Jüdische Experten entlarven Putins Propaganda

Nachrichten-Artikel vom 11.04.2014 08:50

Nach Ansicht namhafter Forscher aus der Ukraine nimmt die Judenfeindlichkeit in ihrem Land ab – ganz im Gegensatz zu den Behauptungen Moskaus. Ein Problem seien vielmehr russische Provokateure.

Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article126814652/Juedische-Experten-entlarven-Putins-Propaganda.html

Ungarns Juden unter Druck der Regierung

Do, 20. Mär. 2014
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2

Ungarns Juden unter Druck der Regierung

Zum Jahrestag der Besetzung durch Nazi-Deutschland entsteht heftiger Streit um die Geschichtsdeutung.

Von Kathrin Lauer

Budapest. „Das habe ich zuletzt in der DDR erlebt.“ So beschreibt der deutsche Rabbiner Walter Homolka seinen jüngsten Dialog mit Ungarns Verband Jüdischer Gemeinden Mazsihisz. Aus Angst, dass ein Besuch der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands (ARK) in seinem Land politisch interpretiert würde, riet Mazsihisz von der geplanten Visite ab. Dies übermittelte Alfred Yoel Schöner, Rektor des Budapester Rabbinerseminars in einem Brief an Homolka, in dem er vor möglichen „schlimmen Konsequenzen“ warnte. Hingegen seien die deutschen Kollegen nach der ungarischen Parlamentswahl vom 6. April willkommen – „in einer politisch entspannten Atmosphäre“.

Umstrittenes Mahnmal

Ungarns jüdische Gemeinden wirken in ihren Beziehungen zur rechtsnationalen Regierung von Viktor Orban völlig verunsichert. Anlass für die jüngsten Spannungen sind tiefe Differenzen um die Bedeutung des 19. März 1944. Damals hatte Nazi-Deutschland Ungarn besetzt, weil Hitler befürchtete, dass das seit langem verbündete Land angesichts der sich abzeichnenden Kriegsniederlage abtrünnig werden könnte.

Daher will Orbans Regierung Ungarn als unschuldiges Opfer Nazi-Deutschlands dargestellt wissen – und dies suggeriert auch ein von der Regierung geplantes Mahnmal: Es soll einen deutschen Reichsadler darstellen, der einen Erzengel Gabriel angreift, welcher Ungarn verkörpert. Damit sind Ungarns Juden, aber auch zahlreiche namhafte Historiker nicht einverstanden. Denn es ist erwiesen, dass die nach dem deutschen Einmarsch binnen 56 Tagen erfolgte Deportation von 437 000 Juden in Konzentrationslager mit aktiver Unterstützung der damaligen ungarischen Behörden geschehen ist.

Der Denkmal-Plan war „der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, sagt der Mazsihisz-Vorsitzende Andras Heisler. Sein Verband beschloss deswegen den Boykott aller anderen Projekte der Regierung zum Holocaust-Gedenkjahr 2014. Man habe damit „zum ersten Mal seit 70 Jahren“ mit einer bewusst stets regierungsfreundlichen Haltung gebrochen.

Zugleich schwingt Angst vor der eigenen Courage mit. Er sei geradezu froh, „dass keine der links-liberalen Oppositionsparteien Ungarns uns öffentlich unterstützt, weil man uns sonst politische Einseitigkeit vorwerfen würde“, sagte Heisler. Sein Verband vereinigt die in Ungarn mehrheitlich konservativen, nicht-orthodoxen Gemeinden, die sich „neolog“ nennen.

Trotz der nervösen Signale aus Ungarns Hauptstadt reiste Homolka, Rektor des Berliner Rabbinerseminars Abraham Geiger Kolleg, mit einer Delegation der Rabbinerkonferenz ARK nach Budapest. Ihr Anliegen war es auch, für eine Anerkennung liberaler jüdischer Gemeinden einzutreten, die aufgrund eines neuen Kirchengesetzes in Ungarn keine staatliche Unterstützung bekommen. Auf den letzten Drücker kam es auch zu einem Treffen mit Heisler.

Für die bisherige Vorsichtspolitik der Mazsihisz hat der ARK-Vorsitzende, Rabbiner Henry G. Brandt, kein Verständnis. „Immer kuschen, immer buckeln, das geht nicht. Wir können und müssen unsere Positionen vertreten, auch wenn sie manchmal gegen die Regierung und gegen die Politik laufen“, sagt er. Gegen den Antisemitismus „muss die Stimme erhoben werden. Die Zeit des Schweigens ist vorbei, ein für allemal.“ Es ist als Ermutigung gemeint, die Ungarns Juden 70 Jahre nach dem Holocaust wohl dringend brauchen.

Wenn der wütende Spießer den Diskurs bestimmt

Wenn der wütende Spießer den Diskurs bestimmt

Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Nationalismus: Die antisemitische Facebook-Karikatur in der „Süddeutschen Zeitung“ zeigt, wie salonfähig die Verletzung mühsam errichteter Tabus geworden ist.

Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/kultur/article125185286/Wenn-der-wuetende-Spiesser-den-Diskurs-bestimmt.html

Auftritt in Israel: Tumulte bei Schulz-Rede in der Knesset

SPIEGEL ONLINE, 12.02.2014

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Auftritt in Israel: Tumulte bei Schulz-Rede in der Knesset

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Die Rede von Martin Schulz vor der Knesset in Jerusalem endet im Eklat.

Abgeordnete der Regierungsfraktionen verlassen aus Protest den Saal, Premier Netanjahu verweigert den Applaus. Grund ist die Kritik des EU-Parlamentspräsidenten am Siedlungsbau.

Von Christoph Sydow und Veit Medick, Jerusalem

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,953022,00.html

 

Do, 13. Feb. 2014
Aachener Nachrichten – Stadt / AN Politik / Seite 4

Schulz löst Tumulte in der Knesset aus

Seine Rede im israelischen Parlament quittiert die Siedlerpartei mit „Schande“-Rufen. Netanjahu kritisiert „einseitige Sicht“.

Von Jan-Uwe Ronneburger

Jerusalem. Am Morgen erwies sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) bei seinem Besuch in Jerusalem fast als Hellseher: Vor Journalisten beklagte er eine übergroße Empfindlichkeit in Israel gegenüber Kritik aus Europa. Dann sprach der Deutsche vor den Abgeordneten des israelischen Parlaments in seiner Muttersprache. Und seine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr.

Schulz bekräftigte in der Knesset die Solidarität Europas mit Israel. Er sprach die besondere Verantwortung auch eines nach dem Holocaust geborenen Deutschen für Israel an. Und er lobte den jüdischen Staat als Hort der Demokratie. Trotzdem handelte er sich wütende Proteste rechter Abgeordneter, giftige Anspielungen auf die Nazi-Verbrechen und auch harsche Kritik von Regierungschef Benjamin Netanjahu ein.

Was war geschehen? Schulz übte neben allem Lob auch Kritik an den israelischen Siedlungen im Westjordanland, die ein Hindernis für die Friedensverhandlungen seien. Und er sprach die zum Teil harten Lebensbedingungen der Palästinenser an, die etwa unter der israelischen Blockade des Gazastreifens litten. Er gab auch die Frage eines palästinensischen Jugendlichen wieder: „Wie kann es sein, dass Israelis 70 Liter Wasser am Tag benutzen dürfen und Palästinenser nur 17?“ Er habe die genauen Zahlen nicht überprüfen können, fügte Schulz hinzu.

Daraufhin kam es im Parlament zu Tumulten. Wirtschaftsminister Naftali Bennett verließ mit den Mitgliedern seiner rechten Siedlerpartei unter „Schande“-Rufen den Saal. Bennett, dessen Partei die von US-Außenminister John Kerry vermittelten Friedensgespräche und die angestrebte Zwei-Staatenlösung ablehnt und stattdessen große Teile des Westjordanlandes annektieren will, erklärte: „Ich akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen.“ Schulz müsse sich entschuldigen.

Der aus den USA stammende Millionär ist aber auch ansonsten nicht zimperlich. Mal bezeichnete er die Palästinenser als „Schrapnell im Gesäß“ Israels, dann warf er Netanjahu vor, seinen „moralischen Kompass“ verloren zu haben. Vor kurzem drohte er mit einem Bruch der Koalition, sollte Netanjahu Konzessionen für einen Friedensvertrag mit den Palästinensern machen.

Der Ton ist ohnehin recht rau

Der Ton in der politischen Auseinandersetzung Israels ist ohnehin recht rau. Verteidigungsminister Mosche Jaalon bezeichnete Kerrys Friedensbemühungen als „messianisch“. Der US-Außenminister solle bloß seinen Friedensnobelpreis einsammeln und Israel dann in Ruhe lassen.

Netanjahu selbst hörte sich die Rede von Schulz regungslos an. Beifall gab es von ihm aber auch nicht. Anschließend warf er Schulz eine einseitige Sicht auf den Nahost-Konflikt vor. Er verharmlose die Bedrohungen, denen Israel täglich ausgesetzt sei, und erliege „wie so viele Europäer einer selektiven Wahrnehmung“.

Oppositionelle Abgeordnete der politischen Mitte und links davon griffen Bennett jedoch scharf an. Und nahmen Schulz in Schutz. Zahava Galon von der Meretz-Partei verurteilte besonders die Anspielung auf den Holocaust und die Tatsache, dass Schulz Deutscher sei. „Die Instrumentalisierung des Holocaustes, um internationale Kritik abzuwehren, ist nicht nur empörend, sie ist auch absurd“, sagte sie. Auch Oppositionsführer Izchak Herzog von der Arbeitspartei stellte sich auf die Seite von Schulz: „Das Verhalten der (rechten) Abgeordneten ist beschämend und skandalös.“ Schulz verteidige Israel, auch im europäischen Parlament, sagte Herzog.

„Ich akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen.“

Naftali Bennett, Israels Wirtschaftsminister

 

Kommentar: Typisch dummer SPD – Politiker, Vorbild Gabriel: Keine Ahnung vom Nahen Osten, einfach mal was erzählen (Wasserverbrauch), und noch zugeben, dass man die Angaben gar nicht geprüft hat. Von Einkesselung des Gaza reden, aber gar nicht wissen, worum es geht . Der soll sich mal nach Sderot begeben und die Raketensammlung im Hof der Polizeiwache ansehen. Da kann er dann auch lernen, warum es im Gazastreifen keine Laternen mehr gibt: Aus denen haben die Palästinenser Raketen gebaut, siehe Bilder.

http://www.aweyermann.de/gallery/2013-vacation-in-israel/nggallery/page/2/ die ersten 15 Bilder.  Mal sehen, ob Ihm bei den verbunkerten Busstationen etwas auffällt. Glaubt Herr Schulz, dies sei ein Joke? Es ist blutiger Ernst im israelischen Überlebenskampf.  http://www.aweyermann.de/wp-content/gallery/2013-israel/15-sderot_a02_img_0154.jpg. Ich habe mir das ganze vor Ort angesehen, inklusive der Grenze zum Gaza.

Ob Herr Schulz dann anfangen würde, vor dem Reden zu denken, erst recht vor einer Rede in der Knesset, bezweifle ich jedoch als alter Pessimist / Realist.      

Soviel zum Thema: Aus dummen Geschwafel wird Antisemitismus.

Wie ich sie hasse, die Dummschwätzer wie Schulz, die alles, was man als Deutscher versucht in Israel aufzubauen, mit Dummheit und großkotzigem Auftreten wieder zerstört. Aber am 27. Januar publikumswirksam der Toten der Shoa gedenken.

Oder wie Willy Brandt es tat: In Warschau den Kniefall öffentlichkeitswirksam zu proben, und Israel, als es 1973 angegriffen wird, in höchster militärischer Not die Hilfe zu versagen.   

Judenfeindlichkeit in Ungarn: Skandalwelle im Holocaust-Gedenkjahr

SPIEGEL ONLINE, 08.02.2014

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Judenfeindlichkeit in Ungarn: Skandalwelle im Holocaust-Gedenkjahr

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Mit einem Holocaust-Gedenkjahr wollte die ungarische Regierung sich vom Vorwurf reinwaschen, nicht genug gegen den Antisemitismus zu tun.

Trotzdem häufen sich nun antisemitische Skandale. Jüdische Gemeinden im Land drohen deshalb mit einem Boykott der geplanten Veranstaltungen.

Von Keno Verseck

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,952066,00.html

„Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Eichmann denken muss“

Mi, 29. Jan. 2014
Aachener Nachrichten – Stadt / Die Seite Drei / Seite 3

„Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Eichmann denken muss“

Noch heute bekommt der Jurist Bach Herzrasen, wenn er sich an die beklemmenden Aussagen von Holocaust-Opfern über das Morden in Auschwitz erinnert

Der Eichmann-Prozess, sagen Sie, hat Deutschland und die Welt beeinflusst. Hat er auch Ihr Leben verändert?

Bach: Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Eichmann und an diesen Prozess denke. Es gab einen ungarischen Zeugen, der vor Gericht über die perfiden Postkarten berichten sollte, die ungarische Juden auf Befehl von Eichmann in Auschwitz ihren Freunden und Verwandten schreiben mussten, bevor sie in die Gaskammern gebracht wurden. Darin sollten sie schreiben, sie seien an einem wunderschönen Ort, es gebe aber nicht viel Platz. „Also kommt so schnell wie möglich.“ Außerdem sollten sie gute Schuhe mitbringen, angeblich für Ausflüge. Die Schuhe brauchte die deutsche Wehrmacht. Man hat sie den Menschen abgenommen, bevor sie in die Gaskammern gestoßen wurden. Wir wussten damals von den Postkarten, kannten aber diese Einzelheiten nicht.

Unfassbar.

Bach: Ja. Aber das war nicht alles. Der Zeuge hat dann berichtet, wie in Auschwitz die Selektion abgelaufen ist. Seine Frau und seine zweijährige Tochter wurden nach links direkt in den Tod geschickt. Er wurde nach rechts abkommandiert. Der Zeuge beschrieb, wie das Mädchen in einem roten Mantel der Mutter nachlief. „Der rote Punkt wurde immer kleiner. So verschwand meine Familie aus meinem Leben“, sagte der Zeuge. Daraufhin verschlug es mir die Stimme. Ich hatte meiner damals zweijährigen Tochter kurz zuvor einen roten Mantel gekauft. Ich konnte drei oder vier Minuten nicht reden. Noch heute bekomme ich plötzlich Herzrasen, wenn ich in einem Fußballstadion oder in einem Restaurant ein kleines Mädchen in einem roten Mantel sehe.

War Adolf Eichmann für Sie das personifizierte Böse?

Bach: Er ist jedenfalls der einzige Mensch, der jemals in Israel zum Tode verurteilt wurde. Und ich habe keinen Zweifel: Wenn irgendein Mensch diese Strafe verdient hatte, dann Adolf Eichmann. Manche Leute behaupteten, er sei ja nur Befehlsempfänger gewesen. Das ist absolut falsch. Ein Beispiel? Am Ende des Krieges sagte Eichmann: „Ich weiß, der Krieg ist verloren. Aber ich werde meinen Krieg noch gewinnen.“ Und dann fuhr er persönlich nach Auschwitz, um die Zahl der Tötungen von 10 000 auf 12 000 pro Tag zu erhöhen. Nach seiner Verhaftung noch zeigte er sich stolz über jeden Fall, in dem er die Rettung von Juden hatte verhindern können.

Wie haben Sie ihn persönlich erlebt?

Bach: Er hatte manchmal einen animalischen Ausdruck im Gesicht, der beängstigend war. Ich hatte sogar den Eindruck, dass er seine Verteidiger einschüchterte. Ich habe ihn dann anonym von einem Schweizer Gutachter untersuchen lassen – weil ich verhindern wollte, dass er auf unzurechnungsfähig plädiert. Die Experten zeigten ihm und anderen Testpersonen Bilder von vielen verschiedenen Menschen, darunter grausame Mörder und Sadisten, aber auch Nobelpreisträger. Er musste die fünf Köpfe auswählen, die ihm am besten gefielen. Nach einigen Tagen bekam ich eine Nachricht. Der Gutachter bat um zusätzliches Material. Warum, fragte ich? „Weil ich in meiner ganzen Praxis noch nie einen Fall von solch mörderischen Instinkten hatte“, sagte er.

Heute in Aachen: Vortrag in der jüdischen Gemeinde

Die jüdische Gemeinde Aachen, Synagogenplatz 23, lädt heute, 29. Januar, zu einer Veranstaltung mit Gabriel Bach ein. Der stellvertretende Chefankläger im Eichmann-Prozess wird ab 18 Uhr über seine Erinnerungen sprechen.

Der Eintritt ist frei. Ein gültiger Personalausweis ist mitzubringen.

Frankreich debattiert hitzig über Provokateur

Do, 9. Jan. 2014
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2

Frankreich debattiert hitzig über Provokateur

Regierung möchte den antisemitischen Komiker Dieudonné zum Schweigen bringen. Der wehrt sich.

Von Sabine Glaubitz

Paris. Seit Jahren gefällt sich der französische Komiker Dieudonné in der Rolle des Provokateurs. „Der Holocaust hat uns viel gekostet. Wir zahlen noch immer“, gibt der Kabarettist in seiner neuen Show zum Besten. Oder „Was für ein Projekt haben die Neonazi 2013? Seife aus der Crème de la Crème des französischen Showbusiness zu machen?“ Frankreichs Innenminister Manuel Valls möchte die Auftritte Dieudonnés am liebsten verbieten. Der kontert, er werde gerichtlich dagegen vorgehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 47-Jährige wegen antisemitischer Parolen ins Kreuzfeuer der Justiz gerät. Wegen Anstiftung zu Hass und rassistischen Äußerungen wurde er bisher zu insgesamt 65 000 Euro verurteilt. Sein Lied „Shoananas“, ein Wortspiel aus „Shoah“ und „Ananas“, mit dem er den Völkermord banalisiert, wird bei fast allen Auftritten gesungen. Und seine Grußgeste „Quenelle“, die je nach politischem Hintergrund als Akt des Widerstands oder als verkappter Hitlergruß verstanden werden kann, hat sich mittlerweile verselbstständigt.

Den „Gottgebenen“, wie Dieudonné auf Deutsch heißt, will die Regierung nun zum Schweigen bringen. „Angesichts des Antisemitismus, angesichts der Störungen der öffentlichen Ordnung, die durch unwürdige Provokationen hervorgerufen werden, (…) fordere ich die staatlichen Vertreter und insbesondere die Präfekten auf, wachsam und unnachgiebig zu sein“, erklärte Präsident François Hollande. In einem Rundbrief forderte er Bürgermeister und Präfekten des Landes auf, bei erkennbarer Störung der öffentlichen Ordnung die Gastspiele des Komikers verbieten zu lassen. Viele Städte, darunter Bordeaux und Tours, sind dem Aufruf bereits gefolgt.

Valls hat den Sohn eines Kameruners und einer Bretonin seit mehreren Wochen im Visier – nicht zuletzt wegen des französischen Fußballprofis Anelka. Der Nationalspieler sorgte für Schlagzeilen, weil er den „Quenelle“-Gruß zeigte: einen stramm nach unten ausgestreckten Arm, auf den sich die linke Hand legt. Seit Wochen mehren sich auf Facebook und Twitter Fotos junger Franzosen, die sich mit dieser Geste abbilden lassen. In Frankreich diente sie einer antizionistischen Partei, für die Dieudonné 2009 bei den Europawahlen kandidierte, als Symbol.

Seine Karriere begann er an der Seite seines Jugendfreundes, dem jüdischen Komiker Élie Semoun, als Kritiker von Rechtsextremismus und Rassismus. Heute steht der 47-Jährige der rechtsextremen Front National nahe. Deren Gründer Jean-Marie Le Pen ist Patenonkel eines seiner Kinder. Offen sympathisierte er mit dem iranischen Regime, das für seinen Antisemitismus bekannt ist. Sein 2012 gedrehter Film „Antisémite“ soll nach einem Bericht der Zeitung „Libération“ mit Geldern aus dem Umfeld des damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad finanziert worden sein.

Bislang ließ Frankreich die antisemitischen Parolen Dieudonnés meist durchgehen. Diesmal scheint die französische Regierung Ernst machen zu wollen. Doch der bullige Komiker weiß sich zu wehren. Sein Anwalt reichte am Dienstag Klage gegen Innenminister Valls ein – wegen Verletzung der Meinungsfreiheit.

Die französische Zeitung „L‘Alsace“ kommentiert

„Dieudonné ist weder ein Komiker noch ein Märtyrer. Er ist ein Schmierenkomödiant, der sein Repertoire gefunden hat – das Abscheuliche. Daraus schlägt er seit Jahren Kapital. Zuerst hatte er Mühe, ein Publikum zu finden, doch er hat es immer weiter versucht – in der Hoffnung, dass ihm seine Entgleisungen helfen würden, zu finden, was er wollte: Ruhm. Das ist geschafft! Zwar klingen die Trompeten dieses Ruhms falsch, doch es ist leider schwer, sie verstummen zu lassen. Innenminister Manuel Valls wollte diesen unheilvollen Vorsänger des Antisemitismus zum Schweigen bringen. Das war ein Fehler. Denn das wird den Provokationen nur noch mehr Gehör verschaffen.“

Wie die Nakba bis nach Pfullingen kam

Im Südwesten der Republik ist die Welt noch in Ordnung. Es wird ordentlich gearbeitet, multikulti ist, wenn ein Badenser eine Schwäbin heiratet oder Spätzle und Schupfnudeln vom selben Wirt serviert werden. Die Straßen und Wege sind so sauber, dass man sie in Pantoffeln begehen kann, der Müll wird sorgfältig getrennt, wer auch nur eine Kippe wegwirft, statt sie im Sondermüll-Container zu entsorgen, wird umgehend nach Rheinland-Pfalz ausgebürgert.

Und mitten im Südwesten am Fuß der Schwäbischen Alb im Tal der Echaz liegt die Gemeinde Pfullingen. 18.000 Einwohner, fünf Museen, sechs Musik- und Gesangsvereine, eine Schützengilde, 1522 gegründet, und der “Pfullinger Pfulben”, eine lokale “Währung”, die von etwa 100 Händlern, Fachgeschäften und Dienstleistern akzeptiert wird. Über die Gemeindegrenzen hinaus wurde Pfullingen bekannt, als dort 2001 der “Peoplemover” in Betrieb genommen wurde, “das einzige straßenüberquerende Aufzugssystem der Welt”. Es funktioniert so: “Menschen, die die Straße überqueren wollen, werden in einer Aufzugskabine zunächst in einem als Stützpfeiler dienenden Turm nach oben, dann entlang einer Brücke horizontal über die Straße und schließlich wieder auf die Ebene der Straßenoberfläche gefahren.” Dabei wurden vier Personen gleichzeitig befördert!

Von überall her, sogar aus der Kurpfalz und aus Rheinhessen, kamen sie Menschen nach Pfullingen, um sich das siebte Weltwunder anzusehen. Leider musste das System 2009 wegen der hohen Betriebs- und Wartungskosten “bis auf weiteres” stillgelegt werden.

Davon abgesehen ist Pfullingen das Paradies. Wer hier lebt, hat in der Lotterie des Lebens das große Los gezogen. Wenn da nur eines nicht wäre: Die Sorge um das Schicksal der Ende der 40er Jahre vertriebenen Palästinenser. Jeden Morgen stehen die Pfullinger mit dem Gedanken auf: “Wie war das damals…” und gehen mit dem Gedanken zu Bett: “Was können wir nur tun, um den armen Palästinensern zu helfen…”

Und so kam “Nakba” nach Pfullingen. Eine Wanderausstellung über die am besten versorgten und am meisten bemitleideten Flüchtlinge der Geschichte. Es gibt sogar eine spezielle UN-Agentur, die UNRWA, die seit über 60 Jahren dafür sorgt, dass die Flüchtlinge Flüchtlinge bleiben. (hmb)

achgut-Leser Pavel Hoffmann hat sich die Ausstellung, die inzwischen weiter gezogen ist, angesehen:

Am Vorabend des Pogroms an den deutschen Juden wird eine Ausstellung veranstaltet, bei der man mit Lügen und Halbwahrheiten den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten diffamiert und dämonisiert. Diese Ausstellung wird seit Jahren von Frau Ingrid Rumpf organisiert und von einer berufsmäßigen „Israel-Kritikerin“, Frau Felicia Langer, unterstützt.

Während in Syrien fast 150.000 Menschen abgeschlachtet, Hunderte von Kindern vergast werden, im Irak, Libyen und Ägypten monatlich Hunderte von Männern, Frauen und Kindern ermordet werden, ohne dass die Deutschen resp. Europäer dagegen protestieren, Ausstellungen veranstalten oder sich wenigstens stärker dafür interessieren, wird das jüdische Volk seit Jahren auf solchen Ausstellungen diffamiert und dämonisiert. Man geht gerne hin und schaut zufrieden auf die bösen Juden. So etwas nennt man heute die Vergangenheitsbewältigung.

Niemandem scheint aufzufallen, dass bereits die erste Tafel, die Palästina von 1917 zeigen soll, eine dreiste Lüge ist. Auf dieser Tafel wird Palästina auf dem Gebiet des jetzigen Staates Israel und daneben ein damals nichtexistenter Staat, Jordanien, gezeigt. In Wirklichkeit, und jederzeit nachprüfbar war 1917 das Gebiet Palästina ein Teil des Osmanischen Reiches und seit 1920 englisches Mandat.

Das gesamte Palästina-Gebiet war fünfmal größer als das Gebiet des heutigen Staates Israel. Erst 1922 wurden 4/5 des palästinensischen Gebietes an die arabische Dynastie der Haschemiten von der Siegermacht England abgetreten, und das abgetretene Gebiet wurde auf den Namen Transjordanien getauft. In dem gesamten Gebiet lebten damals 600.000 Menschen, davon ca. 150.000 Juden, Christen, Drusen und Beduinen. Der Rest war arabisch. Die einzigen Bewohner Palästinas, die sich Palästinenser genannt haben, waren damals die Juden. Sie bildeten auch die erste palästinensische Einheit, die im zweiten Weltkrieg als Teil der englischen Armee gegen Nazi-Deutschland gekämpft hat.

Während des Krieges stand die Mehrheit der palästinensischen Araber treu an der Seite von Nazi-Deutschland. Der damalige Führer der palästinensischen Araber, der Mufti von Jerusalem, Mohamed Amin Al Husseini, hat nicht nur Hitler seine Hilfe bei der Ausrottung der Juden in Palästina angeboten, sondern auch SS-Einheiten mit bosnischen Moslems aufgestellt, die dort grausamer gewütet haben als selbst die deutschen SS-Einheiten.

Husseini, ein fanatischer Antisemit und Freund von Himmler, hat 1943 das Vernichtungslager Auschwitz besichtigt, und nachdem er zufrieden feststellte, dass die Juden dort nach seinem Gusto behandelt werden, hat er Himmler überzeugt, 5000 jüdische Kinder, deren Eltern bereits ermordet worden waren und die ursprünglich durch Vermittlung des Roten Kreuzes gegen 20.000 deutsche Gefangene ausgetauscht und nach Palästina geschickt werden sollten, stattdessen nach Auschwitz zu befördern, wo sie mit ihren Betreuern in den Gaskammern endgelöst wurden.

Die Kinder kamen ursprünglich aus dem polnischen Konzentrationslager Bialystok nach Theresienstadt. Dort hatten sie ein paar Tage hinter dem Stacheldraht auf ihr Schicksal gewartet. Noch vor der Deportation nach Auschwitz hat man die Kinder, die nicht mehr reisefähig waren, noch auf Ort und Stelle erschlagen. Es leben heute außer mir noch weitere ältere Augenzeugen dieses Verbrechens.

Der Kriegsverbrecher Husseini, der bis 1974 als Ehrenmann in Ägypten gelebt hat, ist heute immer noch einer der meist geehrten Führer, Symbolfigur der arabischen Palästinenser; er wird immer wieder von hochgestellten arabischen religiösen und weltlichen Führungspersönlichkeiten als einer der größten aller Palästinenser gefeiert. Sein Verwandter Jasir Arafat hat seine Politik erfolgreich fortgesetzt.

Diese Fakten werden selbstverständlich auf der Ausstellung nicht gezeigt. Auch nicht die Tatsache, dass 1948 nach dem ersten Befreiungskrieg, in dem die Juden in dem gerade ausgerufenen Staat Israel gegen mehrere arabischen Staaten ums Überleben gekämpft haben, Jordanien das heutige Westjordanland besetzt, das ganze Gebiet Judenfrei gemacht, die Synagogen gesprengt und die 3000 Jahre alten jüdischen Friedhöfe als Latrinen benutzt hat.

Damals, d.h. in den Jahren 1949 bis 1967, hat auch kein Mensch von einem palästinensischen Staat gesprochen, und es gab bis 1965 noch kein palästinensisches Volk. Die Nakba-Ausstellung verschweigt absichtlich und gezielt, dass nach dem ersten Befreiungskrieg 900.000 Juden oft unter pogromartigen Begleitumständen aus allen arabischen Ländern vertrieben wurden. Ich kann mich nicht erinnern, dass man eine „Nakba“ Ausstellung für diese Juden gemacht oder auch nur planen würde.

Man könnte jeder Aussage auf den ausgestellten Tafeln einzeln widersprechen und sich mit den Behauptungen auseinandersetzen. Es reicht aber, wenn man die Aussagen von zwei Männern zitiert, die nicht im Verdacht stehen, im Dienst der “Israel Lobby” (früher “Weltjudentum” genannt) zu stehen.

Mahmud Abbas (Abu Mazen), der heutige Präsident der Palästinenser, schrieb im März 1976 in “Falastin al -Thawra”, dem offiziellen Journal der PLO in Beirut, Folgendes:

Die Arabischen Armeen drangen nach Palästina ein, um die Palästinenser vor der zionistischen Tyrannei zu schützen, ließen sie aber statt dessen im Stich, zwangen sie auszuwandern und ihr Heimatland zu verlassen, führten bei ihnen eine politische und ideologische Blockade ein und warfen sie in Gefängnisse, die den Ghettos ähneln, in denen die Juden in Osteuropa lebten.

Ralph Galloway, ehemaliger Kopf der UNRWA, erklärte 1956:

Die arabischen Staaten wollen das Flüchtlingsproblem (der palästinensischen Ara-ber) nicht lösen. Sie wollen es als offene Wunde behalten, als Affront vor der UNO und als Waffe gegen Israel. Den arabischen Führern ist es total egal, ob die arabischen Flüchtlinge leben oder sterben.

Allein diese zwei Aussagen beantworten klar die Frage, weshalb bis heute die palästinen-sischen Araber die einzige Volksgruppe auf der Welt ist, die nach 65 Jahren immer noch in Lagern lebt, und warum sie bis zu dritten Generation immer als Flüchtlinge gelten.

In Israel kann man solche Hetzen ignorieren. Dort kennt man weder die Nakba-Ausstellung in Deutschland noch Frau Felicia Langer, die fast 40 Jahre in Israel unbehelligt gelebt hat. Die israelische Demokratie ist genug stark, Hunderte dort und nicht in Deutschland lebender “Israel-Kritiker” wie Frau Felicia Langer auszuhalten. Viel problematischer ist der mögliche Einfluss solcher Ausstellungen und ähnlicher Hetzen gegen das jüdische Volk für die deutschen bzw. europäischen Juden.

Solche Ausstellungen tragen dazu bei, dass heute 6-jahrige Jungen mit einer Kippa auf den Straßen von Berlin oder Amsterdam angespuckt und angegriffen werden, dass die Synagogen in Deutschland und Europa fast 70 Jahre nach dem Holocaust strenger als Flughäfen geschützt werden müssen, dass ein EU-Abgeordneter den Juden empfiehlt, aus den Niederlanden nach Israel oder den USA auszuwandern, weil man für deren Sicherheit nicht mehr garantieren könne.

Und es war der Holocaustüberlebende und Liteartur-Nobelpreisträger Imre Kertész, der die folgende Botschaft an die Juden Europas gerichtet hat:

Die europäischen Juden begehen meines Erachtens einen selbstmörderischen Fehler, wenn sie in das Geheul von europäischen Intellektuellen und Chefbeamten einstimmen, die sie gestern noch ausrotten wollten und jetzt unter dem Vorwand der Kritik an Israel eine neue Sprache für den alten Antisemitismus finden. Wieso sollten sie ihre Absichten denn geändert haben?

Original: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_die_nakba_bis_nach_pfullingen_kam

Dem kann man nichts mehr hinzu fügen. Auch Aachen ist von diesem “Dreck” von Ausstellung heimgesucht worden, veranstaltet und getragen von der evangelischen Kirche!

Rumänien leidet unter den Judenhassern im Land

Rumänien leidet unter den Judenhassern im Land

Nachrichten-Artikel vom 16.12.2013 17:28

Aus Rumänien sind vermehrt antisemitische Töne zu vernehmen. Wachsende Spannungen in der Gesellschaft und Enttäuschung über die Wende entladen sich in Hetze gegen Juden – eine gefährliche Mischung.

Den Artikel können Sie hier lesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article122989147/Rumaenien-leidet-unter-den-Judenhassern-im-Land.html