Aachen auf das Siegertreppchen

Aachen auf das Siegertreppchen

Nun steht es schwarz auf weiß und digital:

http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_druckversion&_ivw=zaufmacher&id=2072731&_wo=News:Topnews

Aachen ist nach Köln, Dortmund und Wuppertal die vierte Neo-Nazi-Hochburg in Nordrhein-Westfalen! Gefühlt hätte ich Duisburg weiter vorne platziert. Augenscheinlich werden nur deutsche Neonazis berücksichtigt.

Es steht in der Zeitung, dass die Friedenspreis-Stadt nicht zuletzt wegen der in der Region aktiven rechtsradikalen Kameradschaft Aachener Land KAL zu der infamen Ehre gekommen wäre.

„Nicht zuletzt“ aus dem Diplomatischen ins Deutsche übersetzt heißt: Es gibt noch weitere fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Organisationen in Aachen.

Und nun habe sich Alemannia Aachen den anderen Rechtsextremisten wie KAL und weiteren bekannten, namentlich nicht genannten Organisationen hinzugesellt.

Da kein Ortsschild die Aufschrift „Nazistadt Aachen“ trägt, dürfen wird spekulieren, wieso eine solche friedliche, gutmenschliche, bürgerliche Stadt urplötzlich und ohne Vorwarnung weltweit als Nazihochburg bekannt wird.

Folgende Möglichkeiten fallen ein:

Hat Broder, von Berufung Jude und von Beruf  Spaltpilz (ductus viridis aquensis) hat durch seinen Besuch in Aachen den Neonazis den Rücken gestärkt.

Diverse Aachener Organisationen, die das Wort „Friede“ in toten und lebenden Sprachen in ihrem Namen tragen, sehen im Verhalten der Israelischen Verteidigungsarmee gegenüber friedliebenden palästinensischen Terroristen ihren Daseinszweck. Deren Propaganda reizt die Aachener Neonazis, das gelernte Wissen auszuleben.

Das bestbewachte Gebäude Aachens wurde durch Nazisymbolen verunziert. Es ist bisher keine Absicht erkennbar, dass der Schuldige gefunden, gar bestraft wird.

Ein Altnazi lebte drei Jahrzehnte lang unbeschwert in Aachens Nähe, bis er vor Kurzem eine lebenslängliche Freiheitsstrafe erhielt. Zwei Journalisten, die es wagten, den Altnazi gegen seinen Willen zu fotografieren, stehen schon nach weniger als zwei Jahren vor einem Aachener Gericht.

Die größten Zeitungen Aachens, die Hauspostille einer Aachener Bürgermeisterin, verbreiten ihre Worte, dass bestimmte Juden in Aachen nicht willkommen seien. Im Nachhinein ist dies ein Kompliment für die bestimmten Juden.

Welche These sich als wahr erweisen wird, wird die Zukunft zeigen. Sollte Aachen vom vierten Platz den Sprung auf das infame Siegertreppchen schaffen, sich nach oben hieven und gleichzeitig die Ratsmehrheit in Aachen ohne Personalwechsel unbeschwert ihren Geschäften nachgehen, dann werden wir wissen, welche These zutrifft:

Der Fisch stinkt vom Kopfe!

Dr. Nathan Warszawski

Nideggen, 06.02.2012

Vor der Demo gegen Nazis: Säure gegen linken Szenetreff

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Sa, 4. Feb. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Lokales / Seite 15

Vor der Demo gegen Nazis: Säure gegen linken Szenetreff

Staatsschutz ermittelt: Offenbar haben Rechtsextreme das Autonome Zentrum attackiert. Heute Startpunkt einer Kundgebung.

Aachen. Einen Tag vor der für heute angekündigten Demonstration gegen Neonazis hat es einen Buttersäure-Anschlag auf das Autonome Zentrum (AZ) am Hauptbahnhof gegeben. Die Täter werden in rechtsextremen Kreisen vermutet, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Das AZ, Treffpunkt für vorwiegend junge Leute aus dem linken und antifaschistischen Spektrum, war in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Attacken. Ziel sei es offenbar, politische Gegner einzuschüchtern und antifaschistische Aktivitäten zu behindern, so AZ-Vertreter. Am heutigen Samstag, 18 Uhr, ist das AZ an der Vereinsstraße Startpunkt einer Demonstration gegen „neofaschistische Strukturen“. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der zunehmend militanter auftretenden rechtsextremen Kameradschaft Aachener Land. Zugleich werfen die Demonstranten der Aachener Justiz und Polizei vor, nicht entschieden genug gegen Neonazis vorzugehen, stattdessen aber immer wieder Antifaschisten ins Visier zu nehmen. Auch die Vereinsspitze von Alemannia Aachen habe zu lange tatenlos dem Treiben rechtsextremer Fans im Stadion zugesehen. Der Tivoli gilt als Rekrutierungsfeld neuer Neonazis.

Ob die Buttersäure-Attacke im direkten Zusammenhang mit der heutigen Kundgebung steht, ist noch ungeklärt. Die inzwischen von der Feuerwehr beseitigte Substanz wurde vermutlich in der Nacht zum Freitag durch einen Briefschlitz in den Flur geschüttet. Am Nachmittag folgten per Mail weitere Drohungen gegen Linke.

Durch die Demo „gegen Nazis und Repression“ kann es am heutigen Samstag ab 18 Uhr in der Innenstadt zu Behinderungen kommen. Die Polizei hat starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen und für Nachfragen ein Bürgertelefon eingerichtet: 0241/95770.(gei)

Seid nett zu den Nazis!

Henryk M. Broder 30.01.2012 18:21 +Feedback

Seid nett zu den Nazis!

Die Stadt Aachen besetzt nicht nur im Alphabet eine Spitzenposition. Sie hat sich auch einen Namen als ein soziales Biotop gemacht, das Neonazis einen fruchtbaren Boden bietet. Da gibt es z.B. die “Kameradschaft Aachener Land”, die vom Verfassungsschutz als eine der aktivsten Neonazigruppierungen in Nordrhein-Westfalen eingestuft wird. “Immer mehr Menschen im Aachener Umland werden von Neonazis in Angst und Schrecken versetzt”, berichtete Die Zeit im August 2010 unter Berufung auf einen Bericht in Report München. “Ungeniert feiern Aachener Neonazis im Internet die Rechtsterroristen aus Zwickau” meldeten die Aachener Nachrichten im November 2011. Kurz darauf versuchten Neonazis, eine Wohnung zu stürmen. Nachdem sie den Versuch aufgeben mussten, riefen sie “Sieg Heil!” und zeigten den Hitlergruss, alles klare Straftatbestände, die freilich in Aachen nicht verfolgt werden.

Das wiederum hat vermutlich mit den Prioritäten zu tun, die von Aachener Politikern gesetzt werden. Die grüne Bürgermeisterin der Stadt, Hilde Scheidt, erklärte neulich gegenüber der Aachener Zeitung: “Es muss aber möglich sein, auch die israelische Politik zu kritisieren, etwa eine Regierung, die dem israelischen Volk schadet.”

Und weil ihr das Wohl des israelischen Volkes dermaßen am Herzen liegt, kommt sie nicht dazu, sich um Neonazis vor der eigenen Haustür zu kümmern. Warum in der Nähe bleiben, wenn man auch in die Ferne schweifen kann.

Siehe auch:
Nach nur zehn Jahren!
http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/politik_verwaltung/pressemitteilungen/kameradschaft_aachener_land.html

(Henryk M. Broder)

Ober-Piratin erhielt judenfeindliche Hass-Mails

 

Marina Weisband spricht über Rückzug

Ober-Piratin erhielt judenfeindliche Hass-Mails

Sonntag, 29.01.2012, 09:32

 dpa Marina Weisband

Marina Weisband war eines der wenigen bekannten Gesichter der Piratenpartei. Nun legt die Polit-Aufsteigerin eine Pause ein. Sie erzählt, dass sie in Hass-Mails antisemitisch beleidigt wurde.

Die scheidende Politische Geschäftsführerin der Piraten-Partei, Marina Weisband, ist in den vergangenen Monaten wegen ihres jüdischen Glaubens massiv antisemitisch angefeindet worden. Weisband sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“:

…

Mildere Strafe für Neonazi

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Fr, 27. Jan. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Lokales / Seite 17

Mildere Strafe für Neonazi

Berufung: Von 14 auf acht Monate ohne Bewährung. Denis U. (25) kann ein vorsätzlicher Tritt gegen den Kopf von Dimitri R. nicht nachgewiesen werden.

Von Wolfgang Schumacher

Aachen. 14 Monate Haft ohne Bewährung hatte der als aktiver Neonazi bekannte Denis U. (25) aus Düren bekommen. Das Aachener Schöffengericht verurteilte ihn im Sommer 2011 wegen des Delikts der schweren gefährlichen Körperverletzung, er sollte einen politischen Gegner aus dem linken Spektrum in Aachens Innenstadt zu Boden geprügelt haben. Mit dabei war auch Ende März 2010 das führende Mitglied der rechtsradikalen Kameradschaft Aachener Land (KAL) Rene L..

Die 2. Kleine Strafkammer am Aachener Landgericht sprach gestern als Berufungskammer (Vorsitz Richter Frank Meier) ein milderes Urteil für Denis U. aus. Er muss jetzt acht Monate ohne Bewährung sitzen, eine Revision gegen dieses Urteil ist im Übrigen zulässig. Man habe Denis U. in dem neuerlichen Verfahren „nur“ eine gefährliche Körperverletzung nachweisen können. Die Beweislage habe eben nicht den Nachweis erbracht, dass Denis U. in jener Schlägerei mit dem linken Aktivisten Dimitri R. vorsätzlich mit seinem Schuh gegen den Kopf des am Boden liegenden Mannes getreten hatte.

Straftat

„Wir haben hier nicht über den politischen Hintergrund der Tat zu entscheiden“, begründete Richter Meier das Urteil. Das richte sich alleine danach, welche Straftat der Angeklagte begangen habe. U. war vorgeworfen worden, beim Verteilen von Flyern mit rechten Parolen in der Aachener Adalbertstraße auf die linken Aktivisten unter anderem mit Reizgas und dann mit Fäusten und Tritten losgegangen zu sein. Die Linken kamen vom Holzgraben, wo sie einen Informationsstand betreut hatten.

Bewährungsversager

Doch auch das Opfer aus dem linken Lager, so der Richter, sei nicht unschuldig an der Eskalation gewesen. „Er“, damit meinte er Dimitri R., „hat versucht, dem politischen Gegner zu verbieten, seine Flyer zu verteilen.“ Das gehe natürlich in einem Rechtsstaat auf keinen Fall, stellte Meier klar.

Es bleibt also als Grundlage für das Urteil eine gefährliche Körperverletzung. Da liege das Strafmaß von acht Monaten durchaus in einem oberen Bereich, die 14 Monate seien „eher milde“ gewesen, bewertete der Richter das Urteil der Vorinstanz. Da Denis U. ein Bewährungsversager sei und gleichfalls nach dem Bericht des Bewährungshelfers keine entscheidenden Anstalten gemacht habe, sich von der Neonazi-Szene loszusagen, komme eine Bewährungsstrafe auch in diesem Fall nicht in Frage.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer dasselbe Strafmaß wie im Urteil des Schöffengerichts gefordert. Denis U. hatte in seinem Schlusswort vor Gericht beteuert, er habe sich aktiv um einen neuen Wohnsitz bemüht und sich außerdem in therapeutische Behandlung begeben.

„Das Leben ist düster geworden“

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Fr, 27. Jan. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Blickpunkt / Seite 2

„Das Leben ist düster geworden“

Barbara John, Ombudsfrau für die Angehörigen von Opfern rechtsextremer Morde, fordert schärfere Gesetze gegen Hassverbrechen. Viele ihrer Gesprächspartner sind von den Behörden enttäuscht.

Berlin. Gestern hat der Bundestag einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der sich mit den Ermittlungspannen um die Zwickauer Nazi-Mörder befassen soll. Die Angehörigen der Opfer blicken darauf mit Skepsis und Spannung, wie Barbara John unserem Korrespondenten Werner Kolhoff erläuterte. Die 73-jährige Berliner CDU-Politikerin und langjährige Ausländerbeauftragte der Hauptstadt war im Dezember von der Bundesregierung als Ansprechpartnerin (Ombudsfrau) für die betroffenen Familien eingesetzt worden.

Wie wichtig ist der Untersuchungsausschuss des Bundestages für die Angehörigen?

John: Die Opferfamilien haben wenige Informationen darüber, was alles inzwischen herausgefunden wurde. Sie sind brennend daran interessiert zu erfahren, was damals passiert ist. Und auch, warum sie damals so demütigend behandelt wurden.

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste politische Ziel der Aufarbeitung?

John: Dass man herausfindet, wie die Ermittlungspannen passieren konnten. Man wird das Räderwerk der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand stellen müssen. Das zweite ist: Warum konnte es zu dieser Zelle kommen, welchen gesellschaftlichen Hintergrund gibt es dafür und welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus für die Zukunft in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Welche könnten das sein?

John: Ein Element ist zum Beispiel, dass wir über unsere Definition von Hassverbrechen im Strafgesetzbuch nachdenken müssen. Die bisherige ist viel zu eng, sie verlangt praktisch, dass die Täter eindeutige Symbole und Bekenntnisse hinterlassen, etwa ein Hakenkreuz. Wir sollten uns zum Beispiel den britischen Kriterien annähern, wo eine fremdenfeindliche Straftat in der Regel von den Ermittlern immer dann in Betracht gezogen wird, wenn das Opfer ein Einwanderer ist. Ich unterstütze ausdrücklich und schon seit Jahren den Vorstoß, den einige Länder jetzt im Bundesrat für eine Gesetzesänderung unternommen haben.

Sie haben erste Gespräche mit den Angehörigen geführt. Hat die Mordserie bei ihnen eine bleibende Angst hinterlassen?

John: Vor allem ein bleibendes Misstrauen. Sie mussten den Verlust ihres wichtigsten Menschen hinnehmen, des Vaters oder Ehemannes, und wurden dann noch verdächtigt, vielleicht etwas mit der Mafia oder Ähnlichem zu tun zu haben. Was soll man von so einem Land halten?

Was muss für die Angehörigen getan werden?

John: Ein Beispiel: Viele haben sich jetzt einen Anwalt genommen, um als Nebenkläger auftreten zu können. Den bezahlen sie selbst. Warum eigentlich? Oder: Es gibt Kinder, die seit den Morden von ihren Großeltern großgezogen werden, ohne irgendwelche Hilfen. Es gibt eine Fülle von Alltagsproblemen, die sich aus den Taten ergeben haben. Das Leben ist für viele Familien sehr düster geworden und manche Familien wurden regelrecht auseinander gerissen.

Werden Sie einen Katalog von Vorschlägen vorlegen?

John: Daran arbeite ich zusammen mit den Familien. Das werden wir dann den Ländern und den Kommunen vorlegen. Ich hoffe, dass die Verwaltungen sensibel handeln.

Es soll im Februar eine von Bundespräsident Wulff geplante Gedenkveranstaltung geben. Wie nehmen die Angehörigen diese Veranstaltung wahr?

John: Einige werden teilnehmen, vor allem die Opfer des Kölner Nagelbomben-Anschlags. Andere nicht. Das hat unterschiedliche Gründe, zum Beispiel auch, dass sich einige fürchten, dort von den Medien zu sehr bedrängt zu werden. Die große Trauer liegt schon einige Jahre zurück. Nun wird das Ereignis, das sich tief in das Leben eingegraben hat, wieder aufgewühlt. Manche wollen das nicht. Einige sind auch gar nicht in Deutschland.

Da klingt Skepsis durch, ob diese Veranstaltung überhaupt Sinn macht.

John: Nein, eine solche Veranstaltung ist das Mindeste für ein Land, das eine Zeit lang offenbar nicht mehr wusste, wie rechtsradikales Denken sich auswirkt. Es war nicht mehr beachtet worden, dass solche Denken immer in Hass umschlägt. Es gibt viel Rassismus im Alltag, den wir nur durch Aufmerksamkeit zurückdrängen können. Die Gedenkveranstaltung kann dafür ein Mosaikstein sein.

Einstimmig Rechtsterror-Ausschuss beschlossen

In seltener Eintracht haben die Fraktionen im Bundestag die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Rechtsterrorismus beschlossen. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag einstimmig für einen zuvor gemeinsam formulierten Antrag. Es ist der 39. Untersuchungsausschuss in der Geschichte des Bundestages. Auch in Thüringen beschloss der Landtag die Einsetzung eines solchen Ausschusses zu diesem Thema.

Das parlamentarische Gremium soll die Hintergründe der sogenannten Zwickauer Terrorzelle sowie mögliche Versäumnisse der Sicherheitsbehörden aufklären. Dem Terroristentrio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt werden zahlreiche Morde an Ausländern bundesweit zur Last gelegt. Mehr als ein Jahrzehnt lang konnten sie ihre Straftaten unerkannt verüben. Die beiden Männer sind tot, Zschäpe sitzt seit geraumer Zeit in Untersuchungshaft.

Auch eine Bund-Länder-Expertenkommission soll eingesetzt werden. (dapd)

Spendenaktion für NSU / Die Treue der Kameraden

Spendenaktion für NSU

Die Treue der Kameraden

Von Julia Jüttner

Die rechtsextreme Szene feiert die Zwickauer Terrorzelle, im Web sammeln Sympathisanten Geld für die inhaftierten Unterstützer des NSU. Fahnder suchen fieberhaft nach weiteren Verdächtigen. Im Visier steht das Umfeld des mutmaßlichen Helfers Ralf Wohlleben.
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Region erhöht den Druck auf Rechtsextreme

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Do, 26. Jan. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Titelseite / Seite 1

Region erhöht den Druck auf Rechtsextreme

Nach Baesweiler, Herzogenrath und Stolberg spricht sich auch Aachen für ein Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ aus. Razzien gegen Terrorhelfer.

Aachen/Karlsruhe. Der Rat der Stadt Aachen hat sich gestern einstimmig für ein Verbot der rechtsextremen Kameradschaft Aachener Land (KAL) ausgesprochen. „Die KAL ist keine politische Vereinigung, sondern eine Verbrecher- und Schlägerbande“, sagte der Grünen-Ratsherr Jonas Paul unter dem Beifall des Stadtrates. Der Beschluss geht auf eine Initiative der Bürgermeisterkonferenz in der Städteregion Aachen und einen Appell des Herzogenrather Bündnisses gegen Rechtsextremismus zurück. Zuvor hatten sich bereits Baesweiler und Herzogenrath für ein Verbot ausgesprochen. Am Dienstag fasste der Stolberger Rat einstimmig einen entsprechenden Beschluss, weitere Kommunen werden folgen.

Zugleich verabschiedete der Aachener Rat einen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus. Damit stehen 90 000 Euro für Projekte in der Jugend- und Erwachsenenbildung zur Verfügung.

Die KAL zählt zu den aktivsten Neonazi-Gruppen in Nordrhein-Westfalen. Der harte Kern von rund 30 Personen wird als zunehmend gewaltbereit eingestuft. Über ein Verbot der Gruppierung müsste Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) entscheiden.

Unterdessen hat die Bundesanwaltschaft gestern in drei Bundesländern Wohnungen und Geschäfte mutmaßlicher Unterstützer des Zwickauer Terror-Trios durchsucht. Mittlerweile werden Ermittlungsverfahren gegen elf mutmaßliche Unterstützer der Gruppe geführt, wie Generalbundesanwalt Harald Range gestern in Karlsruhe sagte. Das sind vier mehr als bislang bekannt. Die Helfer sollen unter anderem Schusswaffen und Sprengstoff für die als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) agierende Gruppe beschafft haben.

Etwa 110 Polizeibeamte waren an der Aktion in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg beteiligt. Ziel sei es, weitere Erkenntnisse über das Unterstützerumfeld der terroristischen Vereinigung und die Herkunft der Waffen zu gewinnen. Es seien Festplatten, Computer, CDs und zahlreiche Schriftstücke sichergestellt worden, sagte Range. „Es ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben, den Kreis der Unterstützer des NSU umfassend zu ermitteln und sie gegebenenfalls zur Verantwortung zu ziehen.“ Auf dem Wege dahin sei man in den letzten Wochen erheblich vorangekommen.

„Die vor zweieinhalb Monaten begonnenen Ermittlungen werden weiterhin mit Hochdruck geführt“, sagte Range. Mehr als 350 Beamte des Bundeskriminalamts und der Länderpolizeien sowie rund ein Dutzend Bundesanwälte setzten sich mit dem Komplex auseinander. (gei/dpa)

„Die KAL ist keine politische Vereinigung, sondern
eine Verbrecher- und Schlägerbande.“

Jonas Paul,

Grüner Ratsherr in Aachen

Stadtrat will sofortiges Verbot der KAL

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Mi, 25. Jan. 2012
Aachener Nachrichten – Stadt / Lokales / Seite 13

Stadtrat will sofortiges Verbot der KAL

Hass und Gewalt von Neonazis soll Einhalt geboten werden. Rechte wollen nun auch Karnevalszüge stören. Polizei in besonderer Alarmbereitschaft.

Von Gerald Eimer

Aachen. Der Rat der Stadt Aachen wird sich heute einstimmig für das Verbot der rechtsextremen Kameradschaft Aachener Land (KAL) aussprechen. Er greift damit einen Vorstoß des Herzogenrather Bündnisses gegen Rechts auf, das bereits kurz nach Bekanntwerden der Mordserie durch die Zwickauer Terrorzelle das sofortige Verbot der KAL gefordert hat.

In dem Appell des Bündnisses heißt es, dass Nazis in den vergangenen 30 Jahren nachweislich 140 Morde begangen hätten. Völlig unverhohlen hatten jüngst auch Aachener Neonazis auf der Webseite der KAL ihre Sympathien für die Zwickauer Rechtsterroristen gezeigt und unter Anspielung auf die Mordopfer geschrieben: „Neun sind nicht genug.“

Die vor knapp elf Jahren gegründete KAL ist heute eine der ältesten und aktivsten Neonazi-Kameradschaften in Nordrhein-Westfalen. Zum harten Kern sollen etwa 30 bis 50 Personen gehören. Gegründet wurde sie unter anderem von früheren Führungskadern der Wiking-Jugend, die 1994 verboten wurde. Sie bekennt sich offen zur nationalsozialistischen Weltanschauung und schürt den Hass gegen alle, die nicht ins Weltbild passen: Ausländer, Linke, Juden, Bürgerliche, Behinderte.

Immer mehr Gewaltdelikte

Seit einiger Zeit wird eine zunehmende Gewaltbereitschaft registriert – dazu zählen Angriffe auf Demonstranten, auf das autonome Zentrum und immer wieder auch auf Privatpersonen. „Wir erleben vor unserer Haustür den Versuch von Neonazis, das Miteinander von Menschen in unserer Region tiefgreifend zu stören“, heißt es in dem Appell des Bündnisses gegen Rechts.

Ganz aktuell kursieren in rechtsextremen Kreisen auch Aufrufe, Karnevalsveranstaltungen zu stören, wobei insbesondere Stimmung gegen den dunkelhäutigen Prinz Balam I. in Richterich gemacht wird. Wie die Ordnungsbehörden auf Anfrage bestätigen, werden die Veranstaltungen der Richtericher derzeit „polizeilich betreut“. Dies gilt auch für den Karnevalszug in Richterich, für den sich Neonazis angesagt haben. „Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen“, sagt Thomas Neunfinger, Präsident der Koe Jonge. „Die wissen immer, wo wir uns aufhalten.“ Noch aber habe es keinerlei Gefahrensituationen gegeben. Im Gegenteil: Überall, wo Prinz Balam auftritt, sei die Stimmung bestens.

Umzüge und Risikospiel

So oder so wird der Karnevalssonntag eine Herausforderung für die Aachener Polizei sein, wie Sprecher Paul Kemen bestätigt. „Da sind wir voll gefordert“, denn nicht nur die närrischen Züge einschließlich Kinderzug müssen gesichert werden, auch Fußballfans müssen in Schach gehalten werden: Alemannia Aachen erwartet Hansa Rostock und damit Fans, die besonders gefürchtet sind. Ordnungsamt, Polizei und Sanitätsdienst stellen sich auf einen harten Tag und einen Großeinsatz ein.

Wie sehr auch Neonazis der KAL mitmischen werden, ist nicht abzusehen. Und ob ein KAL-Verbot der Polizei tatsächlich die Arbeit erleichtern würde, ist ebenfalls unklar. „Wir sind sehr skeptisch, dass ein Verbot praktische Relevanz hat“, sagt Kemen. Vereinsrechtlich organisiert sind die Kameradschaften nicht. Ihr Kennzeichen ist, dass sie möglichst autonom agieren.

Dennoch will die Stadt Aachen gemeinsam mit den anderen Kommunen in der Städteregion nun ein deutliches Zeichen setzen und das Treiben der KAL nicht länger tatenlos hinnehmen. Das geforderte Verbot muss der Bundesinnenminister verfügen.

Liebe Vergangenheitsbewältiger

Diesen Artikel habe ich kopiert, das Original ist unter dem Link der Überschrift zu finden.

Liebe Vergangenheitsbewältiger,

hier stehe ich, Euer Sohn! Ich habe in meiner Schulzeit jeden 9. November mit dem Schulchor vor dem Gedenkstein in meinem Heimatdorf gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Ich habe Klassenfahrten nach Dachau und Theresienstadt gemacht, in der Schule alles über die Emslandlager erfahren, mit Oma und Opa über die Zeit des Nationalsozialismus’ gesprochen und sogar „Schindlers Liste“ im Leistungskurs Geschichte geschaut. Ich habe gelernt, dass die Lehre nicht weniger christlicher Kirchen, die Juden hätten den Messias ermordet, dem rassistischen Judenhass der Nazis einen fruchtbaren Boden bereitet hat; ich habe gehört, wie Himmler, Hitler, Goebbels und Heydrich schon lange vor Auschwitz Juden als Bakterien, Flöhe und Ungeziefer bezeichnet haben, die vernichtet gehören und ich habe die Schilder gesehen, auf denen zu lesen war: „Diese Stadt ist judenrein!“

Immer wieder habe ich mich gefragt, wie das möglich sein konnte. Warum hatte niemand etwas dagegen unternommen? Warum hatte niemand lautstark gegen dieses Unrecht angeschrien? Warum? Aus lauter Verzweifelung hatte ich als Schüler sogar ein Theatstück über den Holocaust an meiner Schule aufgeführt. Ihr hattet wirklich ein vorbildlichen Vergangenheitsbewältiger aus mir gemacht! Ihr habt mir gezeigt, wie man sich als guter Deutscher auseinandersetzt.

Was haben wir uns nicht immer schön mit der Vergangenheit auseinandergesetzt. Jedes Jahr ein wenig mehr. Hier saßen wir und ganz weit von uns auseinander, schön weit weg, irgendwo die dunkle böse Vergangenheit.

Irgendwann war die Vergangenheit so weit weg, dass es nicht mal mehr weh tat mit der Bewältigung. Wir warfen Kränze ab, zündeten Kerzen an, stellten Stelen auf und sangen „Donna Donna“.Irgendwie fing Vergangenheitsbewältigung an, Spaß zu machen. Vergangenheitsbewältigung wurde neben Autos und Bier zum wichtigsten Wirtschaftsgut des Exportweltmeisters Deutschland.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie dramatisch die Arbeitslosenzahlen in Deutschland aussehen würden, wenn es all die Arbeitsplätze in den Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten, in den Holocaustforschungsinstituten und Universitäten der Antisemitismusforschung nicht geben würde. Ich erschaudere fast bei dem Gedanken, wie leer mein Blog Tapfer im Nirgendwo dann wäre! Die Stadt Berlin wäre um eines ihrer beliebtesten Sehenswürdigkeiten ärmer: dem Holocaust Mahnmal, von dem Altkanzler Gerhard Schröder einst gesagt hat, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Ohne Holocaust hätte das ehemalige Waffen-SS-Mitglied Günter Grass niemals „Die Blechtrommel“geschrieben und somit vermutlich auch nie den Nobelpreis für Literatur erhalten. In 55 Jahren von der SS zum Nobelpreis, das schafft nur Günter!

Ohne Holocaust hätte Volker Schlöndorff niemals „Die Blechtrommel“ verfilmen können und daher nie den Oscar für diesen Film erhalten. So gut wie alle Oscars für den deutschsprachigen Raum sind Resultate der Vergangenheitsbewältigung: Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“und Christoph Waltz Oscar für die Rolle eines Nazis.

Ohne Holocaust gäbe es beim ZDF immer noch genug Sendeplatz für das Testbild.

Ohne Holocaust wären wir Vergangenheitsbewältiger nicht da, wo wir heute sind! Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung und wenn es uns mal zu viel wird mit den Berichten im Fernsehen, dann schalten wir ganz einfach um!

Ja, bei der ganzen Bewältigung der Vergangenheit haben wir ganz die Gegenwart vergessen. Über die ständige Fragerei, wie wir wohl gehandelt hätten, wenn wir damals gelebt hätten, übersehen wir ganz, dass es die Ideologie des Judenhasses auch heute noch gibt. Wir sollten lieber mal fragen: Was machen wir eigentlich heute?

Liebe Vergangenheitsbewältiger, bitte nehmt mal einen Wunsch von Eurem Schüler an: Hört einfach mal auf mit der Bewältigung. Ich gebe Euch auch eine Eins mit Sterchnen und ein Fleißkärtchen dazu, wenn Ihr Musterschüler Euch nur endlich mal setzt. Legt doch einfach mal eine kleine Vergangenheitsbewältigungspause ein. Es ist morgens halb zehn in Deutschland. Zeit für ein Knoppers! Die Vergangenheit könnt Ihr nämlich nicht mehr ändern, die Gegenwart jedoch schon.

Wenn Ihr das nächste Mal wieder in der Schule davon erzählt wollt, dass es einst „judenreine“ Städte und Dörfer in Deutschland gab, dann nutzt die Zeit lieber dazu, um von den Ländern zu berichten, die heute „judenrein“ und stolz darauf sind, tausende Juden vertrieben zu haben, wie Aden, Algerien und Libyen. Berichtet von den 850.000 Juden, die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg aus arabischen Ländern vertrieben wurden.

Liebe Vergangenheitsbewältiger der öffentlich-rechtlichen Anstalten, wenn Ihr uns wieder einmal zeigen wollt, wie sehr die Nazis die Juden gehasst haben, dann spart Euch die Sendezeit und zeigt uns lieber mal, wie heute Juden gehasst werden. Die kommenden Aussagen sind alle in den letzten zehn Jahren in Fernsehsendungen der arabischen Welt zu hören und zu sehen gewesen:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“ (Ein Minister der Hamas auf Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2010)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslim ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“ (Dr. Hassan Hanizadeh auf Jaam-E Jam2 TV (Iran), 20. Dezember 2005)

„Es muss ein Kind sein, das die Pubertät noch nicht erreicht hat. Die Juden entführen das Kind, stecken es in ein Fass, nur zu dem Zweck, um durch Löcher, die an den Orten, wo sich die Arterien des Kindes befinden, kleine Schrauben in die Körper zu schrauben, um an das Blut zu kommen. Sie sammeln das Blut und benutzen es für ihr Pessachfest.“ (Ein politischer Kommentator des Nile Culture TV (Ägypten), 25. Februar 2007)

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandet hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren! (Dr. Sallah Sultan, Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung auf Al-Aqsa TV (Gaza), 31. März 2012)

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“(Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“(Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister, auf Al-Jadid/New TV (Libanon) 4. Juli 2010)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“(Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“(Al-Rahma TV (Ägypten) 26. Januar 2009)

Aber nicht nur in den arabischen Ländern gibt es Judenhass, auch in Deutschland und in Europa hat sich dieser Hass in unsere Gegenwart gerettet, wie ich hier, hier, hier und hier beschrieben habe und wie es jetzt sogar in der ZEITsteht. Statt also immer wieder die Vergangenheit zu bewältigen, setzt Euch mal mit dem Judenhass von heute auseinander. Fragt nicht, was Ihr getan hättet, sondern fragt, was ihr gerade jetzt tut!

Und wo wir schon mal dabei sind: Hört auf, ständig Israel in Eure Vergangenheitsbewältigung hineinzuziehen. Israel ist nun wahrlich ein Land im Nahen Osten, das weiter weg ist von Eurer Vergangenheit als es selbst die BRD jemals war. Israel ist eine moderne, aufgeklärte, demokratische und vor allem freie Gesellschaft. Sie hat ihre Fehler, wie jede Demokratie, aber die Nazis sind ganz woanders im Nahen Osten zu Hause.

In Israel wird die Gleichberechtigung der Geschlechter staatlich gelebt, während die Nazis in jenen Ländern des Nahes Ostens zu finden sind, wo die Frauen aus der Gesellschaft verbannt und nicht selten unter Stoff verborgen werden.

In Israel herrscht Religionsfreiheit, so dass Juden, Christen, Muslime und andere Religionsangehörige in Ämtern und Gerichten, bei der Polizei und der Feuerwehr, in der Armee und dem Parlament arbeiten, während die Nazis in den Ländern des Nahen Ostens zu Hause, wo es nur eine Religion geben darf, den Islam, während alle anderen Religionen verboten, verfolgt oder bestenfalls „nur“ diskriminiert werden.

In Israel können Männer Schwänze lutschenund Frau Mösen lecken, während die Nazis in all jenen Ländern des Nahen Ostens zu Hause sind, wo Mann und Frau dafür hängend an einem Baukran oder bis zur Schulter im Boden eingegraben und gesteinigt enden.

In Israel sind die Presse und die Meinungen frei, so dass jede Handlung, die sich von moralisch und juristisch akzeptablen Normen entfernt, sofort kritisiert und wenn nötig sogar geahndet wird, während die Nazis in den Ländern des Nahen Ostens zu Hause sind, wo der blutige und mörderische Terror gegen Männer, Frauen und Kinder gefeiert und staatlich gefördert wird.

In Israel wird frei geforscht, eine Tatsache, die die Welt mit bahnbrechenden und lebensrettenden Erfindungen in der Medizin und Technologie beschert, während die Nazis in jenen Ländern des Nahen Ostens zu Hause sind, die die Welt höchstens mit Mördern aus ihren Terrorcamps versorgen.

In Israel leben die weltweit bekanntesten und aktivsten Förderer eines Friedens zwischen Israel und Palästina, während die Nazis in jenen Ländern des Nahen Ostens zu Hause sind, die erst dann einen Frieden akzeptieren, wenn ganz Israel vernichtet wurde.

In der israelischen Unabhängigkeitserklärung steht: „Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Das klingt mir nicht nach Nazi, sehr wohl aber die Charta der Hamas, die mit folgendem Artikel 7 aufwartet: „Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Schauen wir uns mal ein paar Länder des Nahes Ostens an: In der islamischen Monarchie Bahrain herrscht die Schari’a und Homosexuelle kommen für 10 Jahre in den Knast. Im Libanon, wandern Homosexuelle für drei Jahre in den Knast. In der von Baschār al-Assad geführten islamisch-sozialistischen Diktatur Syrien herrscht die Schari’a und Homosexuelle wandern für 3 Jahre in den Knast. In der absoluten islamischen Monarchie Oman sind politische Parteien verboten und Homosexuelle wandern für 3 Jahre in den Knast. In der absoluten islamischen Monarchie Katar ist Blasphemie bei einer Haftstrafe von bis zu sieben Jahren verboten und Homosexuelle wandern für 5 Jahre in den Knast. In Saudi-Arabien gibt es einen Schleierzwang für Frauen, alle Religionen bis auf den Islam sind verboten und Homosexuelle werden hingerichtet. Im Jemen ist jede fünfte Frau zwischen 15 und 49 genital verstümmelt, 37% aller nicht volljährigen Mädchen sind zwangsverheiratet und Homosexuelle werden hingerichtet. Im Gottesstaat Iran wird noch heute gesteinigt und Homosexuelle hingerichtet.

Also, liebe Vergangenheitsbewältiger in den Medien und den Schulen, an den Universitäten und auf den Redaktionssesseln, tut einem guten Schüler den Gefallen und lasst die Vergangenheit Vergangenheit sein und schaut auf die Gegenwart, aber bitte, bitte nicht nur auf Israel, denn Ihr habt den Juden jetzt echt genug Aufmerksamkeit geschenkt. Das reicht für die nächsten tausend Jahre.