Chouka seine Mitgläubigen zum Dschihad aufgerufen haben.

Zwei Tage später sei Ahmed zu ihm nach Aachen gefahren, wo Chouka sich zu dieser Zeit in einem Studentenwohnheim aufhielt. Dort habe Ahmed ihm mitgeteilt, dass es sein größter Wunsch sei, in den Dschihad zu ziehen. „Yassin, in Setterich haben mich die Geschwister nicht mehr gemocht“, soll der Extremist gesagt haben. Im Video, das bis gestern online abrufbar war, ruft Chouka seine ehemaligen Schüler aus Setterich direkt zum „Heiligen Krieg“ auf. Gegenüber unserer Zeitung distanziert sich ein Sprecher der Baesweiler Moschee-Gemeinde von der Behauptung, in Setterich sei zum Dschihad aufgerufen worden. Auch sei Chouka in Setterich nicht bekannt.  ▶ Region & NRW

Kommentar: Jeder dieser Terroristen, der fernab von Deutschland z.B. durch Drohnen getötet wird, ist die Beseitigung einer Bedrohung Deutschlands. Gut so! Weiter so!

Syrischer Oppositionschef gibt überraschend auf

 

Mo, 25. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

Syrischer Oppositionschef gibt überraschend auf

Prediger Muas al-Chatib ist enttäuscht über Haltung der internationalen Staatengemeinschaft. Israel und Türkei beenden Eiszeit.

Istanbul/Damaskus. Nach nur viereinhalb Monaten hat Syriens Oppositionsführer Muas al-Chatib seinen Abschied vom Vorsitz der wichtigsten Plattform der Gegner des Regimes von Baschar al-Assad erklärt. In einer gestern im Internet veröffentlichten Erklärung äußerte sich der moderate islamische Prediger enttäuscht über die Haltung der internationalen Staatengemeinschaft zum Syrienkonflikt.

Al-Chatib betonte auf seiner Facebook-Seite, Zerstörung, Vertreibung, Massenverhaftungen und andere Tragödien reichten offensichtlich nicht aus für eine internationale Entscheidung, die den Syrern die Selbstverteidigung erlaube. Die Opposition fordert schon seit langem Waffen und finanzielle Unterstützung der Aufständischen. In dieser Frage sind die internationalen Staaten aber zutiefst zerstritten.

Zugleich hob Al-Chatib hervor, dass die Entscheidungen im Syrienkonflikt nur von Syrern gefällt würden, von niemandem sonst. „Ich habe geschworen, zurückzutreten, wenn bestimmte rote Linien erreicht sind. Heute erfülle ich dieses Versprechen.“ Der Oppositionelle fügte hinzu, er wolle künftig freier arbeiten, als es innerhalb offizieller Institutionen möglich sei.

Am Wochenende gab es erneut einen Zwischenfall an der syrisch-israelischen Grenze. Eine israelische Patrouille auf den Golanhöhen sei von Syrien aus beschossen worden, teilte die Armee mit. Die Soldaten hätten das Feuer auf einen syrischen Armeeposten erwidert. Es habe auf der israelischen Seite weder Opfer noch Sachschaden gegeben. Ganz in der Nähe seien bereits am Samstag von Syrien aus Schüsse auf israelische Soldaten abgegeben worden.

Derweil wollen Israel und die Türkei nach knapp drei Jahren Eiszeit ihre Beziehungen wieder normalisieren. Den Weg dafür bereitete eine Entschuldigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu für den Tod von neun Türken bei der Erstürmung der Seefähre „Mavi Marmara“.

Netanjahu teilte am Samstagabend mit, die Krise in Syrien sei der Hauptgrund für die Versöhnung. „Syrien zerfällt, und seine riesigen und fortschrittlichen Waffenarsenale beginnen in die Hände verschiedener Elemente zu fallen.“ Diplomaten beider Länder wollten in Kürze über eine Entschädigung der Angehörigen sowie eine Rückkehr der Botschafter beider Länder beraten, hieß es gestern im israelischen Rundfunk.

Im Libanon führte der Syrienkonflikt unterdessen zum Bruch der Regierung. Präsident Michel Suleiman nahm am Wochenende den Rücktritt der pro-syrischen Regierung von Ministerpräsident Nadschib Mikati an. Das bisherige libanesische Kabinett hatte sich angesichts des immer brutaler werdenden Bürgerkriegs im Nachbarland zunehmend gespalten gezeigt.(dpa)

Obama reist ohne Friedenskonzept in den Nahen Osten

 

Sa, 16. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2

Obama reist ohne Friedenskonzept in den Nahen Osten

In der kommenden Woche will der US-Präsident erstmals Israel und die Palästinensergebiete besuchen

Von Jan-Uwe Ronneburger

Tel Aviv/Washington. Als US-Präsident Barack Obama kürzlich seinen ersten Israel-Besuch ankündigte, schossen die Spekulationen ins Kraut. Nach jahrelangem Zögern und Zaudern könnte der mächtigste Mann der Welt endlich Israelis und Palästinenser an den Verhandlungstisch bringen und den vor 20 Jahren begonnenen Friedensprozess vorantreiben. Notfalls mit leichtem Druck. Sogar über einen Dreier-Gipfel mit dem alten und neuen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wurde gemunkelt.

Doch das war gestern. Jetzt, da der Besuch (20.-22. März) feststeht, sind Obama und seine Berater bemüht, überzogene Erwartungen zu dämpfen. Er werde definitiv keinen Friedensplan im Gepäck haben, sagte Obama Vertretern jüdischer Gemeinden bei einem Besuch im Weißen Haus. In einem Interview mit dem israelischen Fernsehen schloss Obama auch aus, dass er Israel zu einem Siedlungsstopp drängen werde. Zugleich übte er aber auch Kritik. Israel müsse sich fragen, ob seine Siedlungen im Westjordanland es für moderate palästinensische Politiker einfacher machten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Klar sei aber, dass bei seinem Abstecher ins Westjordanland und dem Kurzbesuch in Jordanien zum Abschluss keine Sensationen zu erwarten sind, heißt es im Weißen Haus – die Großwetterlage in der Region sei derzeit schlichtweg zu volatil.

Hinter vorgehaltener Hand ist in Obamas Umgebung von einer „Goodwill-Reise“ die Rede. Vorrangiges Ziel: Klimaverbesserung. Nach all den Spannungen zwischen Obama und Netanjahu in den vergangenen Jahren macht das durchaus Sinn.

Tatsächlich hatte Obama zu Beginn seiner ersten Amtszeit vor vier Jahren mächtig Druck gemacht, Israel regelrecht die Leviten gelesen: „Die Situation für die Palästinenser ist unerträglich“, stellte Obama damals in einer Rede in Kairo fest. Immer wieder erzürnte ihn der israelische Siedlungsbau im Westjordanland. Fast sah es so aus, als sei zwischen beiden Männern das Tischtuch zerschnitten. Jetzt müssen sie sich neu zusammenfinden. Obama bezeichnete den Umgang als bisweilen „schroff“, betonte aber, dass „wir Sachen erledigt bekommen“ und Differenzen „zum Schluss überbrückt und gelöst“ würden.

Koalitionsvertrag ist unterzeichnet

Israels Premier Benjamin Netanjahu, Jair Lapid von der Zukunftspartei sowie Naftali Bennett von der ultrarechten Siedlerpartei haben gestern den Vertrag zu einer neuen Regierung unterzeichnet. Mit im Boot ist schon länger die Partei der früheren Außenministerin Zipi Livni. Die neue Mitte-Rechts-Koalition verfügt damit über 68 der 120 Parlamentssitze und hat sich vor allem in der Innenpolitik hohe Ziele gesteckt.

Premier Netanjahu kann jetzt fristgemäß Präsident Schimon Peres bis Samstagabend über die erfolgreiche Regierungsbildung in Kenntnis setzen.

Salafisten und ihre Schlupflöcher

 

Do, 14. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

Das Thema: Innere Sicherheit

Salafisten und ihre Schlupflöcher

Sie preisen die Scharia, verabscheuen Alkohol und Musik. Radikale Islamisten werden von den deutschen Sicherheitsbehörden als wachsende Gefahr gesehen. Häufig operieren sie von Ägypten aus.

Von Christiane Jacke

Berlin/Istanbul. Arid Uka wollte seinen Beitrag zum Dschihad leisten, zum „Heiligen Krieg“. Am 2. März 2011 erschoss er in einem Bus am Frankfurter Flughafen zwei amerikanische Soldaten und verletzte zwei andere lebensgefährlich. Nur eine Ladehemmung seiner Pistole verhinderte, dass er noch mehr Menschen tötete. Es war der erste islamistisch motivierte Terroranschlag auf deutschem Boden. Der junge Mann war kein Mitglied einer Terrorgruppe, sondern Einzeltäter. Er hatte sich die Wut gegen die westliche Ordnung im Internet einflüstern lassen – auch durch Videos des salafistischen Vereins „DawaFFM“.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat „DawaFFM“ und zwei weitere Vereine namens „Islamische Audios“ und „An-Nussrah“ aufgelöst. Der Vorwurf von Innenressort und Verfassungsschutz: Die Gruppierungen lehnen die Werteordnung des Grundgesetzes ab, sie wenden sich gegen Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip, wollen stattdessen die Gesetze der Scharia einführen und hetzen vor allem im Internet gegen Menschen mit anderem Glauben.

Wohnungen durchsucht

Polizisten durchforsteten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Hessen einen Vereinsraum und rund 20 Wohnungen, um Laptops, Telefone, Propagandamaterial und Geld der Gruppierungen zu beschlagnahmen. Schon im vergangenen Sommer hatten Beamte an 80 Orten Wohnungen, Vereinsräume und eine Moschee durchsucht.

Friedrich hatte damals den Verein „Millatu Ibrahim“ verboten. Dessen Anführer Mohammed Mahmud setzte sich rechtzeitig nach Ägypten ab. Angeblich wurde er kürzlich in der Küstenstadt Marsa Matruh gesichtet. Dort soll sich auch ein anderer führender Salafist aus Deutschland aufhalten, der frühere Berliner Rapper Denis Cuspert. Verfassungsschützer beobachten mit Sorge, dass immer mehr deutsche Salafisten nach Ägypten ausreisen. Das Land sei das „Reiseziel Nummer Eins“ für Dschihadisten aus Deutschland geworden, sagt Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Die Zahl ist zuletzt sprunghaft angestiegen: 2011 waren es noch etwa zehn, 2012 dann 60, also sechs Mal so viele. Mahmuds Ausreise habe eine Sogwirkung entfaltet, sagt Maaßen. Ägypten sei zu einer Drehscheibe für islamistische Extremisten geworden. Von dort gehe es für viele weiter in Dschihad-Gebiete – nach Syrien, Mali oder Somalia. Gefährlich wird es vor allem, we nn sie noch radikaler nach Deutschland zurückkehren.

Seit dem Sturz von Langzeitpräsident Husni Mubarak gewinnt das neue, islamistische Ägypten an Attraktivität für dschihadistische Kämpfer – oder für solche, die es mal werden wollen. Mit dem Zusammenbruch des Polizeistaates gewannen die bis dahin unterdrückten radikalen Islamisten an neuen Freiheiten: Milizen nutzten in Oberägypten oder auf dem Sinai das Machtvakuum aus und machten sich breit, führende Dschihadisten kamen aus den Gefängnissen – und aus Libyen gab und gibt es reichlich Waffennachschub.

Deutsche Konvertiten reisen regelmäßig nach Ägypten – der Bekannteste ist der salafistische Prediger Pierre Vogel. Den meisten geht es darum, Arabisch zu lernen, den Koran zu studieren und sich mit anderen Islamisten zu vernetzen. Für manche ist es aber auch ein Ort, um sich zu radikalisieren und abzudriften in den „Heiligen Krieg“. Ägypten bietet genügend Rückzugsorte: Viele Gegenden sind nur über unbefestigte Straßen erreichbar.(dpa)

Niederlande warnen vor erhöhter Terrorgefahr

Die Niederlande haben vor einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen gewarnt. Die nationale Terrorismusbehörde in Den Haag erhöhte am Mittwoch die Alarmstufe von „begrenzt“ auf „substanziell“, die zweithöchste Stufe.

Als Grund wurde die steigende Zahl niederländischer Muslime genannt, die in Syrien und anderen Konfliktgebieten kämpften. Sie seien extrem gewaltbereit und daher bei ihrer Rückkehr in die Niederlande ein großes Risiko. In Syrien kämpfen nach Angaben der Behörde etwa einhundert Niederländer muslimischen Glaubens. Die Erhöhung der Alarmstufe stehe im Übrigen in keinem Zusammenhang mit dem bevorstehenden Thronwechsel am 30. April, hieß es. (dpa)

Polizei: Salafisten wollten Pro-NRW-Chef töten

 

Do, 14. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Titel Aachen / Seite 1

Attentat vereitelt

Polizei: Salafisten wollten Pro-NRW-Chef töten

Essen/Berlin. Die Polizei hat möglicherweise eine Serie von Anschlägen radikal-islamischer Salafisten auf Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW verhindert. Dem Pro-NRW-Chef Markus Beisicht drohte akute Gefahr.

Spezialeinheiten nahmen gestern in Leverkusen, Bonn und Essen vier Verdächtige fest. Sie fanden über 600 Gramm Sprengstoff-Zutaten, einen Totschläger, eine scharfe Pistole und eine Liste mit neun rot markierten Namen, darunter dem von Beisicht, wie der Ermittlungsleiter Rainer Pannenbäcker sagte.

Ob dies eine Art Todesliste war, wollte Pannenbäcker nicht kommentieren. Jedenfalls habe die Polizei nach „operativen Maßnahmen“ Hinweise auf eine drohende Gefahr für den Politiker gehabt und deshalb kurzfristig reagiert. Die Verdächtigen sind zwei 23 und 24 Jahre alte türkischstämmige Deutsche, ein 43 Jahre alter Albaner und ein 25 Jahre alter Deutscher. Sie werden heute dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass unter den Festgenommenen der Mann ist, der am 10. Dezember einen Sprengstoffanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof verüben wollte.

Die Sicherheitsbehörden waren am Mittwoch auch mit Razzien in Hessen und Nordrhein-Westfalen gegen radikalislamische Salafisten vorgegangen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erließ ein Verbot von drei salafistischen Vereinen. (dpa)

Salafisten an Unis

 

Fr, 8. Mär. 2013
Aachener Nachrichten – Stadt / Titel Aachen / Seite 1

Salafisten an Unis

Verfassungsschutz warnt vor Extremisten

Düsseldorf. Gewaltbereite Salfafisten versuchen nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes derzeit zunehmend an NRW-Hochschulen neue Anhänger zu rekrutieren. „Salafistische Personenkreise“ nutzten universitäre Räumlichkeiten und Einrichtungen, „um ihre extremistischen Vorstellungen zu verbreiten und Einfluss zu gewinnen“, erklärte der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes Burkhard Freier gestern in einer Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag. Dies geschehe häufig „unter dem Vorwand, die Religion ausüben zu wollen“. Für die Hochschulen sei es schwierig, tatsächliche religiöse Aktivitäten und „extremistische Propagandaaktivitäten“ voneinander zu unterscheiden.

Trotz der Hochschulaktivitäten handelt es sich bei den salafistischen Bestrebungen „explizit um keine intellektuell anspruchsvolle Bewegung“, die in studentischen Kreisen ein größeres Anhängerpotenzial langfristig binden könnte. Der Salafismus richte sich vielmehr an Migrantenkinder aus islamischen Ländern sowie an Konvertiten, denen es aufgrund familiärer Brüche oder Krisen in ihrer Lebensbiografie nicht gelungen sei, einen regulären Bildungsweg einzuschlagen oder diesen erfolgreich zu bestreiten, erklärte Freier.

Derzeit werden an Rhein und Ruhr 30 von 850 Moscheegemeinden vom Verfassungsschutz beobachtet. Derzeit hat der NRW-Verfassungsschutz über 1000 extremistische Salafisten registriert. (jn)